Auto-Ikonen aus Europa, den USA und Japan

Auto-Ikonen aus Europa, den USA und Japan

Der Heilige Gral der Autohersteller

Ikonen sind eigentlich kirchliche Heiligendarstellungen, doch auch bei Autos hat sich der Begriff durchgesetzt. Das mobile.de Magazin hat die größten Ikonen gefunden.

Auch wenn sie keine Heiligenbilder sind, werden manche Autos von ihren Fans mit Hingabe verehrt und heiß geliebt. Mercedes hat gleich Nägel mit Köpfen gemacht und bot in den Siebzigern eine Farbe an, die das ganze Auto gleichsam adelte: Ikonengold-Metallic. Oldies mit dieser Farbe gelten heute als besonders gesucht, kommt noch eine olivgrüne Innenausstattung hinzu, sind bewundernde Blicke auf jeder Oldtimerveranstaltung garantiert.

 

 
 

Ikonen sind oft Überraschungen

Was aber muss ein Auto mitbringen, damit es als Ikone verehrt wird? Das ist schwer zu beantworten. Klar ist, dass Autos wie ein Porsche 911 schon in ihren Genen die Veranlagung zu heißer Verehrung tragen. Doch ein großer Teil der Autos, die heute als Ikonen oder Sinnbilder eines ganz besonderen Fahrzeugs gelten, nie als solche geplant war.

Großbritanniens Mini beispielsweise sollte nur vier Menschen möglichst praktisch und kompakt transportieren. Auch die Ente aus Frankreich war als reiner Gebrauchsgegenstand geplant. Mit etwas Abstand könnte man vielleicht noch den Volkswagen Käfer als Ikone des motorisierten Volkes betrachten, als die er ursprünglich geplant war. Klar ist: Der Status als Ikone hängt nicht vom Geldbeutel ab.

Sonderwege sind begehrt

Das wichtigste aus diesen Beispielen ist wohl, dass man den Bau einer Ikone nicht planen kann. Natürlich haben es Firmen wie beispielsweise Citroën oder Lancia leichter, da sie per se bereit sind, konstruktiv andere Wege zu gehen. Aber ob eine Form oder Technik auch nach Jahren fasziniert, ist beim Erscheinen unklar.

Was braucht es noch zu einer Ikone? Zeit. Erst im Laufe der Jahre stellt sich heraus, ob ein Wagen zu einer Ikone heranreift. Oder ob es sich um Ikonoklasten handelt, was nicht nur einer der berühmtesten Flüche von Captain Haddock aus den „Tim und Struppi“-Comics ist, sondern übersetzt „Bilderstürmer“ bedeutet und Zerstörung des Alten meint. So weit wollen wir es doch nicht kommen lassen.

Inspirationen dagegen haben wir in der Bildergalerie zusammengestellt.

Text: SH