Weltpremiere La Ferrari

Weltpremiere La Ferrari

Die 963-PS-Rakete

Ferrari-Fans mussten lange auf den angekündigten Supersportwagen aus Maranello warten. Der rote Star aus Karbon trägt viel Hightech und einen seltsamen Namen.

5. März 2013

Mit der Technik seines neuen Supersportlers hat sich Ferrari deutlich mehr Mühe gegeben als bei der Nomenklatur. Der hybride Norditaliener hört auf den ungewöhnlichen Namen La Ferrari. Die Fahrleistungen sind grandios – das Design sowieso. Seine Leistung muss man sich erst einmal auf der Zunge zergehen lassen: 963 PS – unglaublich, mit was der neueste Ferrari seine insgesamt nicht mehr als 499 zukünftigen Kunden verzücken will.

Dabei ist es nicht so, dass die 800 PS des 6,3 Liter großen V12-Triebwerks mit 9.250 U/min nicht kraftvoll genug gewesen wären. Doch es kann sich eben auch für die Entwicklungsabteilung auszahlen, eine eigene Formel-1-Schmiede im Haus zu haben. Das 120 kW / 163 PS starke Elektromodul namens HY-KERS wurde eben von dieser Formel-1-Abteilung erdacht.

 

 
 

Von 0 auf 200 in sieben Sekunden

Mit gemeinsamen Kräften schafft das Pferd aus Maranello den Imagespurt 0 auf Tempo 100 in unter drei Sekunden. Noch spektakulärer geht es bis auf Tempo 200. Diese Marke fliegt nach unglaublichen sieben Sekunden vorbei.

Auf der Hausrennstrecke in Fiorano ist der La Ferrari mit 1,20 Minuten fünf Sekunden schneller als der Ferrari Enzo und drei Sekunden schneller als der F12. Bei aller Dynamik soll sich der Sportler mit 14 Litern zufrieden geben.

Spektakulär: Antrieb und Design

Neben dem leistungsstarken Verbrenner arbeiten im La Ferrari zwei Elektromotoren, die über das Doppelkupplungs-Getriebe für zusätzlichen Schub beim Beschleunigen sorgen. Akkus und Elektromodule erhöhen das Gewicht des La Ferrari um insgesamt 60 Kilogramm.

Spektakulär ist nicht nur das Antriebskonzept, sondern auch das Design des Zweisitzers. Während im Formel-1-Boliden beengt gerade einmal eine Person im engen Renndress Platz nehmen kann, bietet der individuell angepasste Fahrersitz im La Ferrari mehr Raum, und nebenan sitzt der Copilot.

Preis? Unbekannt.

Damit der stärkste Serien-Ferrari aller Zeiten seine Leitung auf den Boden bekommt, wurde das Gewicht des Karbonsportlers im Verhältnis 41:59 zugunsten der Hinterachse verteilt. Das Elektromodul wird beim Bremsen oder wenn der brüllende Zwölfzylinder mehr Leistung produziert als im Fahrbetrieb benötigt geladen.

Perfekt aufeinander abgestimmt und variabel dem jeweiligen Fahrmodus angepasst sind außer den drei Motoren auch Fahrwerk, Aerodynamik und Motorelektronik. Der Preis der 499 Fahrzeuge, die produziert werden sollen, ist aktuell noch nicht bekannt.

Text: Stefan Grundhoff; press-inform