Reportage: New York Auto Show 2013

Reportage: New York Auto Show 2013

Im Westen was Neues

Die New York Auto Show hat sich in den letzten Jahren prächtig gemacht. Gerade die europäischen Hersteller drücken der Messe ihren Stempel auf.

28. März 2013

Die Stadt, die niemals schläft: New York. Noch bis zum 7. April zeigen Autohersteller aus aller Welt im Jakob Javits Convention Center ihre automobilen Neuheiten. Dass der Big Apple nicht gerade das Eldorado des Autofahrens ist, beweist bereits die Fahrt zum Messegelände – Stau, Stau und nochmals Stau.

Nichtsdestotrotz laufen besonders für die europäischen Premiummarken wie Mercedes, Audi oder BMW die Autoverkäufe in der Metropole am Hudson überaus erfolgreich.

 

 
 

Range Rover mit Bond-Flair

Auch Land Rover kann sich über einen fehlenden Enthusiasmus ihrer Marke gegenüber nicht beklagen. In New York verkaufen sie die meisten Fahrzeuge überhaupt.

Grund genug, den neuen Range Rover Sport vom aktuellen James Bond-Darsteller Daniel Craig vorfahren zu lassen. Superstar-gerecht zeigt sich der stählerne Brite mit bis zu 375 kW / 510 PS und einer Sprintzeit 0 auf 100 km/h von 5,3 Sekunden.

Neben dem V8-Benziner stehen zwei V6-Dieselmotoren zur Wahl. Noch in diesem Jahr folgt ein V8-Diesel und im kommenden Jahr ein Diesel-Hybrid.

Neuheiten aus Stuttgart

Der Mercedes CLA 45 AMG feiert in New York seine Weltpremiere. Sein 2,0-Liter großer Vierzylindermotor leistet 265 kW / 360 PS und 450 Newtonmeter Drehmoment, die dank Allradantrieb für einen nicht nur sportlichen, sondern auch sicheren Vortrieb sorgen.

Noch sportlicher zeigt sich das Mercedes E 63 AMG S T-Modell. 585 PS und der Vorteil des großen Kofferraums sind der Traum eines jeden Familienvaters.

Mit wesentlich weniger Kraft, aber dafür lokalen CO2-Emissionen von 0 Gramm pro Kilometer und einer Reichweiter von bis zu 200 Kilometern zeigt sich die Mercedes B-Klasse Electric Drive. Der Fünfsitzer wird von einem Elektromotor mit 100 kW / 136 PS und 310 Newtonmeter Drehmoment angetrieben. 2014 startet seine Markteinführung in den USA.

A3 mit Stufenheck

Ebenfalls den weiten Weg aus Deutschland angetreten hat die neue Audi A3 Limousine. Der Basismotor, ein 1,4 Liter großer TFSI, leistet 103 kW / 140 PS und beschleunigt innerhalb von 8,4 Sekunden bis Tempo 100. 4,7 Liter Benzin verbraucht er auf 100 Kilometern. Ab 25.000 Euro soll der im Fond mehr Platz bietende Limousinen-A3 kosten.

Auf Seiten der Selbstzünder steht zu Beginn nur der 2,0 Liter große TDI mit 110 kW / 150 PS und einem Verbrauch von 4,2 Litern auf 100 Kilometern zur Verfügung.

BMW 3er mit Diesel

25 kW / 34 PS mehr bringt BMW in den USA mit seinem neuen 328d auf die Straße. Dabei lässt den 135 kW / 184 PS starken Münchener seine Namensgebung größer erscheinen, als er ist.

Denn eigentlich handelt es sich um den europäischen 320d mit einer AdBlue-Abgasnachbehandlung. Für umgerechnet 40.000 Euro ist er in den USA erhältlich.

US-Hersteller trumpfen auf

Den Weg nach Deutschland wird hingegen der Cadillac CTS antreten und somit im Revier eines 5er-BMW oder einer Mercedes E-Klasse wildern. Mindestens 200 kW / 272 PS und vorerst maximal 309 kW / 420 PS sollen jedoch zu Beginn ab Herbst dieses Jahres auf dem heimischen Markt für Verkaufszahlen sorgen. Wann genau er nach Deutschland kommen wird, ist noch unklar.

Ebenfalls unklar, aber nur aufgrund der geringen Stückzahl von 33, ist die Kundschaft der neuen SRT Viper TA. Die Time Attack-Viper wird von einem 8,4-Liter großen V10-Motor mit 471 kW / 640 PS und über 800 Newtonmeter Drehmoment angetrieben.

Exklusive Briten

Noch exklusiver ist die Auflage des Jaguar XKR-S GT. 30 Fahrzeuge des 405 kW / 550 PS starken Supersportlers sollen produziert werden.

Gleich viel Leistung aber in einer wesentlich höheren Stückzahl erhältlich ist der neue Jaguar XJR. Sein 5,0 Liter großer V8-Kompressor jagt den Briten in 4,6 Sekunden bis Tempo 100. Ab Mai ist der 11,6 Liter auf 100 Kilometer fressende Jaguar erhältlich.

Beliebter GTI

Etwas weniger Kraft, dafür in noch größerer Stückzahl und in Deutschland bereits bekannt ist der VW Golf GTI. Nicht ohne Grund präsentieren die Wolfsburger ihren kleinen Kraftprotz in New York: „Die USA sind der größte Golf-GTI-Markt auf der Welt“, erklärt Carsten Krebs von VW Nordamerika.

SUVs und Vans

Der neue Toyota Highlander könnte indes dem Golf auf Grund seiner Größe schon fast als fahrende Garage dienen.

Gleiches gilt für den Infiniti QX60, den es in den USA ab sofort auch mit Hybridantrieb zu kaufen gibt. Der insgesamt über knapp 184 kW / 250 PS verfügende Edel-Nissan soll rund 2.300 Euro teurer als der Benziner sein. Der Antrieb besteht aus einem 2,5 Liter großen Vierzylinder-Benzinmotor und einem 15 kW starken Elektromotor.

Ebenfalls mit einem Hybrid- und gleichzeitig mit einem Allradsystem ausgestattet ist der Subaru XV Crosstrek Hybrid.

Beim japanischen Automobilhersteller Nissan ist ein Sondermodell auf der Basis des NV200 zu bestaunen. Gemeinsam mit Gitarren-Spezialist Gibson ist ein Van für Musiker auf vier Räder gestellt worden.

Text: Marcel Sommer; press-inform