Mercedes-Benz Concept GLA

Mercedes Concept GLA

Wundpflaster

Auf der Shanghai Autoshow zeigt Mercedes erstmals seinen neuen kleinen Crossover GLA. Gerade mit ihm wollen die Schwaben gegenüber BMW, Audi und Volkswagen aufholen.

18. April 2013

Autsch! Das schmerzt. Audi ist an Daimler vorbeigezogen und in Sachen Absatz liegt BMW sowieso mittlerweile weit vor den Stuttgartern. Eines der größten Probleme: der Trend zu kleineren Offroadern wurde bei Mercedes schlicht und einfach verschlafen.

Wer die Verkaufszahlen von VW Tiguan, Audi Q3, BMW X1, Mini Countryman und der asiatischen Konkurrenz sieht, kann über diese Fehleinschätzung nur den Kopf schütteln. Auf der Shanghai Autoshow holen die Stuttgarter werbeträchtig zum Gegenschlag aus und zeigen einen realitätsnahen Vorgeschmack auf den Mercedes GLA.

 

 
 

Auf Basis der A-Klasse

Technisch basiert der neue Hoffnungsträger auf der Frontantriebs-Plattform von A-, B- und CLA-Klasse. Auf den Markt kommt der GLA im Frühjahr 2014. Und weil ein hauseigener Vorgänger fehlt und man der enteilenden SUV-Konkurrenz nur allzu gerne in die Suppe spucken will, darf sich das Concept GLA in der chinesischen Szenestadt schon einmal im breiten Scheinwerferlicht aalen.

Doch nicht nur das gleißend helle Licht auf dem Daimler-Messestand wird für Erleuchtungen jeglicher Art sorgen. Die Studie ist mit neu entwickelten Laser-Scheinwerfern ausgestattet, wie sie auch bei Audi und BMW in der Erprobung sind.

Leichte Unterschiede zur Serie

Optisch orientiert sich der zukünftige Mercedes GLA am Design der noch jungen A-Klasse. Wuchtige Schürzen nebst Unterfahrschutz, der große Kühlergrill und ausgestellte Radhäuser sollen einen Hauch von Offroad-Gefühlen verbreiten. Daimler-Vertriebsvorstand Dr. Joachim Schmidt: „Der Concept GLA ist ein kompaktes SUV, das den sportlichen Spirit mit den Allroundqualitäten eines robusten Freizeitbegleiters kombiniert. Raus aus dem Alltag ist die Botschaft, die dieses Auto seinem Fahrer verspricht.“

Der Innenraum der Shanghai-Studie wird nicht der des Serienmodells entsprechen. Vielmehr wird sich die GLA-Klasse als kleiner Bruder des Mercedes GLK zwischen B-Klasse und der Stufenheckversion CLA einordnen. Der fünfsitzige Crossover wird über ein ähnliches Cockpit mit übersichtlichen Bedienelementen und dem wenig schmuck integrierten Zentralbildschirm verfügen.

Bekannte Motorenpalette

Angetrieben wird die 4,38 Meter lange Konzeptstudie von dem bekannten Zweiliter-Vierzylinder, der Dank Turboaufladung 155 kW / 211 PS leistet. Die Motorleistung wird via siebenstufigem Doppelkupplungs-Getriebe auf Vorder- und Hinterachse übertragen.

Das Motorenspektrum des späteren Serienmodells wird weitgehend dem von A- und CLA-Klasse entsprechen. Für den Antrieb sorgen Benzinmotoren mit 1,6 und 2,0 Litern Hubraum. Sie leisten 90 kW / 122 PS im GLA 180, 115 kW / 156 PS im GLA 200 und 155 kW / 211 PS im GLA 250. Auf den schwächlichen Renault-Diesel, der im A 180 CDI brummt, wird verzichtet. Das erwartete Volumenmodell des GLA 200 CDI leistet 100 kW / 136 PS inklusive 300 Newtonmetern und der GLA 220 CDI holt aus 2,2 Liter Hubraum 125 kW / 170 PS sowie ein Drehmoment von 350 Newtonmetern.

Alle Triebwerke verfügen über eine Start-Stopp-Funktion. Topmodell wir der Mercedes GLA 45 AMG mit serienmäßigem Allradantrieb und über 300 PS sein.

Zahlreiche Assistenten

Für die Sicherheit stehen die radargestützte Kollisionswarnung mit adaptivem Bremsassistenten, das Insassenschutzsystem Pre-Safe sowie zahlreiche weitere Assistenten und elektronischen Helfer zur Verfügung. Preisliche dürfte es für den Mercedes GLA bei unter 30.000 Euro losgehen.

Text: Stefan Grundhoff; press-inform