Neuvorstellung BMW 2er Active Tourer

Neuvorstellung BMW 2er Active Tourer

Neuland

Einen Van hat es bei BMW bisher nicht gegeben. Mit dem 2er Active Tourer wollen die Münchener jetzt das Segment der Familientourer erobern.

18. Februar 2014

Autofahrer werden immer älter. Um auch in Zukunft gewinnbringend agieren zu können, müssen neue Segmente erschlossen werden. Dieser Entwicklung kann sich auch BMW nicht verschließen. Also stieß der Münchener Autobauer vor fünf Jahren die Entwicklung eines Kompaktvans an. Mit dem 2er Active Tourer betreten die Bayern Neuland.

 

 
 

Zwei Ausstattungslinien

Bei den Ausstattungslinien haben die Käufer die Wahl zwischen einer Luxury- und einer Sport-Linie, bei der die Sportsitze serienmäßig sind. Wem das noch nicht genug ist, der bekommt gegen Ende des Jahres noch das M-Paket mit strafferem Fahrwerk serviert.

Äußerlich reiht sich der 4,34 Meter lange B- Klasse-Konkurrent nahtlos in die Modellpalette der Münchener ein. Die Front mit der typischen Niere und den verchromten Lufteinlässen sieht schnittig aus. Ebenso das Heck, das in der Luxury-Version eine Chromleiste ziert.

Ringen um Wertigkeit

Die Sitzposition ist zehn Zentimeter höher als beim 1er-BMW. Dem Interieur ist das Ringen der Münchener um Wertigkeit deutlich anzumerken: Das Lenkrad liegt gut in der Hand, dazu verbreiten Klavierlack und feines Leder Wohlfühlatmosphäre.

Das Head-Up-Display wird nicht wie sonst bei BMW auf die Windschutzscheibe sondern wie zum Beispiel bei Peugeot auf ein ausklappbares Display projiziert. Grund ist die schräge Windschutzscheibe, die eine technische Umsetzung des etablierten Systems schwer gemacht hätte - und natürlich die Kosten.

Niedrige Ladekante

Das Gepäckabteil hat ein Volumen von 468 bis 1.510 Liter. Auch wenn der Münchener Autobauer Neuland betritt, haben Sie ihre Variabilitätshausaufgaben gut gemacht: Van-Pflichtübungen wie doppelter Ladeboden, niedrige Ladekante, verschiebbare Rückbank, umklappbarer Beifahrersitz und eine weit aufschwingende Heckklappe sind kein Thema.

Darüber hinaus gibt es praktische Extras. Ein nach oben klappendes Gurtschloss in der Rückbank erleichtert das Befestigen des Kindersitzes. Außerdem bietet BMW noch einen maßgeschneiderten Fahrradträger an, der Platz für bis zu drei Drahtesel bietet. Wenn es mit dem Active Tourer vollbesetzt auf eine Reise geht, wären vier besser.

Kämpfe zwischen Technikern und Designern

Bei den Ablagen gab es einige Kämpfe zwischen Technikern und Designern. "Ich bin immer wieder mit einer 1,5-Liter-PET-Flasche zu den Interieur-Designern gegangen und habe ihnen gesagt, dass sie die unterbringen müssen", gibt der Leiter des Produktmanagements "untere Modellreihe", Dr. Frank Niederländer, als Einblick in die tägliche Entwicklungsarbeit.

Die Beharrlichkeit hat sich ausgezahlt: Die geforderten Plastikbehälter passen in alle vier Türablagen. Unterm Strich summiert sich das Fassungsvermögen im Innenraum auf über 35 Liter.

Kein Schnäppchen

Ein Schnäppchen ist der Active Tourer mit einem Einstiegspreis von rund 27.000 Euro nicht. Zur Markteinführung, die Ende September, Anfang Oktober über die Bühne gehen wird, stehen ein Dreizylinder-Benziner mit 136 PS (218i), ein Vierzylinder Benziner mit 231 PS (225i) sowie ein Vierzylinder-Diesel mit 150 PS (218d) zur Auswahl. Alle Aggregate sind Neuentwicklungen.

Später im Herbst kommen noch ein Dreizylinder-Diesel (216d), ein Vierzylinder-Selbstzünder (220d) und ein Vierzylinder- Benziner (220i). Für die Top-Versionen ist auch ein Allradantrieb vorgesehen. Im nächsten Jahr wird ein Plug-in-Hybrid folgen.

Text: Press-Inform / Wolfgang Gomoll | Bildmaterial: Hersteller