Nostalgie: Opel Cabrios

Opel Cabrios

Opel-Tradtion ohne Dach

Die Geschichte der Opel-Cabrios hat einige Klassiker hervorgebracht.

12. Februar 2013

Opel hat eine lange Cabrio-Tradition. Angefangen hat alles mit dem Opel Laubfrosch vor 89 Jahren. Der 1,0-Liter-Motor des 3,20 Meter langen Zweisitzers hatte zwölf PS. Einen Wendepunkt der Automobil-Produktionstechnik brachte der Opel Olympia 1935: Bei ihm gab es erstmals die sogenannte Hochzeit, bei der das Fahrwerk und die Karosserie zusammengefügt werden.

Dagegen brachte es der Opel Strolch nie über das Prototypen-Stadium hinaus. Der freche Roadster wurde ein Opfer der Stahlknappheit im Vorfeld des zweiten Weltkriegs.

 

 
 

Opel lässt Cabrio-Tradition wieder aufleben

Bereits 1953 versuchte Opel mit dem Kapitän, die erfolgreiche Cabrio-Tradition wieder aufleben zu lassen. Die offene Version des Kapitän wurde von dem Darmstädter Karosseriebauer Autenrieth gefertigt und schaffte einen Top-Speed von immerhin 130 km/h.

Elf Jahre später kam das lässig elegante Opel Rekord A Cabrio mit einem 60-PS-Vierzylinder-Motor auf den Markt. Auch bei diesem Klassiker fand die Transformation zum Oben-ohne-Mobil nicht in Rüsselsheim, sondern bei der Karosserie-Firma Karl Deutsch in Köln-Braunsfeld statt und kostete 5.000 DM extra.

Modernes Fahrwerk beim Opel C

Die Kölner nahmen sich auch den Opel Rekord C vor, der die Automobil-Fans neben seiner schicken Form mit einem modernen Fahrwerk überzeugte. Anstelle einer einfachen Blattfederachse sorgte beim Rekord C eine Fünf-Lenker-Starrachse eingebaut. Vorne gab es Doppel-Querlenker, Schraubenfedern und Drehstabilisatoren.

Das 1,7-Liter-Vierzylinder-Triebwerk beschleunigte den offenen Rekord, von dem nur bis 1972 50 Exemplare gebaut wurden, auf 148 Stundenkilometer.

Auffälliger Überrolbügel

Vier Jahre später erst gab es die Fortsetzung in der Opel-Cabrio-Saga. Der Kadett C "Aero" brach mit der elegante Silhouette des Vorgängers und hatte einen auffälligen Überrollbügel.

Das rund 4,70 Meter lange Monza KC 5 Cabrio wurde beim Opel-Vertragshändler Keinath in Dettingen gefertigt und kam ohne die markante Spange über den Köpfen der Passagiere aus. Die Cabrio- Fans hatten die Wahl zwischen einem 2,2-Liter-Vierzylinder-Motor mit 115 PS oder zwei Sechszylinder-Triebwerke, die 140 PS beziehungsweise 180 PS hatten. Lediglich 172 Exemplare wurden produziert. Der Grundpreis betrug immerhin 85.000 DM.

Elegantes E-Kadett-Cabrio

Das beim italienischen Karosseriespezialisten Bertone entwickelte Kadett E Cabrio war trotz des Überrollbügels eleganter als die offene Version des Vorgängers, was die positive Resonanz bei der Vorstellung auf der IAA 1986 auch zeigte.

Bertone nahm sich auch des Nachfolgers an, der 2001 erschien. Diesmal fehlte der karosserieverstärkende Bügel. Inzwischen hießen die Kompakt-Klasse-Flitzer auch Astra. Schnell war auch das elektrische Stoffverdeck, dass sich in 25 Sekunden öffnete. Richtig Dampf hatte der offene Astra mit dem 200-PS-2,0-Liter-Turbo. Auch ein 125- PS-Diesel stand zur Auswahl.

Ab diesem Jahr ist es am Opel Cascada diese Tradition fortzusetzen.

Text: Press-Inform / Wolfgang Gomoll