Cabrio-Neuheiten 2013

Cabrio-Neuheiten 2013

Der Sommer kann kommen

Die Open-Air-Saison 2013 wird ein Knaller – zumindest automobil. Hier die spannendsten Cabrio-Neuheiten des Jahres.

28. März 2013

In München können sie den Wetterumschwung kaum erwarten: Die bayrische Hauptstadt ist Deutschlands Cabrio-Metropole Nummer eins, ergibt eine Analyse des Vergleichsportals transparo. 4,6 Prozent aller Kfz-Zulassungen dort seien offene Autos. Auf Platz Zwei folgt demnach Köln mit 4,5 Prozent – vor der Hansestadt Hamburg mit 3,6 Prozent.

150.000 Versicherungswechsel wurden für das Cabrio-Ranking stichprobenartig ausgewertet. Heruntergebrochen auf Länderebene hat Hamburg die Nase vorn – vor dem Saarland und Rheinland-Pfalz. Abgeschlagen auf dem letzten Platz: der Freistaat Sachsen. Schlusslicht im Großstadt-Ranking ist Berlin mit 2,1 Prozent.

Pünktlich zum offiziellen Frühjahrsanfang Ende März klappen aber auch dort in den Autohäusern die Verdecke der Open-Air-Neuheiten herunter. Und offenbaren einen Trend: Vor allem die Fans schneller Cabrios kommen dieses Jahr auf ihre Kosten.

 

 
 

Champions League der Cabrios

Bei BMW lockt der bis zu 340 PS starke neue Z4, Mercedes bereitet sich auf die Einführung des neuen E-Klasse Cabrios vor; als E 500 leistet es 408 PS. Bei Bentley fragen sicher die ersten Profifußballer an, wann sie denn ihre Antrittsprämie für die Champions League der Cabrios entrichten dürfen: Der neue offene Continental GT Speed läuft als schnellstes viersitziges Cabrio der Welt auf.

325 km/h Spitze, von null auf 100 km/h in läppischen 4,4 Sekunden – da schlagen Männerherzen höher. Wie bei der offenen Corvette Stingray, die allerdings bis Ende des Jahres auf sich warten lässt. Unter der kilometerlangen Haube werkelt wie im Coupé das neue 465 PS starke 6,2-Liter-V8-Triebwerk mit bis zu 610 Nm. Auf Tempo 100 geht es in rund vier Sekunden.

Das Dach der US-Ikone öffnet und schließt bis Tempo 50. Damit befindet es sich in bester Gesellschaft: Auch das neue Audi RS 5 Cabriolet bringt dieses Kunststück fertig, ebenso das frisch eingetroffene VW Beetle Cabrio und der Opel Cascada.

Auf und zu klappt bis Tempo 50

Auf dem Mittelklasse-Cabrio mit dem Popband-Namen ruhen die Hoffnungen der ewig angeschlagenen GM-Tochter. Ab April 2013 bekommen ihn die Händler – und werden ihn mit Blick auf die Unternehmenslage hoffentlich reißend los. Mit immerhin 4,70 Meter Länge strebt der Viersitzer nach Höherem.

Gegen Aufpreis gibt es für den schnieken Cascada ein Premium-Stoffverdeck mit höherer Akustikdämmung. Wie das normale Verdeck ist es per Fahrzeugschlüssel bedienbar. Die Preise starten bei 29.545 Euro für den 1.4 Turbo mit 120 PS. Das Ende der Fahnenstange markiert das Opel Cascada Innovation Cabriolet 2.0 BiTurbo CDTI mit 195 PS für 36.155 Euro.

Volkswagen feiert den Sommer 2013 mit dem VW Golf R Cabrio. 265 PS hauchen die Wolfsburger dem 2.0-Liter-Vierzylinder mittels Turbo und allerlei Technik-Anabolika ein. Das reicht, um den offenen Golf-Obermacker in 6,4 Sekunden durch die 100-km/h-Marke zu scheuchen und auf bis zu 250 km/h zu treiben.

Trotz der Kraftmeierei soll sich das VW Golf R Cabriolet laut Datenblatt mit einem Verbrauch von durchschnittlich 8,2 Liter auf 100 Kilometer begnügen, dem serienmäßigen Sechs-Gang-Doppelkupplungsgetriebe (DSG) sei Dank. 43.325 Euro ruft Volkswagen für das VW Golf R Cabrio auf; eine stolze Summe.

Der Cabrio-Hit des Jahres kommt aus England

Spitzensport gibt es leider nicht umsonst, das zeigt auch die wohl spannendste Cabrio-Neuheit des Jahres 2013. Der zum Niederknien schöne F-Type dürfte Jaguar wieder zur Kultmarke machen. Drei Motorisierungen mit 8-Gang-Automatik haben die Briten in petto für den verheißungsvollen Roadster mit dezenter Reminiszenz an den E-Type.

Die Einstiegsversion hat einen 3.0-l-V6 mit 340 PS unter der Haube. In 5,3 Sekunden geht es auf Tempo 100, Spitze 260 km/h. Zweiter Sechszylinder ist der F-Type S mit 380 PS. Tempo 100 liegt hier nach 4,9 Sekunden an, die Höchstgeschwindigkeit steigt auf 275 km/h.

Topmodell ist der F-Type V8 S mit mächtigen 495 PS, 625 Nm und Vmax 300 km/h. 4,3 Sekunden gibt Jaguar für den Sprint auf 100 km/h an. Im Innenraum geht es britisch-sportlich zu, bevorzugt verarbeitetes Material ist Leder, was sonst.

Die Preise starten bei 73.400 Euro für den „kleinen“ F-Type beziehungsweise 84.900 Euro für den F-Type S. Der Fünfliter-Achtzylinder spielt preislich eine Liga höher: Ab 99.900 Euro lautet die unverbindliche Preisempfehlung von Jaguar. „Nicht sechsstellig“, immerhin.

Mehr über die spannendsten Cabrio-Neuheiten 2013 in der Bildergalerie.

Text: Ralf Bielefeldt