Vorschau Tokyo Motor Show

Vorschau Tokyo Motor Show

Im Osten viel los

Die Tokyo Motor Show versucht, für knapp eineinhalb Wochen den Fokus der Medien auf die Welt der Automobile zu lenken.

Immer noch haben die meisten nachrichten, die aus dem fernen Japan Europa erreichten, ein gemeinsames Thema: das Atomkraftwerks-Unglück in Fukushima und seine Folgen. Dafür, dass sich die Nachrichtenlage zumindest vom 22. November bis zum 1. Dezember ändert, soll nun die Tokyo Motor Show sorgen. Ob ihr das gelingt, bleibt nur zu hoffen.

 

 
 

Volvo nach sechs Jahren wieder dabei

Ein heimischer Hersteller, der die Tokyo Motor Show als mehrtägigen Showroom nutzt, ist Mazda. Mit einer Sicherheitsstudie auf Basis des Mazda6 sowie einer Erdgas- und Hybrid-Version des Mazda3 versuchen sie beim Kunden von Morgen zu punkten.

Ähnliches gilt für Land Rover, die eine Langversion des Range Rover präsentieren. Die zum ersten Mal nach sechs Jahren Abstinenz wieder in Tokyo ausstellenden Fahrzeugbauer von Volvo zeigen das von der diesjährigen IAA bekannte Concept Coupé.

Heimspiele für Japaner

Ähnliche Blickfänge werden drei Mitsubishi-Studien auf der Messe sein. Der GC-PHEV, RX-PHEV und der AR sollen aufzeigen, dass Mitsubishi in drei verschiedenen Segmenten Ideen für eine sparsame Zukunft hat. Der AR vertritt dabei die Limousinen, der RX-PHEV die Kompakt-SUV und der GC-PHEV die großen SUV.

Zu den Höhepunkten der Tokyo Motor Show zählt unter anderem auch ein neues Mini-SUV von Honda. Der von der Studie Urban SUV Concept abgeleitete Konkurrent zum Beispiel des Opel Mokka baut auf dem Jazz auf. Zudem präsentiert Honda noch eine weitere Entwicklungsstufe der NSX-Sportwagenstudie.

Von Toyota sind die Modelle IS Coupé, der kleine RX namens LF-NX sowie eine, dem finalen Serienmodell sehr nahe kommende, Brennstoffzellen-Studie in Form einer viertürigen Limousine zu bestaunen.

Europas Elite

Porsche präsentiert gleich drei Weltneuheiten. Der kleine Bruder des Cayenne, der Macan, steht ebenso auf dem Messestand des Zuffenhäuser Herstellers wie der nagelneue Panamera Turbo S. Noch nicht ganz sicher ist die Präsentation des neuen 911 Turbo Cabrios - sie gilt allerdings als sehr wahrscheinlich.

Eine weitere der insgesamt 18 internationalen Fahrzeugmarken, die in Japan am Messestart sind, ist BMW. Die Münchener stellen ebenfalls ein dachloses Fahrzeug vor: die Cabrio-Version des neuen Vierers. Die BMW-Tochter Mini zeigt die dritte Generation des bis zu 192 PS starken Mini.

Die Coupé-Variante des vor sechs Monaten eingeführten Jaguar F-Type feiert mit bis zu 495 PS ihre Premiere im Land der aufgehenden Sonne.

Mercedes schickt die sportlichste Variante ihrer neuen S-Klasse ins Rennen, den über 600 PS starken S 65 AMG.

PS-Monster und Kei Cars

Zum absoluten Renner der Messe könnte der Nissan GT-R im Nismo-Trimm werden. Ihm werden ebenfalls rund 600 PS angedichtet.

Im krassen Gegensatz zu den PS-Monstern aus Europa und Fernost zeigen sich die Volumenmodelle im Kei-Car-Segment, japanische Kleinstwagen mit höchstens 0,66 Litern Hubraum. Die Studie S660 Concept aus dem Hause Honda stellt eine Cabrio-Version eines Kleinstwagens dar. Aus dem Dreizylinder werden rund 64 PS gekitzelt.

Text: Press-Inform / Marcel Sommer | Bildmaterial: BMW