Studie Citroën Cactus

Studie Citroën Cactus

Französische Revolution

Die knuffelige Studie Cactus soll auf der IAA zeigen, wie man sich bei Citroën die Entwicklung der Kompaktklasse vorstellt.

9. September 2013

Die Citroën-Designer haben "Überflüssiges über Bord geworfen und zugleich mehr Wert auf all Jenes gelegt, das zum Wohlbefinden beiträgt": Nutzwert, Komfort und einfach zu bedienende Technologien.

Neben ein paar eher schrullig-netten Ideen versammelt der Cactus auch viele gute Einfälle. Die "Airbumps" etwa. Die breiten und strukturierten Plastikflächen an den Flanken und Schürzen bieten nicht nur reichlich Möglichkeiten zur Individualisierung - sie sind auch höchst praktisch. Denn die elastische Oberfläche des Plastikmaterials mit seinen zahlreichen Luftkapseln schluckt Parkrempler und Kratzer.

 

 
 

Die Bedienung ist radikal entschlackt

Radikal hat Citroën den Fahrerplatz von Knöpfen, Schaltern und Anzeigeinstrumenten entschlackt. Es reichen zwei Displays im iPad-Look.

Das Display vor dem Fahrer zeigt numerisch die gefahrene Geschwindigkeit und die wichtigsten Informationen an. Die Touchscreen zwischen Fahrer und Beifahrer erlaubt es, alle Parameter per Fingerwisch einzustellen - von der Navigation über die Klimaanlage bis zur Internetverbindung und Audioanlage.

Bei der Automatik verzichtet Citroën auf den traditionellen Schalthebel. Drei Knöpfe reichen: D(rive), R(erverse) und N(eutral). Wem die Tasten noch zu weit weg sind, der kann die Schaltstufen auch über Paddel am Lenkrad wählen.

Auch für das Lenkrad gilt: keine Knöpfe. Und kein feststehender Pralltopf mehr.

Die Grundform erlaubt viel Platz

Auch sonst ist die Inneneinrichtung des Cactus von Klarheit geprägt. Die quaderförmige Grundform erlaubt viel Platz, der auch nicht von einem Mitteltunnel durchschnitten wird.

Armaturenbrett und Sitzmöbel sind mit natürlichen Materialien bezogen: Leder und Baumwolle.

Fahrer und Beifahrer sitzen auf einer durchgängigen Sitzbank, die sich durch eine herausklappbare Armlehne teilen lässt. Wie das Sofa allerdings bei unterschiedlich großen Passagieren funktionieren soll, bleibt ein Rätsel.

Linien und Flächen sind klar und glatt

Vor allem außen ist die Studie "eine ernst zu nehmende Vorschau auf die künftigen Modelle der C-Linie". Optisch wirkt der frontgetriebene Cactus wie ein SUV, ist aber keines. Er liegt mit 21 Zentimetern zwar höher über der Straße als die aktuelle C-Linie, ist insgesamt aber nur ein paar Zentimeter höher.

Die Räder sind so weit wie möglich an die Fahrzeugecken gerückt.

Linien und Flächen sind klar und glatt. Das Leuchtmuster der beiden Tagfahrlichter erinnert an das orange-braune Muster einer Tapete aus den 70er-Jahren. Die Türen öffnen sich gegenläufig an der halbhohen B-Säule.

Durchschnittsverbrauch unter drei Litern

Angetrieben werden könnte der nur 4,21 Meter lange Cactus über das Hybrid Air-System. Diese Technik kommt ohne zusätzliche Batterien aus, weil sie Druckluft und Hydraulik mit einem Benzinmotor kombiniert.

Laut Citroën macht das einen Durchschnittsverbrauch von unter drei Litern auf 100 Kilometern möglich.

Zumindest was das Grundkonzept der Vereinfachung und die klare Außenform betrifft, ist man bei Citroën sicher, dass der Cactus die Masterform für eine kommende C-Linie darstellt.

Text: Press-Inform / Jürgen Wolff | Bildmaterial: Citroën