Der Ferien-Fahrplan 2013

Der Ferien-Fahrplan 2013

Tipps zur Reiseplanung

Anfang August müssen die ersten Bundesländer bereits wieder zur Schule. Auf den Autobahnen bleibt es dennoch voll. Tipps für die Reiseplanung.

Ferien mit dem Auto – für die Hälfte der Deutschen (50,8 Prozent) ist das laut ADAC-Reisemonitor 2013 nach wie vor die beliebteste Art, zu verreisen. Und oft auch die naheliegendste. 

Jeder dritte Deutsche (37,1 Prozent) plant 2013 Urlaub im eigenen Land; Bayern, Mecklenburg-Vorpommern, Schleswig-Holstein, Niedersachsen und Baden-Württemberg sind die Top-Destinationen der Urlaubs-Bundesländer.

Geht die Reise ins Ausland, liegt Spanien (13 Prozent) knapp vor Italien (11,9 Prozent), gefolgt von Österreich (7,9 Prozent) und der Türkei (6,4 Prozent). Fernreisende zieht es 2013 in erster Linie in die USA (4,7 Prozent), den Fernen Osten (z.B. China oder Thailand, 2,9 Prozent) und auf die Karibischen Inseln (2,0 Prozent). Ägypten lag mit 2,5 Prozent eigentlich auf Platz drei; die angespannte politische Lage hat aber viele Reisende umdisponieren lassen.

Die Reiseveranstalter dürfen sich schon mal freuen: Auf durchschnittlich 2.395 Euro taxieren die 4.000 Befragten des ADAC-Reisemonitors die geplanten Urlaubsausgaben in 2013. Rund 1.700 Euro werden für Ferien in Deutschland veranschlagt, rund 2.300 Euro für Urlaub in Europa, fast 4.000 Euro für Fernreisen. 2012 gaben die Deutschen laut ADAC insgesamt 56 Milliarden Euro (!) für Urlaub aus.

Ein nicht unerheblicher Teil des Budgets geht für Fahrtkosten drauf. Die Spritpreise erklimmen in den Reisemonaten mit schöner Regelmäßigkeit neue Höhen, in vielen europäischen Ländern fallen Mautgebühren an, bei Tempoverstößen drohen teils drakonische Strafen.

 

 
 

Abends tanken, azyklisch fahren

Die ersten Euro rausschlagen fürs verdiente Eis am Strand kann, wer hierzulande abends volltankt. Dann kostet Benzin bis zu 2,6 Cent weniger als morgens, Diesel bis zu 3,3 Cent und E10 sogar bis zu zehn Cent, hat der ADAC ermittelt. In einigen Fällen betrug die Preisdifferenz zwischen 8:00 und 18:00 Uhr sogar 12 Cent.

Der größte Vorteil am Urlaub mit dem Auto bleibt die uneingeschränkte Hoheit über die Reisezeiten. Wer es sich aussuchen kann, sollte azyklisch fahren. Spätabends und in der Nacht sind die Straßen leer, tagsüber – vor allem an den Wochenenden – sind kilometerlange Staus der nervtötende, ständige Begleiter der Reisenden.

Ferientabelle: Erster Berlin, letzter Bayern

Frühstarter in die Sommerferien waren dieses Jahr erneut die Berliner. Vom 19. Juni bis zum 2. August 2013 sind die Hauptstädter schulbefreit; wie in Brandenburg und den beiden Doppelnamen-Nordlichtern Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern müssen sie am 5. August 2013 wieder zur Schule.

Für die Hamburger geht der Ernst des Schullebens sogar schon am 1. August wieder los. Dann brechen die Bayern gerade erst auf in die großen Ferien (31.07.-11.09.2013). In den Genuss einer eigenen Reisewelle kommt naturgemäß auch Nordrhein-Westfalen. Das bevölkerungsreichste Bundesland sommerurlaubt offiziell ab Montag, 22. Juli. Am 4. September geht die Schule wieder los. Schlauerweise ein Mittwoch, das entzerrt den Rückreiseverkehr.

Italien hat am längsten frei

Für Transitgedränge auf den bundesdeutschen Autobahnen (BAB) sorgt naturgemäß halb Europa. Deutschland bleibt das Haupt(durch)reiseland der EU. Zu den ersten Teilnehmern am BAB-Gedränge gehören traditionell die Dänen. Ihr Ferienbeginn fällt immer auf den letzten Sonnabend im Juni. Zeitgleich macht sich die erste Urlaubswelle der Holländer auf den Weg, mit und ohne Wohnwagen.

Wie die Niederlande in drei Urlaubszonen unterteilt, ist auch Frankreich. In den Sommer starten alle drei zeitgleich. Dieses Jahr fallen die „vacances d’été“ auf die Zeit vom 7. Juli bis 1. September; die ideale Zeit für einen Abstecher mit dem Auto ins dann vergleichsweise „verwaiste“ Paris.

Deutlich weniger bemerkbar machen sich die Schulferien auf den Straßen Roms. Strände haben die Hauptstädter quasi vor der Tür. Fahrzeit: gut eine Stunde. Die Sommerferien (Italien: 9. Juni bis 31. August) lassen sich also wunderbar zum Pendeln und Kurzurlauben nutzen.

Vor dem Start: Lage-Check im Internet

Wie es vor der eigenen Haustür aussieht, verraten einem unter anderen die Gelben Engel auf der ADAC-Webseite. Unter dem Navigationspunkt Aktuelle Verkehrslage lässt sich per Umkreissuche die Verkehrslage in der näheren Umgebung (oder wo auch immer) abchecken.

Eine feine Entscheidungshilfe, ob man just losfährt. Oder lieber noch ein bisschen wartet. Weitere Reisetipps gibt es in der Bildergalerie.

Text: Ralf Bielefeldt