Die schönsten Heckmotor-Autos

Die schönsten Heckmotor-Autos

Von hinten aufgezäumt

Er ist ein wenig aus der Mode gekommen, der Heckmotor. Nur zwei sehr gegensätzliche Autos, der Porsche 911 und der Smart fortwo, vertrauen noch auf ihn. Das mobile.de Magazin hat die schönsten Heckmotor-Autos für Sie gefunden.

Früher, da gab es viele Autos mit Heckmotor. Das hatte mehrere Gründe: In Verbindung mit dem Heckantrieb sparte man sich einigen Aufwand bei der Konstruktion, zum Beispiel die bei einem Frontmotor notwendige Kardanwelle. Das macht ein Auto billiger und leichter.

Der Frontantrieb war zwar bereits erfunden, konnte jedoch noch nicht so weit überzeugen, wie er es inzwischen tut. Und so entstand der berühmteste Wagen mit Heckmotor schon in der Frühzeit des modernen Automobils: der VW Käfer.

 

 
 

Ein Tatra war Geburtshelfer

Als er erdacht wurde, hieß der Käfer noch KdF-Wagen und kam aus der nationalsozialistischen Organisation „Kraft durch Freude“, die sich um das Wohl der „Volksgenossen“ kümmern sollte. Der Kdf-Wagen war ein wichtiges Propaganda-Vehikel des Unrechtsregimes, doch eigentlich keine Konstruktion der Deutschen. Auch den Gedanken eines günstigen „Volkswagens“ im Sinne von „für das Volk“ gab es schon vor dem Käfer.

Tatsächlich entstammte der Käfer genetisch unter anderem einem Tatra-Prototyp, dem V 570 von 1931 (siehe Bildergalerie). Die Marke Tatra ist in Deutschland nahezu unbekannt, doch das tschechische Unternehmen gehört zu den ältesten Automobilproduzenten weltweit. Tatra ist dem Heckmotor bis in die heutige Zeit treu geblieben, auch wenn diese Autos nach der Insolvenz der Firma nur noch in geringen Stückzahlen gefertigt werden.

Die Limousinen aus Tschechien könnte man als skurril bezeichnen, doch sie haben tatsächlich einige Liebhaber.

Das Gleiche gilt für den Porsche 911, der mit seinem Sechszylinder-Heckmotor erst domestiziert werden musste. Um die gefürchtete Hecklastigkeit – verbunden mit einem blitzartigen Übersteuern in schnellen Kurven – abzumildern, trugen die ersten Serien noch einen massiven Bleiblock unter der vorderen Stoßstange.

Aussterbendes Prinzip

Bei Sportwagen hielt sich das Heckmotor-Prinzip ziemlich lange. Doch ob DeLorean oder Renault Alpine, sie alle sind verschwunden - nur der 911er ist noch da. Eine kleine Renaissance erlebte der Heckmotor bei den Kleinstwagen. Seine äußerst platzsparende Bauweise verhalf ihm in bislang zwei Smart-Generationen zum Durchbruch.

Doch das geschah nicht ohne Hindernisse: Die erste Generation des Smart neigte dazu, sich in glatten Wintern auf die Seite zu legen oder auf die Heckklappe zu setzen. Das war für die Smart-Besitzer Daimler-Benz ein Image-GAU, der nur vom Elchtest (und der anschließenden Einführung von ESP in der A-Klasse) übertroffen wurde.

Seit den 70ern haben sich in Alltagsautos Frontmotoren mit Front- Heck und Allradantrieb durchgesetzt. Aber schön war es doch mit dem Heckmotor und öfters auch mal skurril.

Beispiele gefällig? Klicken Sie sich durch die Bildergalerie.

Text: SH