Brennstoffzellen-Pläne

Brennstoffzellen-Pläne

E-Mobilität mit der Brennstoffzelle

Die Brennstoffzellen-Entwicklung nimmt Fahrt auf. Daimler, Ford und Renault-Nissan haben sich zusammengetan, um serienreife Brennstoffzellen zu verwirklichen. Doch auch andere Hersteller sind nicht untätig.

5. Februar 2013

Seit der Strategie "Road to the Future" spielt die Brennstoffzelle eine wichtige Rolle in den Mercedes-Planungen für Elektromobilität. Der Ankündigung folgten Taten: Seit Ende 2010 fahren bereits die ersten B-Klasse-F-Cell- Fahrzeuge in Deutschland und Kalifornien.

Ursprünglich wollte Mercedes bereits 2014 mit der Serienproduktion von Brennstoffzellen beginnen. Doch dieser Plan ist nicht länger aktuell. Die Schwaben haben eine Kooperation mit Ford und Renault-Nissan geschlossen, um bis 2017 "wettbewerbsfähige", also bezahlbare Brennstoffzellen-Autos auf den Markt zu bringen.

 

 
 

Hyundai bringt den ix35 FCEV

Andere Hersteller wollen dem Trio zuvorkommen. Hyundai fährt noch dieses Jahr die Serienproduktion des Brennstoffzellen-SUVs Hyundai ix35 FCEV hoch. Bis 2015 sollen jährlich rund 10.000 Fahrzeuge vom Band laufen.

Im selben Jahr will auch Toyota mit einer Brennstoffzellen-Version des Prius auf den Markt kommen. Aus der laufenden Kooperation mit BMW soll bis 2020 ein Brennstoffzellen-Fahrzeug entstehen.

GM verlegt Brennstoffzellenentwicklung

Und was macht GM? Die Amerikaner haben schon vor vier Jahren einen Großversuch mit dem HydroGen4, einem Brennstoffzellen-Fahrzeug, initiiert - unter anderem in Berlin. Doch in letzter Zeit hörte man nicht mehr viel von den Amerikanern, außer dass die deutsche Brennstoffzellenentwicklung geschlossen und nach Amerika verlegt wird.

Volkswagen hält sich zurück

Ähnlich still ist Volkswagen, wenn es um die Brennstoffzelle geht. Dabei haben die Wolfsburger schon 2004 einen Brennstoffzellen-Touran vorgestellt und 2009 weitere Tests mit einem Touran und einem Audi Q5 durchgeführt. Doch weitere Maßnahmen in Richtung Serienreife sind bisher nicht bekannt.

Ausweg aus dem Dilemma

Die wären aber notwendig, denn die Brennstoffzelle böte einen Ausweg aus dem Reichweiten-Dilemma. Grundlegende Probleme wie die Lagerung des flüchtigen Wasserstoffs in CFK-Tanks sind gelöst.

Ein Haken ist allerdings noch das extrem grobmaschige Tankstellennetz. Deutschlandweit gibt es momentan nur 15 Nachfüllstationen. In drei Jahren sollen 35 weitere dazu kommen. Allerdings ist der energetische Aufwand, um den nötigen Wasserstoff herzustellen, ziemlich hoch.

Text: Press-Inform / Wolfgang Gomoll