Vorschau Auto-Salon Genf

Vorschau Auto-Salon Genf

Für jeden etwas

Beim diesjährigen Genfer Automobilsalon ist die Spannbreite der Neuvorstellungen breit: Von Supersportwagen bis zu Familienkutschen ist alles am Start.

24. Februar 2014

Es sind die sogenannten Brot-und-Butter-Autos, die beim Genfer Automobil-Salon 2014 eine der Hauptrollen spielen.

Der Peugeot 308 soll der französischen Löwenmarke dringend benötigte Devisen in die leeren Kassen spülen. Neben einem gefälligen Design, das sich an dem der Limousine orientiert, hat der Kompaktkombi dank eines um elf Zentimeter gewachsenen Radstands deutlich mehr Platz als der Vorgänger.

Eine Nummer kleiner, aber auch wichtig für den kommerziellen Erfolg ist der neue Peugeot 108, der wieder gemeinsam mit Citroën und Toyota entwickelt wurde. Der kleine Löwe ist wahlweise als Drei- und Fünftürer sowie mit und ohne Stoffschiebedach zu bekommen.

 

 
 

Der smarte Twingo

Die französischen Konkurrenten von Renault präsentieren mit dem Twingo ebenfalls das lang erwartete Ergebnis der Kooperation mit Mercedes-Benz. Das zeigt sich schon in der grundsätzlichen Architektur. Denn erstmals hat der Twingo Heckantrieb und auch der Motor sitzt hinten. "Er ist die moderne Interpretation eines City Cars mit dem Schwerpunkt auf modernen Linien", sagt Renault-Chef-Designer Laurens van den Acker.

Interessant wird sein, wie Smart dieses Konzept interpretieren wird. Die Deutschen müssen sich mit ihrem Kleinwagen erstmal hinten anstellen.

Einen Schritt weiter ist da schon Opel. Die Rüsselsheimer haben eine neue Adam-Version im Köcher, diesmal mit Dreizylinder-Turbo.

Formschönes S-Klasse Coupé

Mercedes-Benz hat aber auch ohne dem neuen Smart genug Pfunde, um zu wuchern. Das formschöne S-Klasse Coupé hat das Zeug zum Bestseller.

Unter dem schicken Blech versteckt sich eine weitere Weltneuheit: Das mit der S-Klasse-Limousine eingeführte Fliegende-Teppich-Fahrwerk "Active Body Control" wird erweitert. Jetzt tut es das Coupé einem Motorradfahrer gleich und legt sich in die Kurve.

Außerdem dabei ist der Viano-Nachfolger, der in der Mercedes Nomenklatur jetzt V-Klasse heißt.

BMW zeigt Familien-Van

BMW lüftet endlich den Schleier von ihrem zukünftigen Familien-Van. Der Active Tourer ist das erste Modell der ehemaligen Heckantrieb-und-sonst-nichts-Prediger, das auf der neuen UKL-Architektur (Untere Klasse) basiert und Frontantrieb hat.

VW lässt sich da nicht lumpen und bringt den facegelifteten Polo mit in die französische Schweiz. Der Kleinwagen hat LED-Licht und einige Assistenzsysteme, wie zum Beispiel einen adaptiven Tempomaten.

Der Scirocco ist zart überarbeitet und ist an überarbeiteten Motoren und veränderten Front- und Heckleuchten zu erkennen. Richtig Feuer hat auch der Seat Leon Cupra, den es mit 265 und 280 PS gibt.

PS-Orgie

In einer anderen PS-Liga spielt der aufgefrischte Ferrari California. Das Klappdach-Cabrio hat V8-Power an Bord und knallt mit 560 PS durch die Landschaft.

Ein Konkurrent für den Italiener ist der McLaren 650S. Der in Eigenregie gebaute V8-Twinturbo-Motor katapultiert die Briten-Flunder mit 650 PS nach vorne. Die aktive Aerodynamik mit einer neu entworfenen Frontschürze wurde weiter verfeinert, so dass der 650S bei 240 km/h mit 24 Prozent stärker auf den Boden gepresst wird als der MP4-12C.

Porsche hält mit dem elektrifizierten Vierzylinder-Le-Mans-Sportler Porsche 919 Hybrid dagegen und stellt diesem noch den 911er Targa zur Seite. Die Aquarium-Version des Porsche 911er macht formell einen Schritt zurück zur Klassik, da die neue Generation wieder einen echten Überrollbügel haben wird.

Mit rund 300 PS wird der Honda Civic Type R, der Anfang 2015 auf den Markt kommt, nicht ganz so potent sein. Die Messebesucher können sich durch den aggressiv gezeichneten Honda Civic Type R Concept schon einen Vorgeschmack auf das Serienmodell holen, in dem ein Vierzylinder-Motor werkelt.

Power-Bayer

Eine weitere Rennsemmel ist der Audi S1 Sportback. Der 231-PS-starke Ingolstädter soll dem neuen Mini John Cooper Works Konkurrenz machen, ehe der überhaupt erschienen ist. Damit dieses Unterfangen gelingt, bekommt der kleine Audi mit den vier Auspuffrohren noch einen Allradantrieb untergeschnallt.

Traktion sollte also für diesen Power-Bayern kein Problem sein. Damit sind dann 250 km/h Spitze und der Sprint von null auf hundert in 5,8 Sekunden drin.

Nebenbei stehen auch noch das Facelift des A1 und das 300-PS-starke S3 Cabrio auf dem Stand der VW-Tochter.

Rinspeed-Studie zum autonomen Fahren

Das autonome Fahren wird immer mehr zum Thema. Die schweizer Automobilmanufaktur Rinspeed zeigt mit der Studie "XchangE", wie das rollende Büro der Zukunft aussehen könnte. Die Basis für dieses Konzeptfahrzeug ist der Tesla Model S.

Auch andere Exoten trumpfen auf: Qoros legt ein Jahr nach dem Debüt ihres ersten Serienmodells nach und präsentiert die Fließheck-Variante des Qoros 3. Dass chinesische Autos keine Pappschachteln mehr sind, zeigen die fünf Sterne der Stufenheck-Limousine im Euro NCAP-Crashtest.

Der koreanische Autobauer Ssangyong hat das Dieselhybrid-Kompakt-SUV XLV Concept im Gepäck. Der Name ist ambitioniert: XLV - steht für eXciting smart Lifestyle Vehicle.

Text: Press-Inform / Wolfgang Gomoll | Bildmaterial: Hersteller