Neue Innenraumkonzepte

Neue Innenraumkonzepte

Angepasstes Ambiente

Nach der Karosserie wird nun beim Innenraum der Diätplan durchgezogen. Dabei rücken auch die Sitze und das Armaturenbrett in den Fokus.

26. September 2013

Schöner wohnen ist auch beim Autofahren wichtig. Das angenehme Ambiente soll jetzt auch mit Leichtbau einhergehen.

Wie sich der französische Zulieferer Faurecia das Interieur der Zukunft vorstellt, zeigt die Studie Performance 2.0. Statt das Trägermaterial üblicherweise mit Stoff zu beziehen, wird aus beiden Komponenten ein Bauteil. Das bedeutet natürlich weniger Kosten und eine Gewichtsreduktion. "Zudem strahlen die vewendeten Naturfasern eine ganz neue Ästhetik aus", erklärt Mathias Uhlig, Leiter des Advanced Design Interieur bei den Franzosen.

Die Stoffe im Inneren der Tür fühlen sich gut an. Ein Unterschied zu der herkömmlichen Bauweise ist nicht zu ertasten.

 

 
 

Hintergrundbeleuchtung

Die Optik erhält durch eine Hintergrundbeleuchtung noch ein besonderes Aussehen und Ästhetik. Die Illumination wird durch LEDs und einen gekrümmten Schirm erreicht.

Ein weiterer Fortschritt ist die flache Instrumententafel mit zwei beweglichen Bildschirmen. Auch hier spielen Naturwerkstoffe eine große Rolle: Neben Ligneos (einem Echtholzmaterial) kommt auch Kork zum Beispiel bei der Auskleidung des Handschuhfachs zum Einsatz.

Elektrische Pumpe zum Verstellen von Autositzen

Faurecia hat ebenfalls Neuigkeiten bei Verstelltechnik von Autositzen in petto. Eine elektrische Pumpe, die für die Verstellung von Höhe und Sitzposition zuständig ist, wiegt rund 25 Prozent weniger als der traditionelle Hubantrieb. Auch die Sitzschienen des französischen Zulieferers sind um etwa ein Kilogramm leichter als bisher.

Bei beiden Lösungen bleibt der Komfort nicht auf der Strecke, verstellbare Wangen sind genauso im Angebot wie eine Massagefunktion. Die optimale Sitzposition wird sogar per Sensor oder durch die Smartphone-Kamera ermittelt.

Beim Audi A8 könnte die Feinjustierung dann per MMI-Menü und Drehknopf stattfinden.

Leicht und günstig

BMW setzt viel Hoffnung auf den BMW i3. Für das Bayern-E-Mobil hat der fränkische Zulieferer Brose einen neuen, um 25 Prozent leichteren Vordersitz ersonnen.

Die prinzipielle Vorgehensweise ist dabei nicht anders als bei der Gewichtsreduktion an anderen Autoteilen. Es geht um eine Kombination aus verschiedenen Leichtbau-Materialien - also hoch- und höchstfeste Stähle, Verbundstoffe und neue effiziente, leichtere Motoren, die zur Sitzverstellung verwendet werden.

So sind bei dem neuen Gestühl die Elemente der elektrischen Sitzlehnenverstellung nicht mehr aus Metall sondern aus Kunststoff. Das Resultat ist ein Gewicht von nur mehr 300 Gramm - das ist die Hälfte, von dem, was die Bauteile bei einem herkömmlichen Gestühl wiegen. Das Beste daran: Die Kosten sind auch um ein Fünftel geringer.

Flexible Technik

Aber auch am Gestell wird Hand angelegt. Die Wandstärke des Seitenteils der Sitzstruktur beträgt dank des Einsatzes von hochfesten Stählen nur noch 1,3 Millimeter und ist damit 0,9 Millimeter dünner als zuvor. Damit wiegt dieses Bauteil nur noch 15 Kilogramm. Das sind rund 30 Kilogramm weniger als zuvor.

Die Technik des Sitzes ist so flexibel, dass verschiedene Varianten des Gestühls bei unterschiedlichen Fahrzeugmodellen eingesetzt werden können. Die Basisvariante ist ein Sitz mit teil-elektrischer Verstellung, bei dem nur der Abstand zu den Pedalen per Hand justiert werden muss.

Text: Press-Inform / Wolfgang Gomoll | Bildmaterial: Hersteller