In Serie: Internet im Auto

Apps: Die kleinen Chauffeure

Das Zauberwort für mobiles Internet im Auto lautet wie im richtigen Leben "App" – wie Applikationen, die nützlichen Anwendungen für Smartphones

22. März 2011

Die elektronischen Helfer sind schon überall, wo es Smartphones gibt: Über die einschlägigen App-Stores im Internet sind Hunderttausende verfügbar, Ungezählte taugen speziell für Autofahrer. Fahrstil analysieren, Werkstatt, Tankstelle oder das eigene Auto finden („Take me to my car“), Fliehkräfte messen, Verbrauch optimieren, navigieren – das alles ist längst gratis oder für kleines Geld auf dem Download-Markt, und täglich gibt es neue abgedrehte Apps.

Eine sehr smarte hat BMW-Tochter Mini entwickeln lassen: Mini Connected heißt das auf Social Networks zugeschnittene Tool. Über die USB-Schnittstelle wird das iPhone mit dem großen Zentraldisplay im Mini verbunden, über den kleinen Bedienpenökel auf der Mittelkonsole navigiert der Mini-Pilot durchs Menü. RSS-Feeds und Statusmeldungen auf Facebook laufen automatisch ein. Bei aktivierter Sprachausgabe werden sie laut vorgelesen. Wer Musik bevorzugt, kann via Internetradio Sender aus aller Welt empfangen.

Im Notfall sofort griffbereit: Unfallhilfe-App fürs iPhone

Ein Assistent, den auch Fußgänger unterwegs immer bei sich tragen können: die Unfallhilfe-App. Unter anderem bietet auch Direct Line eine solche kostenlos Applikation fürs iPhone an. Sie ist schnell heruntergeladen (im App Store), verbraucht wenig Speicherplatz und hilft im Fall des Falles, das Richtige zu tun.

Das beginnt schon mit der korrekten Unfallmeldung an die Rettungskräfte: Im direkten Eindruck der Ereignisse sind viele Menschen nervös und vergessen wichtige Details, die später Zeit kosten und vielleicht schlimme Folgen haben können. Die App bietet hierfür unter dem Menüpunkt "Unfalldaten" eine Checkliste, die alle wichtigen Aspekte abfragt.

Apps erleichtern das Autofahrer-Leben

Ausgezeichnete Mobil-Qualitäten beweist auch die smart drive app for the iPhone, befand jüngst die Jury des jährlich verliehenen „mobile excellence awards“. In Kombination mit einem speziellen Halter („smart cradle for the iPhone“) mutiert das Apple-Handy im Smart Fortwo zum multimedialen Bordcomputer.

Telefonieren über Freisprechanlage, Zugriff auf Internetradio und seine eigene iTunes-Musiksammlung, dazu Navigation über extra große Tasten und Gimmicks wie ein Car Finder, der immer wieder den Weg zum geparkten Auto weist. 240 Euro plus Einbau verlangt Smart für seine mobile Kommandozentrale.

Überzeugten Mercedes-Fahrern bieten sich zwei Nachrüstoptionen an: der „InCar Hotspot“, ein übers hauseigene Niederlassungsnetz vertriebener WLAN-Router für den Einsatz in C-, CL-, E-, S-, GL-, GLK- und M-Klasse, sowie ein Besuch bei Veredler Brabus. Die Alles-eine-Frage-des-Preises-Truppe um Chef Bodo Buschmann baut bereits seit 1995 individuelle Internet-Lösungen in Fahrzeuge mit Stern ein. Bei rund 2.000 Euro geht der Datenspaß heutzutage los.

Text: Roland Wildberg