Nostalgie: Nissan Skyline 2000 GT-R

Nostalgie: Nissan Skyline 2000 GT-R

Der Vater aller GT-R

Von den 1.945 gebauten Nissan Skyline 2000 GT-R fahren noch rund 1.000 in Japan herum. Zu den stolzen Besitzern zählt auch der Gärtner Hiroaki Shinomiya.

13. Dezember 2013

"Ich war schon immer heiß auf einen Nissan Skyline GT-R. Als ich vor 25 Jahren mit meiner GT-R-Replika durch einen Vorort von Tokio fuhr, habe ich mein Traumauto gefunden", schwärmt Hiroaki Shinomiya.

Der Garten- und Landschaftsbauer hat ihn aber nicht nur gefunden, sondern auch gekauft. 20.000 anstatt der durchaus angemessenen 40.000 US-Dollar hat er seinem früheren Besitzer überwiesen.

 

 
 

Gefährdete Frontschürze

"Dass ich seitdem den Garten meines Vertragspartners pflege ist doch klar. Und auch die Tatsache, dass er einen kleinen Rabatt von mir bekommt ist Ehrensache", verrät Hiroaki Shinomiya.

Der 45 Jahre alte Japaner holt seinen 4,33 Meter langen, 1,67 Meter breiten und 1,37 Meter hohen Sportwagen seitdem nur zu ganz besonderen Anlässen zum Fahren heraus. "Aufgrund der nur sehr geringen Bodenfreiheit meines Sechszylinder-Nissans stellen schon normale Parkplatzauffahrten eine Gefahr für meine Frontschürze dar", erklärt er.

100.000 US-Dollar wert

Der 1,1 Tonnen schwere und intern KPGC10 genannte Zweitürer hat 160 PS und ein maximales Drehmoment von 177 Newtonmetern.

Der zwei Liter große Benzinmotor wurde von den damaligen Prince-Ingenieuren entwickelt und kam auch im Fairlady Z432 zum Einsatz. Insgesamt bringt der Motorblock 199 Kilogramm auf die Waage.

Heutzutage wird ein Nissan Skyline 2000 GT-R auf 100.000 US-Dollar geschätzt.

Für 40.000 US-Dollar den Motor überholen

"Natürlich werde ich meinen automobilen Schatz nicht verkaufen. Ganz im Gegenteil. Wenn ich irgendwann einmal 40.000 US-Dollar zusammen habe, werde ich den Motor komplett überholen lassen", verrät der in seinen traditionellen Jika-Tabi-Schuhen gekleidete Gärtner.

Von den einst 1.945 gebauten Skyline 2000 GT-R fährt heute noch knapp die Hälfte in Japan herum.

Text: Press-Inform / Marcel Sommer | Bildmaterial: Wolfgang Groeger-Meier