75 Jahre Jeep auf der NAIAS 2016

Jubiläum auf der NAIAS Detroit 2016

Der Offroad-Opa geht in Rente

Die Marke Jeep wird 75 Jahre alt und präsentiert in Detroit eine ganze Sondereditions-Palette. Aus dem einstigen Militärfahrzeug ist längst ein ziviler Großstädter geworden

 
 
21. Januar 2016

Was hat die Marke Jeep nicht schon für Stationen hinter sich. Beginnt ihre Geschichte vor 75 Jahren bei Willys-Overland, folgen Übernahmen von Kaiser Motors, American Motors Corporation, Chrysler, DaimlerChrysler und letzten Endes Fiat Chrysler Automobiles.

Das Resultat aus der aktuellen Unternehmensliebschaft ist deutlich am jüngsten Mitglied der stark angewachsenen Modellpalette zu sehen: Der Jeep Renegade ist der erste Jeep, der nicht aus den USA kommt, sondern nach einer ersten Produktionsphase im italienischen Melfi nun im brasilianischen Goiana vom Band läuft.

An der Beliebtheit der Marke änderte dies bisher nichts. Mit Ausnahmen wie dem Compass, Comanche oder Patriot kommt die mittlerweile auch über größere und bequemere Geländewagen wie dem Cherokee oder der Grand Cherokee verfügende Palette gut an.

Ein Jeep schmückt die Persönlichkeit

Warum dieses Jahr besonders wichtig ist für Jeep, zeigt sich dieser Tage in Detroit auf der North American International Auto Show. Es wird sich nun zeigen müssen, ob der vor wenigen Jahrengestartete Expansionsplan Früchte tragen kann und auch wird. Zumindest eines lässt sich schon jetzt feststellen: Das Jahr 2015 wurde mit dem besten Verkaufsmonat der Geschichte der Marke abgeschlossen. 127.879 Fahrzeuge konnten verkauft werden. Insgesamt wurden im vergangenen Jahr 1.237.583 Fahrzeuge an den Kunden gebracht.

Mit 865.028 verkauften Einheiten bleiben die USA der mit Abstand wichtigste Markt für Jeep. Wesentlich dazu beigetragen haben die drei Modelle Wrangler und Wrangler Unlimited, Cherokee und Grand Cherokee. „Jeep Fahrzeuge haben seit ihrem Produktionsbeginn in 1941 das authentische SUV definiert und die Messlatte für Geländefähigkeit gesetzt“, sagt Mike Manley, CEO der Marke Jeep bei FCA.

Mehr noch: Jeep ist ein Symbol, das mehr als viele andere Autos genutzt wird, um die Persönlichkeit zu modellieren. „Ich glaube, es ist wichtig für uns, dass wir unserer Geschichte eine große Aufmerksamkeit schenken. Auf der einen Seite steht zwar der Transport, auf der anderen jedoch der Spaßfaktor - unabhängig vom Jeep-Model. Wenn Du einen Jeep hast, zeigt es genau, wer Du bist“, schwärmt er weiter.

Sonderedition zum 75. Jubiläum

Ein Grund mehr, das 75. Firmenjubiläum Jeeps mit einer groß angelegten Sonderedition zu feiern. Und wo, wenn nicht im verschneiten Detroit, wäre die Weltpremiere angemessener? Das Besondere der 75th Anniversary Special Edition ist die Tatsache, dass jede Modellreihe um diese Sonderedition bereichert wird.

So stehen genau genommen sieben Fahrzeuge zur Auswahl: Patriot, Compass, Renegade, Cherokee, Grand Cherokee, Wrangler und Wrangler Unlimited. Zu erkennen sind sie vor allem an der 75th Anniversary Plakette, einer Jubiläums-Prägung in den Sitzen sowie einem speziellen und exklusiven Grünton und matt bronzefarbenen Rädern in den Formaten 17 und 18 Zoll.

Lediglich der Grand Cherokee fährt auf bis zu 20 Zoll großen Rädern vor. Wem der Grünton des Stahlkleids nicht passt, kann sich aber auch weiterhin aus der gesamten Farbpalette bedienen.

Stählerne Stoßfänger und zwei Schlepphaken

Das Modell, welches dem Ur-Jeep, sprich dem 1941 erstmals produzierten Willys Jeep am nächsten kommt, ist ganz offensichtlich der Wrangler. Die einstigen 60 PS sind zwar längst von bis zu 284 PS abgelöst worden, doch kommt der pure Offroadfan mit einem Wrangler dem 1945er-Civilian Jeep-2A zumindest rein gefühlsmäßig noch sehr nahe.

Im Vergleich zu seinen luxuriös ausgestatteten Brüdern wirkt er noch regelrecht puristisch. Die an Campingstühle erinnernden Sitze sind selbstverständlich auch im Laufe der Zeit gewichen. Doch lassen sich durch das Öffnen des Verdecks und das Versenken der Fenster Willys-ähnliche Zustände realisieren. Die Sonderedition wartet jedoch mit zahlreichen Feinheiten auf, die zwar nicht so recht in den Otto-Normal-Alltag passen wollen, aber immerhin zum Hingucker gereichen.

Dazu gehören unter anderem Stahl-Stoßfänger vorn und hinten sowie ein Schlepphaken vorn und hinten in in Mattglanz-Bronze. Ob ein Beifahrer auf seinem Haltegriff die 75th Anniversary Prägung wahrnimmt, steht auf einem anderen Blatt. Der Verkauf der 75th Anniversary Modelle beginnt nach dem ersten Quartal 2016. Der günstigste Jubilar ist mit 22.475 US-Dollar der Patriot.

Mehr über die Höhepunkte der NAIAS 2016 in der Bildergalerie.

Text: Press-Inform / Marcel Sommer
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

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