Im Winter sicher fahren

Ohne Schleudern durch den Winter

Der Winter kommt und stellt jeden Autofahrer vor die Herausforderung auch bei Eis und Schnee sicher zu fahren. Da hilft nur eines: Fahrzeuge müssen winterfit sein. mobile.de gibt die wichtigsten Tipps:

Verfolgen Sie am Vorabend den Wetterbericht. Bei Schnee und Eis ist mit Verkehrsbehinderungen und Staus zu rechnen. Starten Sie entsprechend früher oder steigen Sie auf öffentliche Verkehrsmittel um.

Vor jeder Winterfahrt

Befreien Sie alle Scheiben von Eis und Schnee – für eine klare Sicht. Verschmutzte Scheiben führen zu Streulicht. Und wer nur ein Guckloch frei kratzt riskiert ein Bußgeld in Höhe von 10 € und kann eine Mitschuld an einem Unfall bekommen

Befreien Sie das gesamte Auto vom Schnee und Eis – auch Dach und Motorhaube. Das gilt auch für Radkästen, denn sonst könnte die Lenkfähigkeit beeinträchtigt werden

Säuberung der Fahrzeugbeleuchtung

Bremstest

Bei Eis und Schnee verändert sich das Bremsverhalten. Mit einem vorsichtigen Bremstest gewinnen Sie ein realistisches Gefühl für die Beschaffenheit der Fahrbahn.

Vermeiden Sie Schleichwege

Weichen Sie nicht auf ruhigere Nebenstraßen aus. Diese sind oft kaum oder gar nicht gestreut bzw. nicht geräumt.

Erhöhen Sie den üblichen Sicherheitsabstand

Halten Sie einen extra großen Sicherheitsabstand ein. Bremsen Sie nicht erst direkt vor der Kreuzung. Hier ist es oftmals besonders glatt. Übrigens: auf Schnee ist der Bremsweg – abhängig von der Bereifung – 2-3 mal so lang wie auf trockener Fahrbahn. Auf Eis sogar 8 mal so lang.

Besonders tückische Situationen

  • Auf Brücken kann es besonders gefährlich werden, weil sie im Winter von oben und unten „gekühlt“ werden. Gefährlich kann es auch in Senken, im Wald und an Flussläufen werden. Auch Nebel kann sich an kalten Tagen als Eis niederschlagen und Straßen in gefährliche Rutschbahnen verwandeln.
  • In Spurrillen kann sich Wasser ansammeln und gefrieren. Dadurch entstehen Eisbuckel, auf denen die Räder kaum haften. Sicherer fahren Sie außerhalb der Spurrillen.
  • Vermeiden Sie ruckartige Lenkbewegungen und betätigen Sie das Bremspedal äußerst vorsichtig. Fahren Sie einen Berg hinunter, dann bremsen Sie möglichst nur mit dem Motor.

Räumfahrzeuge haben Vorfahrt

Überholen Sie Räumfahrzeuge nicht. Denn dann begeben Sie sich auf ungeräumte Fahrbahnabschnitte. Schon gewusst? Im Einsatz befindliche Räumfahrzeuge haben lt. StVO Vorfahrt.

Blitzeis – Was nun?

Blitzeis bildet sich immer dann, wenn überfrierender Regen auf den gefrorenen Boden fällt. Bei Blitzeis helfen auch keine Winterreifen oder Schneeketten mehr und technische Hilfsmittel wie ABS, ESP stoßen an ihre Grenzen. Hier gibt es nur einen Rat. Das Auto stehen lassen bzw. abstellen. Oftmals dauert der Spuk nur wenige Stunden. Wer trotzdem fahren muss, sollte ganz behutsam, vorausschauend und extrem langsam fahren. Übrigens: in der Regel zahlen Versicherungen die Schäden, die durch Blitzeis verursacht werden – auch wenn man mit Sommerreifen unterwegs ist.

Lernen Sie Ihre eigenen Grenzen kennen!

Eine gute Möglichkeit, seine fahrerischen Fähigkeiten auch im Winter zu erhöhen, ist ein Fahrsicherheitstraining. Diese werden von Automobilclubs und Autoherstellern angeboten. Bei einem solchen Training lernen Sie Ihre eigenen Grenzen kennen, testen das Fahrzeugverhalten in Extremsituationen und machen sich mit Sicherheitshilfen, wie ABS oder ESP, vertraut.