Auto-Salon Genf: Studien

Auto-Salon Genf: Studien

Nach vorne blicken

Studien gehören zu einer Automobil-Messe wie die Butter zum Brot. Auch in Genf zeigen die Hersteller, was sie planen.

6. März 2014

Anleihen bei der Natur sind bei Autos ja nicht selten. Ein besonderes Exemplar bekommen die Messe-Besucher der Genfer Auto-Salons zu sehen. Das Konzeptfahrzeug Citroën C4 Cactus Aventure ähnelt mit seiner seitlichen Beplankung einem wasserdichten Outdoor-Handy.

Lexus hatte die Crossover-Studie LF-NX bereits in Tokio präsentiert. Jetzt kommt sie nach Europa. Ebenfalls seine Europa-Premiere feiert der Kia GT4 Stinger. Der Zweipluszwei-Sitzer hat 315 PS und Heckantrieb.

Volvo zieht mit und zieht in Genf das Tuch von der Studie Estate Concept. Der zweitürige Kombi gibt einen Ausblick auf die Formensprache des kommenden Volvo V90. In der Mittelkonsole befindet sich ein tabletartiger Touchscreen - Tesla lässt grüßen.

 

 
 

TT Concept stiehlt Serienfahrzeug die Show

Der Audi TT Quattro Sport Concept stiehlt dem ebenfalls neu vorgestellten Serienfahrzeug die Show. Kein Wunder bei 420 PS, die aus einem Zweiliter-TFSI mit 1,8 bar Ladedruck kommen. Das ist eine echte Kampfansage an die Vierzylinder-Konkurrenz. Bei der ganzen Power wiegt die Quattro-Granate nur 1.344 Kilogramm.

"Dieses Auto zielt auf den Einsatz auf der Piste ab - eine extreme Fahrmaschine für unsere Motorsport-begeisterten Kunden", erklärt Audi-Technikvorstand Dr. Ulrich Hackenberg die Rennmaschine.

VW zeigt Polo-SUV

Bei der Konzernmutter VW sind SUVs immer wieder ein Thema. Nach dem Fünf-Meter-Schiff CrossBlue nimmt der Wolfsburger Autobauer das Kleinwagen-Segment ins Visier: Der Volkswagen T-Roc reiht sich mit seiner Länge von 4,18 Meter genau zwischen Taigun (3,86 Meter lang) und den Tiguan (bringt es auf 4,43 Meter) ein. Würde also damit das Polo-SUV-Segment auch besetzen.

Doch der T-Roc ist kein Schönwetter-Kraxler. Der Allradantrieb macht das VW-SUV sogar geländetauglich und der 184-PS-Diesel verleiht dem Mini-Tiguan einen guten Punch. Passend dazu ist der Kühlergrill noch markanter und mit LED-Leuchten versehen.

Ausblick auf den nächsten Clubman

Ganz genau begutachtet wird auch die Studie Mini Clubman, die schon einen sehr realen Ausblick auf den nächsten Clubman gibt, der rund 26 Zentimeter länger sein wird.

Der koreanische Autobauer Ssangyong hat das Diesel-Hybrid- Kompakt-SUV XLV Concept im Gepäck. Der Name ist ambitioniert: XLV steht für eXciting smart Lifestyle Vehicle.

Subaru hat das Crossover-Konzept Viziv 2 Concept enthüllt. Mit der dritten Generation dieser futuristisch auftretenden Automobil-Studien-Reihe geben die Japaner einen Ausblick auf das Design zukünftiger Modelle. Auch dieser Viziv (Vision for Innovation) hat Allradantrieb und einen Boxermotor mit Hybrid-Elektrifizierung.

Der japanische Konkurrent und SUV-Experte Mitsubishi hat gleich drei Studien im Gepäck, die mittlerweile auch mit technischen Daten versehen sind. Alle drei haben einen elektrifizierten Antriebsstrang.

Schicke Formen bei Hyundai

Hyundai lässt beim PassoCorto, was auf italienisch kurzer Radstand bedeutet, schicke Formen sprechen. Der Radstand beträgt übrigens 2,45 Meter. Dass der 4,10 Meter lange Zweisitzer einen italienischen Namen trägt, ist kein Zufall. Das Konzept-Auto ist das Ergebnis einer Kooperation von Hyundais europäischen Design Centers und der Studenten des "Istituto Europeo di Design" in Turin. Das Ergebnis kann sich sehen lassen. Als Antriebsquelle dient ein 1,6-l-Turbo-Motor mit etwa 268 PS.

Die SUV-Fans werden mit dem Hyundai Intrado Concept versöhnt. Bei diesem Konzept-Fahrzeug beweisen die Koreaner Leichtbau-Kompetenz und kombinieren diese mit einer Brennstoffzelle. Eine 36-kW-Batterie verhilft dem SUV zu einer Reichweite von über 500 Kilometern.

Mazda geht weiter seinen Weg und lässt mit dem Konzept-Auto Hazumi den zukünftigen Mazda2 erahnen.

Skodas neues Design

Skoda präsentiert die Coupé-Studie Skoda VisionC. Skoda und ein viertüriges Coupé? Das wäre vor wenigen Jahren noch undenkbar gewesen. Doch mit dem forscheren Design geht auch eine Neuausrichtung der VW-Tochter einher: Der tschechische Autobauer soll der Konzernmutter den Rücken gegen den Ansturm von Hyundai und Kia und andere aufstrebende Importeure freihalten. Die Qualität stimmt. Aber mit dem bisweilen etwas biederen Design wird es auf Dauer schwer, den Ansturm aus Fernost abzuwehren.

In welche Richtung sich die Skoda-Optik entwickeln wird, ist auf dem Genfer Autosalon zu sehen. Das Konzeptfahrzeug verfolgt die klassischen Coupé-Merkmale: ganz wichtig ist die stark abfallende Dachlinie, dazu kommen große Räder und schmale, keck blitzende Scheinwerfer. So emotional hat man einen Skoda selten gesehen.

Die Wahrscheinlichkeit, dass aus dem Vision C das Skoda Octavia Coupé wird, ist alles andere als gering. Ein solcher Sportler, von dem es auch eine RS-Version geben wird, würde das neue, dynamischere Produktportfolio abrunden.

Text: Press-Inform / Wolfgang Gomoll | Bildmaterial: press-inform