Dieselpartikelfilter reinigen

Partikelfilter reinigen

Saubere Sache

Wenn sich nach 150.000 Kilometern auf dem Tacho plötzlich die Signallampe für den Partikelfilter meldet, kann das ganz schön ins Geld gehen. Muss es aber nicht.

7. Februar 2014

Rund fünf Millionen Dieselautos in Deutschland filtern die Rußpartikel in ihren Abgasen mit entsprechenden Filtern heraus. Doch die halten nicht ewig: Moderne Partikelfilter schaffen das je nach Fahrzeug und Fahrweise für zwischen 100.000 und 180.000 Kilometer. Dann sind sie vollgepackt mit Asche und Ruß.

Die Filter bestehen aus einer wabenartigen Keramikstruktur, die mit Edelmetallen wie Platin beschichtet ist. Doch nach und nach setzen die Filter zu und beharrlich flackert die Warnlampe im Armaturenbrett. Mitunter bleibt das Auto dank einer eingebauten Sicherungsfunktion ganz stehen.

 

 
 

Kompletter Ersatz

Die meisten Hersteller und Werkstätten bieten dann nur den kompletten Ersatz des Partikelfilters an - samt Aus- und Einbau. Je nach Modell können schnell 1.000 bis 4.500 Euro fällig werden.

Doch Neuteile sind nicht unbedingt nötig: Oft auch können die alten Partikelfilter gereinigt und neu verwendet werden. Doch nicht alle Reinigungsverfahren sind empfehlenswert.

Gleiche Leistung

Eine Methode besteht darin, die Filter in Öfen freizubrennen. Dabei werden sie langsam auf rund 600 Grad Celsius erhitzt und ebenso langsam wieder abgekühlt. Mit Druckluft und Trockenschnee werden Ruß und Asche entfernt. Nach der Prozedur erreicht der gereinigte Filter nahezu die gleiche Leistung wie ein frischer.

Der Nachteil: Die Prozedur geht über bis zu fünf Tage, da sie mehrfach wiederholt werden muss. Die Kosten liegen etwa bei der Hälfte eines neuen Filters.

Chemische Reinigung

Eine Alternative dazu ist die "chemische Reinigung" von gebrauchten Rußfiltern. Dabei wird die Wabe mit einer Lösung durchspült. Das wäscht vor allem den Ruß im Filter aus, hilft aber nur wenig gegen die Asche. Mitunter wird im Paket auch angeboten, den Filter zusätzlich per Dampfstrahler zu reinigen - was allerdings immer wieder mal die Wabenstruktur beschädigen kann.

Auch für diese Methode muss der Filter eingeschickt werden - Gesamtdauer: drei bis fünf Tage. Die Reinigungsrate liegt bei etwa 95 bis 98 Prozent. Die Kosten betragen ab ca. 350 Euro.

Text: Press-Inform / Jürgen Wolff | Bildmaterial: press-inform