Car-Hifi: Rear Seat Entertainment

Car-Hifi: Rear Seat Entertainment

Wenn die Kinder Autofahren wollen

„Wann sind wir endlich da?“ – diese Frage kann Eltern kurz nach dem Urlaubsstart für an den Rand der Verzweiflung bringen. Helfen kann ein Rear Seat Entertainment-System, damit ist der Nachwuchs lange beschäftigt.

Gemeinhin gelten die vorderen Plätze eines Autos als die Begehrenswertesten. Man sieht gut, und komfortabel ist es meist auch. Dieses Gefühl hält jedoch nicht lange an, und vor allem Kinder lassen sich kaum länger mit „Teekesselchen“ oder „Ich sehe was, was du nicht siehst“ bei Laune halten.

Ein Rear Seat Entertainment-System kann da helfen. Es besteht meist aus zwei Monitoren, die am Dach oder an der Rückseite der Vordersitz-Kopfstützen angebracht sind. Um sie mit Inhalten zu versorgen, können DVD-Player, Laptops oder Spielekonsolen angeschlossen werden.

 

 
 

Ab Werk wird’s teuer

Das Beste daran: Um die vorne sitzenden Eltern nicht mit Geräuschen von wahlweise Benjamin Blümchen oder explodierenden Raumschiffen zu nerven, funktioniert das Ganze auch mit Kopfhörern. Der Nachteil: Diese Anlagen lassen sich Autohersteller teuer bezahlen. 1.500 Euro gelten hier als Untergrenze, einen Tausender mehr kann das schnell kosten.

Das Kreuzchen in der Aufpreisliste kann man sich jedoch sparen - und damit viel Geld.

Nachrüsten ist günstig

Anlagen aus zwei Monitoren und einem DVD-Player gibt es beim Zubehörhändler schon ab unter 200 Euro. Dabei ist jedoch ein wenig Bastelei erforderlich. Denn die Kabel verlaufen vom Zigarettenanzünder zum DVD-Player und von dort weiter zu den Monitoren. Das Ganze muss so montiert werden, dass es auch eine Vollbremsung übersteht. Der Einbau ist zwar nicht sonderlich schwierig, aber fummelig.

Die eleganteste Lösung der Monitormontage wird auf dem Nachrüstmarkt kaum angeboten, denn diese Montage ist aufwendig: Ausfahrbare Monitore, die in Ruheposition im Dach verschwinden. Das Ganze sieht dann ähnlich aus wie im Flugzeug, erfordert aber Arbeiten am Dachhimmel.

Fernsehen unterwegs

Nicht nur für Kinder interessant ist die Möglichkeit, über diese Monitore auch ganz normales TV zu empfangen. Dazu ist ein leistungsstarker Tuner nötig, der die DVBT-Signale empfängt, sowie wieder zwei Monitore. Das kommt etwas teurer als ein DVD-Player, denn diese Tuner sind hoch spezialisiert.

Vor drei Jahren noch war das TV-Ergebnis eher dürftig, denn es ist technisch aufwendig, DVBT-Signale in einem sich schnell bewegenden Objekt zu empfangen. Heute jedoch ist man mit rund 300 Euro dabei und qualitativ gut ausgerüstet. Allerdings: Das funktioniert natürlich nur in Gegenden, in denen das DVBT-Signal per se hochwertig ist. Leider ist das noch nicht in ganz Deutschland der Fall, so dass man unterwegs schon mal mit schlechter Bildqualität konfrontiert wird.

Natürlich lassen sich über die Monitore auch alle anderen Arten von Signalen empfangen. So ist der Anschluss von Spielekonsolen oder Laptops möglich, auch iPods in Kombination mit Kopfhörern gönnen den Eltern noch etwas Ruhe. So bleibt nur, die Fahrt nicht allzu kurz ausfallen zu lassen – sonst bekommen Sie die Kids nicht mehr aus dem Auto heraus. Die Koordination von Fahrtdauer und Spielfilmlänge ist dann ganz neue Herausforderung für Eltern…

Text: SH | Bildmaterial: Porsche