Faszination: Nissan GT-R NISMO

Neuvorstellung: Nissan GT-R NISMO

Schnell, schneller, NISMO

Der Nissan GT-R NISMO sprengt den Nürburgring-Rekord für Serienfahrzeuge. Mit 600 PS geht es ab kommenden Sommer auf die Straße. Gleichzeitig präsentiert Nissan eine leicht überarbeitete Version des normalen GT-R.

22. November 2013

Es fällt nicht schwer von einem Fahrzeug zu schwärmen, das gerade eben erst den Serienfahrzeug-Rundenrekord auf der Nordschleife gebrochen hat. Und wenn sich dann auch noch der ansonsten sehr reserviert und kontrolliert auftretende Nissan-Chef Carlos Ghosn zu einem herzlichen Dankeschön an seinen Rennfahrer Michael Krumm hinreißen lässt, muss den Ingenieuren schon etwas ganz Besonderes gelungen sein. „Mit einer 7:08.679 Minuten-Runde können wir ohne zu übertreiben sagen, dass der Nissan GT-R Nismo den Rundenrekord auf der Nordschleife für Serienfahrzeuge hält“, erklärt er und gibt die Bühne frei für den dritten Spross der aktuellen NISMO-Reihe.

 

 
 

600 PS und 652 Nm Drehmoment

Unter der Motorhaube der in fünf Farben erhältlichen Straßenrakete arbeitet ein 3,8 Liter großer V6 Motor des Typs VR38DETT. Seine 441 kW / 600 PS treiben sowohl die 255er-Vorderreifen, als auch die 285er Hinterreifen an. Das Drehmoment von 652 Newtonmetern lässt den Nippon-Sportler ohne Kompromisse nach vorn sprinten.

Wie viele Sekunden bis Tempo 100 vergehen, oder wie schnell er maximal fahren kann, ist offiziell noch nicht gemessen worden. Einen Preis für den im Sommer kommenden Jahres erhältlichen Nissan GT-R NISMO gibt es auch noch nicht.

Schon von außen zu erkennen

Von außen ist der NISMO vor allem an seinem großen Carbon-Heckspoiler, den Sechsspeichen-Felgen und seiner in der Optik veränderten Auspuffanlage zu erkennen. Zudem wirkt seine Front durch die veränderte Schürze noch aggressiver als sie es ohnehin schon war.

Im Innenraum stechen seine beiden Recarositze aus Carbonfaser und das Dreispeichen-Lenkrad mit Alcantara-Bezug ins Auge. Der neue Nissan GT-R NISMO ist im Vergleich zur „normalen“ Version aufgrund seiner Aerodynamikanbauteile um einen Zentimeter auf 4,68 Metern angewachsen. An seiner Breite von 1,90 Metern und der Höhe von 1,37 Metern hat sich hingegen nichts geändert.

Dass die Verwendung von Carbon ihre Vorteile hat, zeigt zudem das um 20 Kilogramm auf 1.720 Kilogramm reduzierte Gewicht des auch in der verschärften Version als 2+2-Sitzer konfigurierten GT-R. Das Fahrwerk lässt sich in den drei Stufen Komfort, Normal und R einstellen.

Überarbeiteter GT-R im Frühjahr

Nicht einmal bis zum Sommer warten müssen potenzielle Käufer des leicht überarbeiteten Nissan GT-R. Vor allem in puncto Fahrkomfort und Verarbeitung soll der Anfang des Jahres in Europa auf den Markt kommende Nissan zugelegt haben. Dazu sind unter anderem die Federung leicht verändert und spezielle Reifen entwickelt worden.

Hinzu kommen neue LED-Frontscheinwerfer, die sich automatisch an die Geschwindigkeit anpassen. Ob der Einstiegspreis des 550 PS starken Basis-GT-R auch in der frischen Version bei 94.900 Euro liegen wird, ist bislang unbekannt.

Text: Marcel Sommer; press-inform