Die wichtigste Herbstmesse

Autosalon Paris 2014

Die Studien von Paris

Studien sind das Salz jeder Automesse. Ob reine Fingerübungen der Konstrukteure oder der konkrete Ausblick auf kommende Modelle – in Paris stehen zahlreiche hoch interessante Versuche von Designern und Technikern, die Auto-Zukunft zu erahnen

8. Oktober 2014

Nicht jede Studie hat die Chance auf eine Serienfertigung – und manchmal ist das auch gut so. Spektakulär aussehen tun sie meist, der Citroen DS Divine ist das beste Beispiel dafür.

Citroen galt einmal als Avantgarde unter den Autoherstellern (wir erinnern uns zum Beispiel an die berühmte DS, vorgestellt 19555 auf der IAA Frankfurt), verspielte diesen legendären Ruf jedoch mit einer Reihe Allerweltsautos in den vergangenen Jahrzehnten.

Doch das ist vorbei: Unter dem Label DS, ein Hinweis auf die revolutionäre Limousine gleichen Namens aus den 50ern und 60ern des vergangenen Jahrhunderts, kommen aus Frankreich wieder ungewöhnlich designte Autos. Die Studie Divine soll nun das Image der Submarke DS von Citroen weiter stärken.

 

 
 

 

Der Name DS polarisiert wie früher

Doch etwas ratlos steht man davor. Ganz klar: Dieses Auto mit seinen rautenförmigen Elementen über der Heckscheibe soll polarisieren. Das tut normaler Weise jeder Lamborghini schon serienmäßig.

Geradezu dezent erscheint da der neue Asterion. Das für Lamborghini-Verhältnisse zurückhaltend geformte Auto erinnert optisch an die eleganten GT der 60er Jahre vom Schlage eines Espadas.

Doch unter dem Blech sitzen neben dem bekannten V10-Benziner gleich drei Elektromotoren samt Akkus. Politisch korrekt kann der Lamborghini Asterion als Plug-in-Hybrid so 50 Kilometer rein elektrisch fahren. Gleichzeitig ist das schöne Coupé jedoch mit 910 PS Systemleistung der stärkste jemals gebaute Vertreter der Marke.

Peugeot präsentiert drei Studien

Hält sich der Lamborghini optisch zurück, stellt Peugeot dem Publikum einen wirklichen Kracher vor die Nase: Mit dem 2008 DKR präsentieren die Franzosen einen von der Rally Paris-Dakar inspirierten, überaus aggressiv gestylten Offroader mit Zweiradantrieb.

Der Quartz dagegen, die zweite Studie, ist eher ein Ausblick auf einen noch zu entwickelnden, kompakten SUV, der Peugeot im Modellprogramm fehlt. Die dritte Studie Peugeots, der Exalt, spielt konsequent mit der Verwendung ungewöhnlicher Materialien.

Teile der Außenhaut sind unlackiert, während für den Innenraum recycelte Zeitungen verwendet wurden.

Citroen-Hybrid mit neuer Technik

Ein interessanter technischer Ausblick ist der Citroen Cactus HYbrid Air 2L. Er nutzt eine ungewöhnliche Technik für ein Hybridauto, welche es wahrscheinlich in die Serie schaffen wird.

Anstatt wie die Konkurrenz auf Elektromotoren und teure Akkus zu setzen, speichert der Citroen Energie in einem Druckluftspeicher. In verbrauchsintensiven Fahrzuständen wie dem Beschleunigen unterstützt so reine Luft den Verbrennungsmotor.

Das Resultat ist schon im Namen der Studie vermerkt: Ein Durchschnittsverbrauch von nur 2 Litern auf 100 Kilometer soll erreichbar sein.

Viertürige Sportlimousine von Audi

Chancen auf eine Serienfertigung hat auch der Audi TT Sportback. Das Konzeptauto zeigt eine mögliche viertürige Variante des TT neben Coupé und Roadster. Er ist niedriger als das Coupé, aber 29 Zentimeter länger. Der Sportback könnte die neue Sportlimousine des Hauses werden. 

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Text: Portalmanufaktur / Stephan Hellmund