Nostalgie: Ford RS200

Nostalgie: Ford RS200

Kölner Rennzwerg

Mit dem RS200 versuchte Ford vor knapp 30 Jahren den Wiedereinstieg in den Rallye-Sport. Das Serienfahrzeug fährt sich auch heute noch sportlicher als manch aktueller Wagen.

24. Juli 2013

Keine Frage, der Ford RS200 ist ein echter Hingucker. Ob Heck-, Front- oder sonst irgendeine Klappe oder Türe offen ist, der Kölner fällt auf. Und wenn auch noch der Mittelmotor angeworfen wird, ist an ein gemütliches Ausparken kaum noch zu denken. Schaulustige strömen heran, als wenn ein italienischer Supersportler zugegen oder die berüchtigte Gruppe B wieder Teil der Rallye-Weltmeisterschaft wäre.

 

 
 

Gepäck? Nein danke.

Der genau vier Meter lange, 1,76 Meter breite und 1,32 Meter hohe Ford RS200 zeigt lediglich im Innenraum, dass sein Baujahr gut 30 Jahre zurück liegt. Plastik, grauer Teppich und knallrote Schalensitze, sowie ein ebenfalls in rot gehaltenes Lenkrad sind Zeitzeugen damaliger Designvorstellungen.

Überhaupt keinen Platz bietet er für Gepäck. Wozu auch? Die Straßenversion wurde nur zu Homologationszwecken gebaut.

Allradantrieb

Für den Antrieb steht ein 1,8 Liter großer Vierzylinder-Benzinmotor zur Verfügung. Er leistet 253 PS und stemmt ein maximales Drehmoment von 280 Newtonmetern auf alle vier Räder. Die Schaltkulisse hält fünf Vorwärtsgänge parat, die sich mehr schlecht als recht einlegen lassen.

Für den Sprint bis Tempo 100 benötigt der Kölner unter fünf Sekunden und bei 230 Kilometern pro Stunde ist Schluss.

Komfortabler als gedacht

Das selbsttragende und verwindungssteife Monocoque-Chassis sorgt in Verbindung mit den insgesamt acht Feder-Dämpfelementen für einen ununterbrochen guten Straßenkontakt.

Dabei fällt auf, dass trotz des sportlich abgestimmten Fahrwerks zu keinem Zeitpunkt Unebenheiten übertrieben hart ans Rückgrat weitergegeben werden. Die Federung ist komfortabler als vermutet.

Wertvolle Sammlerstücke

Der vor gut 30 Jahren in einer Stückzahl von 200 Exemplaren gebaute Ford RS200 kostete damals 92.500 DM. Heute sind die überaus seltenen Fahrzeuge ab 150.000 Euro erhältlich.

Text: Press-Inform / Marcel Sommer | Bildmaterial: Marcel Sommer