Autosalon Paris: Studien

Studien auf dem Pariser Autosalon

Elektrische Reiter

Zumindest sie fahren meistens noch elektrisch: Die Fahrzeugstudien, die auf dem Autosalon in Paris zeigen, wovon Autodesigner träumen.

Nissan hat in die Studie Terra Concept so ziemlich alles hineingepackt, was geht: Eine Brennstoffzelle sorgt in dem SUV für die Energie, die drei Elektromotoren antreibt. Zwei davon arbeiten als Radnabenmotoren an der Hinterachse. Die Reichweite des 4,16 Meter kurzen Fahrzeugs, das zumindest in Teilen als Vorlage für den nächsten Qashqai dienen könnte, soll bei 500 Kilometern liegen.

Auch der LE Concept von Nissans Luxusmarke Infiniti wird elektrisch angetrieben. Das Besondere daran: Die Batterien der silbernen Limousine werden nicht per Kabel aufgeladen, sondern berührungslos per Induktionsladetechnik. Der Antrieb selbst stammt weitgehend aus dem Nissan Leaf.

 

 
 

Eher Showeffekt

Bei Peugeot steht der 2008 auf dem Podest. Frontscheinwerfer und Heckleuchten dürften kaum so in Serie gehen, und auch die dicken Auspuffrohre dienen wohl eher dem Showeffekt - ansonsten aber liegt das 4,14 Meter lange und konventionell befeuerte Concept Car wohl schon relativ nahe an der Serienversion.

Deutlich spektakulärer ist da die Sportwagenstudie der Franzosen, die auf den Namen Onyx hört. Flach, geduckt, aggressiv - die Studie ist bei 4,65 Metern Länge und 2,20 Metern Breite gerade mal 1,13 Meter hoch. Unter der teilweise in Kupfer gekleideten Außenhaut steckt Hybrid-Technik aus V8- und Elektromotor, die im System 680 PS liefern soll.

SsangYong, Suzuki und Smart

Neues gibt es auch von SsangYong. Die Koreaner wollen mit dem e-XIV Concept zeigen, dass sie es auch elektrisch können. Die Batterien an Bord können unter anderem mit Solarzellen im Dach aufgeladen werden. Angetrieben wird das Kompakt-SUV von einem Elektromotor mit Range Extender.

Bei Suzuki gibt der Concept S-Cross schon mal einen ersten Vorgeschmack auf die kommende Generation des SX4.

Gut mit Studien vertreten sind in Paris vor allem die deutschen Hersteller. Der Forstars von Smart etwa spielt das weiter, was in Detroit der For Us bereits vorgelegt hat. Wie es mit den künftigen Smart-Generationen tatsächlich weitergeht, das lässt sich an der Studie jedoch allenfalls erahnen.

Audis Vorschau auf neue Q-Reihe

Bei Audi nimmt die Konzeptstudie Crosslane Coupé in ihrer Formensprache schon einmal die kommenden Q-Modelle vorweg. Zwei schmale Öffnungen in der Motorhaube geben den Blick auf die oberen Aluminiumträger des Space Frames frei.

Die Q-Familie wird damit coupéhafter - so wie es BMW mit dem X6 und Land Rover mit dem Evoque Coupé bereits vorgemacht haben. Audi sieht das nur 4,21 Meter lange SUV-Coupé als "urbanes Fahrzeug".

Der Plug-in-Hybrid des Crosslane basiert auf einem eigens entwickelten 1,5-Liter Dreizylinder-TFSI (95 kW/130 PS) und zwei E-Maschinen. Die Systemleistung des Crosslane Coupé liegt bei 130 kW/177 PS und er spurtet mit seinem einstufigen Getriebe binnen 8,6 Sekunden aus dem Stand auf Tempo 100. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 182 km/h.

Näher an der Realität

BMW immerhin kommt mit dem Concept Active Tourer der Realität schon näher und bricht für den Einstieg ins Van-Segment gar mit ehernen Traditionen: Der künftige Van hat Frontantrieb.

Mit einer Länge von 4,35 Metern, 1,83 Metern Breite und 1,56 Metern Höhe stößt der Bayern-Van kräftig an die Dimensionen der Kompaktklasse. Das Design selbst ist nicht gerade überraschend oder gar aufregend - dürfte aber bei der Kundschaft durchaus ankommen.

Text: Press-Inform / Jürgen Wolff