Land Rover Experience Nepal

Land Rover Experience Nepal

Auf dem Dach der Welt

Nepal hat mehr zu bieten als den Himalaya. Auch auf den Straßen des zweithöchsten Landes der Erde kann man Abenteuer erleben.

11. Oktober 2013

Kaum ein Tourist besucht Nepal mit dem Auto. Erst wird geflogen, dann gewandert und später geklettert - ab in den Himalaya. Dabei hat der asiatische Staat einiges zu bieten - auf Wunsch echtes Abenteuer.

Auf den völlig überfüllten Straßen der Hauptstadt Kathmandu herrscht ab den frühen Morgenstunden das schiere Chaos. Eine Ordnung sucht man vergeblich, obwohl diese im Unterbewusstsein der meisten Verkehrsteilnehmer zu existieren scheint. Der Polizist, von einem vergrauten Mundschutz nur unzureichend gegen den Schmutz der Umgebung geschützt, erscheint wie ein Dirigent, dessen Taktstock keinerlei Bedeutung zu haben scheint. Seine Hand- und Armbewegungen verpuffen im Getöse von ratternden Lastwagen, klappernden Mofas und hupenden Bussen. Seinen Leidensgenossen in Städten wie Pokhara, Bharatpur oder heruntergekommenen Grenzstädten wie Siddharthanagar oder Nepalgunj geht es nicht anders.

 

 
 

Genau das Richtige

Genau das richtige Terrain für die Land Rover Experience Tour, die sich ebenso ungewöhnliche wie spektakuläre Landschaften der Welt heraussucht, um diese mit Abenteurern der Neuzeit zu erkunden.

In 50 Tagen bahnen sich Autoabenteurer auf der Seidenstraße ihren Weg von Berlin nach Mumbai - elf Länder, über 16.000 Kilometer in kunterbunten Klimazonen und mit Höhen von über 5.000 Metern.

Die Teilnehmer haben sich in aufwendigen Ausscheidungen unter 30.000 Interessierten durchgesetzt. Sie saugen Land, Leute und Chaos Tag für Tag in sich auf und finden durch ihre Erlebnisse ebenso wenig Ruhe wie durch Hotels, die westlichen Hygienie-Maßstäben nicht gerecht werden. So sehen Abenteuer-Touren im dritten Jahrtausend aus.

Alte Mahindras

Als ob zerborstene Mahindra-Geländewagen, dreirädrige Sammeltaxis oder bunt bemalte Lastwagen nicht schon genug wären, nehmen Tiere im nepalesischen Straßenverkehr eine nicht zu unterschätzende Rolle ein.

Klapperige Wasserbüffel werden durch die heruntergekommenen Ortschaften und Straßendörfer getrieben, die man nur Slums nennen kann. Dazu hat das Land ein ernst zu nehmendes Hundeproblem, das längst zur Plage geworden ist. Die heiligen Kühe sitzen derweil irgendwo im chaotischen Straßenverkehr herum; sich ihrer herausragenden Rolle in der lokalen Hierarchie mehr als bewusst. Da hat es die Vielzahl getöteter Hühner schon schwerer, die im doppelten Dutzend auf wild bepackten Mopeds baumelnd von einem namenlosen Hüttendorf zum nächsten transportiert werden.

Die zahllosen weißen Kleinbusse von Toyota sind wie die meisten Lastwagen munter mit Botschaften und Werbehinweisen verziert. Gefährlicher als die kleinen Gucklöcher in Front- und Heckscheiben sind die Beladungszustände. Kanus, Überlandkoffer und lebende Tiere werden gerne einmal auf dem Dach transportiert.

Abenteuerlicher Highway

Auf den Straßen rappeln heruntergekommene Klappenkisten dicht an dicht im Schneckentempo, und nicht selten muss im staubigen Straßenrand etwas geflickt werden. Zerborstene Reifen, kochende Kühler oder zerrissene Schläuche sind keine Seltenheit.

Vom über 1.600 Meter hoch gelegenen Kathmandu geht es in flotter Fahrt in fünf Stunden über die ambitioniert Prithvi Highway benannte Straße nach Pokhara.

Auf der bisweilen zerborstenen Route nördlich des Royal Chitwan Nationalparks geht es entlang namenloser Bäche und unscheinbarer Städte, die diesen Namen kaum verdienen, zwischen hunderten von Lastwagen und Kleinbussen mit Himalaya-Jüngern drunter und drüber. Immer wieder wird die kurvenreiche Strecke von liegengebliebenen Lastern oder Schulkindern auf dem Heimweg versperrt. Das wilde Hupen stört hier nicht einmal die scheinbar durchweg tauben Hunde, die auf und neben der Fahrbahn mehr tot als lebendig liegen.

Auf den kunterbunt angemalten Schwerlastern stehen Sprüche wie "I'm looking for a girlfriend", "Rock'‚n' Roll" oder "freedom forever".

An Steigungen geht es oft nur im Schritttempo voran, und wenn ein paar verwahrloste Büffel auf der Straße campieren, gibt es die nächste Zwangspause. Jeder Überholvorgang in dem 190 PS starken Range Rover Evoque ist ein Spiel mit dem Schicksal und bei Dunkelheit  nicht selten ein kaum kalkulierbares Risiko.

Autos sind keine Selbstverständlichkeit

Die Einwohner verdienen durch den Verkauf von Getränken und Snacks meist nur ein paar Cent, der Liter Kraftstoff kostet umgerechnet dennoch 80 Cent. Autos - für die meisten unbezahlbarer Luxus. So lässt man sich zu viert auf einem Motorrad oder in Sammelbus mitnehmen. Wohin es gehen soll, weiß hier nicht jeder.

"Wer es geschafft hat und einen guten Job hat", erzählt der Reiseguide Radjis, "der kauft sich ein chinesisches Motorrad." Das kostet mit umgerechnet 1.000 Euro nur ein Viertel dessen, was für japanische aufgerufen wird. Die billigsten Autos beginnen bei 8.000 Euro und kommen meist von Maruti-Suzuki oder Tata, die auch den Lastwagenmarkt weitgehend unter sich aufteilen.

Rücktour im Frühjahr

Bei Dunkelheit wird es auf den Straßen von Nepal gespenstisch. Die Einheimischen denken gar nicht daran, ihre Beleuchtungsanlagen zu nutzen. "Sie wissen ja, wo es hingeht", lächelt Radjis, "macht keiner." Wenn die gleißend hellen Hochleistungsstrahler der Range Rover Evoque eingeschaltet werden, reißen die Ortseinwohner erstmals die Augen hoch, als sei zum zweiten Mal die Sonne aufgegangen oder ein Ufo aus einer fernen Galaxie gelandet.

In Sekundenrhythmus geht es nicht nur in Grenzstädten wie Nepalgunj Zentimeter an heiligen Kühen, sterbenden Hunden, scheinbar lebensmüden Bewohnern und unbeleuchteten Autos vorbei. Dass den Straßen regelmäßig ein paar Meter Asphaltfläche fehlen, macht das Ganze zu einem echten Abenteuer, denn schließlich soll die Schaar Expeditions-Evoque nach 50 Tagen wohlbehalten in Mumbai ankommen.

Im nächsten Frühjahr geht die Land Rover Experience Tour zwischen März und Mai aus Indien zurück nach Deutschland. Der spannende Abenteuerurlaub der modernen Art kostet pro Etappe ab 2.725 Euro.

Text: Press-Inform / Stefan Grundhoff | Bildmaterial: press-inform / Pusey