Neuvorstellung Citroën C4 Cactus

Neuvorstellung Citroën C4 Cactus

Einfach stachelig

Mit dem pfiffigen C4 Cactus will Citroën nach den DS-Modellen die zweite Modellreihe neu erfinden.

13. Februar 2014

"Weniger Stress" ist die Devise bei Citroën. Mit dem C4 Cactus wollen die Franzosen einen Kontrapunkt zu ihrer erfolgreichen DS-Modellreihe zu setzen: 4,16 Meter lang, 1,73 Meter breit und gerade mal 1,48 Meter hoch. Mit einem Kofferraum, der 358 Liter fasst.

Vorne erinnert er mit den schmalen Schlitzen für das LED-Tagfahrlicht und der nach hinten abfallenden glatten Seitenlinie ein bisschen an den Land Rover Evoque. Nur wer genauer hinsieht, entdeckt, dass die Scheinwerfer in den vorderen Airbumps versteckt sind. Die fließenden Konturen, so Citroën, "vermeiden jede Form von Aggressivität".

 

 
 

Weniger als eine Tonne Gewicht

Ein langer Radstand von 2,60 Metern sorgt für erstaunlich viel Platz innen. Dazu hilft, dass Citroën so ziemlich alles rausgeworfen hat, was sonst für dicke Seitenverkleidungen und Gewicht sorgt.

Die Heckfenster etwa sind nur ausstellbar - das spart die Elektrik. Der Airbag für den Beifahrer ist im Dachhimmel statt wie üblich im Armaturenbrett untergebracht und breitet sich im Notfall an der Windschutzscheibe entlang aus - das sorgt für mehr Platz für den Beifahrer.

Rund 200 Kilogramm Gewicht haben die Ingenieure im Vergleich zu einem herkömmlichen Modell eingespart - und so das Gewicht unter eine Tonne gedrückt.

Viel von der Studie

Erstaunlich viele Ideen aus der Cactus-Studie der IAA sind in die Serie hinüber gerettet. Dazu gehören außen etwa die Airbumps: Flächen aus gut gepolstertem Thermo Plastic Urethan und mit Luftkapseln an den Flanken und Schürzen. Sie machen die Karosserie unempfindlicher gegen Rempler. Es gibt sie in verschiedenen Farben.

Auch innen wurde vieles aufgegriffen. In den Versionen mit Halbautomatik etwa sind vorne breite Sitze eingebaut, die an ein Sofa erinnern.

Die meisten Tasten sind digital in einem 7-Zoll-Touchscreen, das alle Funktionen in sich vereint: Klimaanlage, Navi, Media, Fahrzeugeinstellungen, Telefon, Internetdienste und Fahrhilfen. Ein digitaler Bildschirm vor dem Fahrer ersetzt zudem das Kombiinstrument.

An Assistenzsystemen soll der C4 Cactus "nur das Nötigste" haben, meist gegen Aufpreis.

Cactus zum Kampfpreis

Alle Motoren werden die Norm Euro 6 erfüllen, mindestens ein aktueller Dreizylinder ist darunter und die Diesel haben alle ein Start-Stopp-System. Im Programm werden ein Benzinmotor mit einem CO2-Ausstoß unter 100 g/km und ein Diesel mit nur 82 g/km sein.

Der Basispreis für den Kompaktvan wird "deutlich unter 15.000 Euro" liegen, heißt es bei Citroën.

Text: Press-Inform / Jürgen Wolff | Bildmaterial: Citroën