Neuvorstellung Camaro Z/28

Neuvorstellung Chevrolet Camaro Z/28

Der Über-Camaro

Mit dem Camaro Z/28 verordnet Chevrolet dem Sportler eine radikale Diät und lässt eine Ikone wiederauferstehen.

4. April 2013

Ein Auto, dass auf der Geraden und in Kurven schnell sein soll, muss möglichst wenig wiegen. Diese nicht unbedingt neue Weisheit hat Camaro beim Z/28 beherzigt. Der neue Über-Camaro ist um 136 Kilogramm leichter als das PS-Monster ZL1.

Um diesen Gewichtsverlust zu erreichen, blieb kein Stein auf dem anderen: Das fängt beim Dämm-Material an, geht bei den nicht vorhandenen Teppichen im Kofferraum weiter und hört bei dünneren Scheiben auf.

Das Ergebnis gibt den Technikern recht: Der Z/28 war bei ersten Tests auf der Rennstrecke drei Sekunden schneller als der Camaro ZL1.

 

 
 

1967 für Rennserie gebaut

Alles andere wäre für amerikanische Sportwagen-Fans auch nicht akzeptabel gewesen. Denn das Kürzel Z/28 ist für sie, was die Ziffer 911 hierzulande ist. Die erste Version der amerikanischen Sportwagen-Ikone brachte Chevrolet 1967 auf den Markt, um in der amerikanischen Trans-Am 2-Rennserie um Siege zu fahren.

Motor aus der Corvette Z06

Das soll der Nachfolger nicht, aber der Motor ist zumindest dementsprechend ausgelegt. Der LS7 genannte V8-Motor stammt aus der Corvette Z06, hat 507 PS und ein maximales Drehmoment von 637 Newtonmeter. Der rote Drehzahlbereich beginnt bei 7.000 U/min.

Dank der kräftig zupackenden Brembo-Carbon-Keramik-Bremsen verzögert der Camaro Z/28 mit 1,5 g.

Schnell in der Kurve

Damit diese Kraft auch in Vorwärts- und Kurvengeschwindigkeit umgewandelt wird, wurde das Fahrwerk in 200 Punkten verändert.

Zum Beispiel ist der Camaro Z/28 mit sogenannten "Spool-Valve-Dämpfern" ausgestattet. Diese Dämpfer reagieren abhängig von der Geschwindigkeit und können vierfach eingestellt werden.

Dazu kommen größere Stabilisatoren, härtere Federn, steifere Fahrwerkslager und mehr. So ist in Kurven eine Querbeschleunigung von bis zu 1,05 g möglich.

Das Sperrdifferential an der Hinterachse arbeitet mit dem "Chevrolet Track Performance-System" zusammen, das dem Fahrer erlaubt, das Eingreifen der Elektronik dem eigenen Gusto anzupassen.

Spezielle Aerodynamik

Die Aerodynamik ist auf Effizienz getrimmt, soll Abtrieb generieren und das Fahrzeug auch bei hohen Geschwindigkeiten stabil halten. Die Flügel an der Front werden durch einen glatten Unterboden ergänzt, der mit einem Diffusor endet.

Außerdem sorgen Radlaufverkleidungen, speziell geformte Seitenschweller und ein großer Heckspoiler für Abtrieb.

Brachialer Auftritt

Das Interieur ist ähnlich puristisch und auf Sportlichkeit ausgerichtet. Eine Klimaanlage wird nur auf Wunsch eingebaut. Die beiden Recaro-Sitze müssen von Hand verstellt werden und bei den Rücksitzen sparte man an Dämmmaterial. Eine Durchreiche zum Kofferraum fehlt ganz.

Optisch ist der Camaro Z/28 insgesamt also alles andere als zurückhaltend. Kein Wunder bei den großen Lufteinlässen bei der Frontschürze und der auffälligen Hutze auf der Motorhaube. Die ist tatsächlich funktionstüchtig.

Europa noch nicht sicher

Im Frühjahr 2014 kommt er in Amerika auf den Markt. Wann und ob der Über-Camaro nach Europa kommt, steht noch in den Sternen.

Text: Press-Inform / Wolfgang Gomoll