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Tesla Supercharger

Ende der Reichweiten-Angst

Teslas Ladestation "Supercharger" versorgt die E- Limousine Model S mit Strom für 240-Extra-Kilometer - innerhalb von 30 Minuten.

17. Oktober 2012

Tesla-Chef Elon Musk präsentierte kein neues Auto, sondern eine Ladesäule, die Reichweitenängsten der E-Fahrer den Garaus machen soll. Der "Supercharger" - deutsch: Super-Lader und gleichzeitig eine Anspielung auf das englische Wort für Kompressoren - lädt die Limousine in 30 Minuten mit Strom für 240 zusätzliche Kilometer auf. Und zwar kostenlos.

Das geht, da der Supercharger mehr Strom produziert, als ein Model S braucht. Das Dach der Station besteht aus Solarzellen, die Ladestationen speisen sich aus der Sonnenenergie.

Zudem hängen sie noch am Stromnetz. Wenn keine Autos geladen werden, wird der Strom in das herkömmliche Netz eingespeist. Bei schlechtem Wetter wird das Auto dann aus dem Stromnetz geladen. Ganz ähnlich also wie bei häuslichen Solaranlagen.

 

 
 

Bis zu vier Autos

Jede Ladestation hat für vier Autos Kapazität - aber nur ersten beiden Ankömmlinge werden mit voller Kraft betankt.

Ein Geheimnis des schnellen Ladens: Der Supercharger operiert mit Gleichstrom, der direkt in die Akkus des Autos geleitet wird. Allerdings funktioniert die Station bislang nur mit dem Model S. Die Technik ist auch eng verwandt: Das Zehn-Kilowatt-Ladegerat, das baugleich auch in der Tesla-Limousine Verwendung findet, wird in der Säule eingesetzt. Allerdings in zwölffacher Ausfertigung.

Erscheinungstermin in Deutschland noch offen

Aber auch dabei gibt es Unterschiede: Während die beiden Top-Modelle, die eine Reichweite von 480 beziehungsweise 370 Kilometern haben, den Strom komplett umsonst zapfen dürfen, müssen Besitzer der Version mit dem "kleinen" 255-Kilometer-Akku ein spezielles Ladegerät kaufen. Kosten? Etwa 1.500 Euro.

Noch kommen nur die Amerikaner in den Genuss des freien E-Tankens. In einer ersten Welle werden sechs Ladestationen in Kalifornien aufgestellt. Der Tesla Model S wird ab nächstem Jahr in Deutschland angeboten, wann die Supercharger kommen sollen, ist noch nicht klar.

Text: Press-Inform / Wolfgang Gomoll