Neuvorstellung Alfa Romeo 4C

Neuvorstellung Alfa Romeo 4C

Carbon-Flunder

Der Alfa Romeo 4C soll ein neues Zeitalter für die italienische Automarke einläuten. Ganz entscheidend für das Comeback ist die gelungene Rückkehr auf den US- amerikanischen Markt.

14. Februar 2013

Beim Genfer Automobil-Salon ist es soweit. Dann wird der Alfa Romeo 4C erstmals der Öffentlichkeit präsentiert. Damit ist der erste Schritt des Comebacks der etwas darbenden italienischen Marke vollzogen. Ein weiterer ganz wichtiger Meilenstein ist die Rückkehr Alfa Romeos auf den US- amerikanischen Markt.

 

 
 

Grundpreis etwa 55.000 Euro

Bei einem Grundpreis von etwa 55.000 Euro tritt der Alfa Romeo 4C als Konkurrent des Porsche Cayman auf. Wie der Zuffenhausener ist auch der Italiener ein heckgetriebener Mittelmotor-Zweisitzer. Allerdings ein sehr kompakter.

Der 4C ist etwas unter vier Meter lang, nur 1,18 Meter hoch, knackige zwei Meter breit, hat einen Radstand von 2,4 Metern und ein Chassis aus Kohlefaser. Vom Band läuft der neue Alfa Romeo bei Maserati in Modena.

300 PS?

Ganz entscheidend für jeden italienischen Sportwagen ist der Motor. Über Leistung des Vierzylinder-TBi-16V-Triebwerks hüllendie Italiener noch das Tuch des Schweigens. Allerdings wurde bereits ein Vierzylinder-Motor mit 300 PS angekündigt. Der ist wie gemacht für den Alfa Romeo 4C. Da das Leistungsgewicht unter 4 Kilogramm pro PS liegt, dürfte der 4C knapp über eine Tonne wiegen.

1.750 Kubikzentimeter

Im Namen des Sportwagens ist die Architektur des Antriebs schon enthalten. Denn das Kürzel 4C steht für "4 Cilindri". Das Vierzylinder-Voll-Aluminium-Aggregat hat einen Hubraum von 1.750 Kubikzentimeter und knüpft so an die imposante Vergangenheit an, als dieser Hubraum für fortschrittliche Motoren aus dem Hause Alfa Romeo stand.

Dementsprechend hat das Triebwerk alle Attribute moderner Motoren. Also Direkteinspritzung mit Turbo-Aufladung und eine doppelte Phasenverstellung der beiden obenliegenden Nockenwellen. Damit sollen möglichst viel Drehmoment in den unteren Drehzahlen bereitgestellt und die Tankstellenbesuche reduziert werden. Zudem soll das Scavenging-Prinzip, bei dem die Abgase durch Frischluft aus dem Zylinder gepült werden, das Turboloch minimieren.

Die Gangwechsel übernimmt ein Sechsgang-Doppelkupplungsgetriebe mit Schaltwippen am Lenkrad. Fahrer und Beifahrer thronen in Schalensitzen und das Cockpit präsentiert die Carbon-Bauteile teilweise unverkleidet, um Hightech- Atmosphäre zu verbreiten.

Neues Fahrprogramm

Das Fahrdynamik-Programm D.N.A. (Dynamik, Normal, Allwetter) wird ebenfalls weiterentwickelt und um einen Race-Modus erweitert. Bei dieser Konfiguration wird das ESP möglichst weit in den Hintergrund treten oder ganz ausgeschaltet sein. Die Lenkung wird vermutlich noch direkter ansprechen, die Gangwechsel bei ziemlich hohen Drehzahlen erfolgen und eine sportliche Gaspedal-Kennlinie eingesetzt werden.

Text: Press-Inform / Wolfgang Gomoll