Bentley Flying Spur gegen Rolls-Royce Wraith

Bentley Flying Spur gegen Rolls-Royce Wraith

Duell der Nobel-Flitzer

Der Rolls-Royce Wraith und der Bentley Flying Spur wollen beide mit purem Luxus und viel PS punkten. Welche Edelkarosse hat die Nase vorne?

8. März 2013

Ihre Majestät, Queen Elizabeth II, hat die Entscheidung schon getroffen. Die britische Monarchin fährt seit zehn Jahren Bentley. Jetzt legen die Luxus-Experten aus Crewe mit dem Bentley Flying Spur noch einmal nach. Doch der große Konkurrent im Vereinigten Königreich - Rolls-Royce - schläft nicht und hält mit dem Wraith dagegen.

 

 
 

Zweikampf auf Augenhöhe

Die beiden Nobel-Mobile bewegen sich auf Augenhöhe: 625 PS beim Bentley gegen 632 PS beim Rolls-Royce. Beide Fahrzeuge haben Zwölfzylinder-Power, beide sind doppelt aufgeladen und beide haben ein Drehmoment von satten 800 Newtonmetern. Das Gleiten ist im BMW-Rolls allerdings etwas unaufgeregter.

Beim Sprint herrscht wieder Einstand: Nach 4,6 Sekunden passieren beide die 100-km/h-Marke.

Beim Durst hat das modernere bayerisch-britische Triebwerk die Nase um 0,7 l mit einem Durchschnittsverbrauch von 14 l/100 km vorne.

Da hilft es auch nichts, dass sich der allradgetriebene Flying Spur in zwei Stufen tiefer über den Asphalt kauert: bei 195 km/h geht es vorne um fünf und hinten um 10 Millimeter runter, bei 240 km/h kommen noch einmal vorne acht und hinten 13 Millimeter dazu. Diese satte Straßenlage braucht der Flying Spur auch, um bei der Spitzengeschwindigkeit von 322 km/h leicht beherrschbar zu bleiben.

Exklusive Eleganz

Wenn es um das Reisen, also um den Innenraum, geht, geben die beiden Luxus-PS-Protze alles. Die Länge ist auch dementsprechend - 5,27 Meter ist der Wraith lang und 5,30 Meter der Flying Spur.

Vielfach verstellbare Sitze sind selbstverständlich und nur beste und edelste Materialien sind gerade gut genug, um in den mehr als 200.000 Euro teuren Luxusdampfern das Interieur so luxuriös zu machen, wie es nur eben möglich ist. Ausgesuchte Hölzer und feinstes Leder verströmen exklusive Eleganz.

Der Bentley ist eine viertürige Limousine und der Roll-Royce ein GT mit betont abfallender Dachlinie. Die ist allerdings so hoch, das es sich hinten fürstlich reisen lässt. Bei der Sitzprobe macht der Bentley beim Platzangebot dennoch eine bessere Figur. Logisch, ein GT ist eben keine Limousine.

Dioden im Wraith-Dachhimmel

Das Interieur ist bei beiden vom Feinsten. Jede Naht ist fein säuberlich gesetzt, bei den Hölzern kann man zwischen zehn Furniervarianten wählen - das dunkle Eukalyptus- und das Walnuss-Holz sind serienmäßig. Insgesamt befinden sich zehn Quadratmeter in jedem Flying Spur.

Der Wraith steht dem in nichts nach. Das zweifarbige Canadel-Panelling-Furnier erinnert an die Hölzer, die auf den teuersten Hochsee-Jachten verbaut sind. Die schräge Maserung des Holzes soll auch im Innenraum Dynamik vermitteln. Der LED-Dachhimmel vollendet die Wohlfühl-Atmosphäre. 1.340 kleine Leuchtdioden sind per Hand in die Lederverkleidung über den Köpfen eingewoben.

Satellitengestütztes Navigationssystem

Doch zu echtem Luxus gehört auch ein angemessenes Unterhaltungsprogramm. Beim Bentley gibt es ein top-modernes Infotainment-System mit einem Acht-Zoll-Touchscreen vorne und zwei Zehn-Zoll-Monitoren hinten.

Der Wraith gibt sich da etwas konservativer. Zumindest oberflächlich. Auch wenn das Infotainment-System nicht ganz so effektheischend und umfassend ist wie beim Konkurrenten, hat der Rolls-Royce technisch doch einiges zu bieten: Bei jedem Gangwechsel der ZF-Achtgang-Automatik greift die Steuerungseinheit auf die GPS-Daten des satellitengestützten Navigationssystems zu und antizipiert damit aufgrund verschiedener Parameter die ideale Fahrstufe.

Text: Press-Inform / Wolfgang Gomoll