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Legends of the Autobahn

Deutsches Markenquartett

Die "Legends of the Autobahn" haben sich rund um die Schönheitswettbewerbe von Pebble Beach zu einer der Szene-Veranstaltungen gemausert. Den lässigen Treff von BMW, Audi, Porsche und Mercedes muss man gesehen haben.

An sich wird in den Morgenstunden des Rancho Canada Golf Club an der Carmel Valley Road geputtet, gechipt und abgeschlagen. Doch die Golfspieler haben an diesem Samstagmorgen Spielpause. Eine Armee deutscher Sportwagen und Limousinen fällt ein auf dem Putting Green und präsentiert sich einen autobegeisterten Publikum.

Die Modelle könnten vielfältiger kaum sein. da steht eine weiße Mercedes S-Klasse der Baureihe W126 neben einem BMW 2002 tii, einem betagten Porsche 911 oder einem Audi quattro.

 
 
 

Der grüne 123er

Der kaledoniengrüne Mercedes 230 ist das absolute Traumauto von Chris: "Der 123er ist ein europäisches Modell mit vier Kopfstützen, MB-Tex-Innenausstattung, manuellem Schiebedach und Zentralverriegelung", erzählt der Kalifornier, "hat gerade einmal 30.000 Meilen gelaufen. Genau so einen Wagen hat mein Vater früher in Hong Kong als Dienstwagen gefahren." Seine Augen strahlen und mit einem weißen Lappen streicht er fast zärtlich über die Reifen des Oldies.

Gleich kommen die Juroren, die seinen 230er aus dem Jahre 1978 bewerten.

2002er mit sechs Zylindern

Justin Gabriel poliert gerade an einem schwarzen BMW 02er herum. Der Heckschriftzug 2002-6 irritiert nur auf den ersten Blick. Denn die nach vorn geklappte Motorhaube gibt den Blick frei auf ein Triebwerk, dass in dem Vorgänger des 3er BMW nie zu sehen war.

"Mein Vater Art hat hier den 2,7 Liter großen Sechszylinder aus dem BMW 325i verbaut", so der 22jährige Justin, "der Wagen lief über 400.000 km. Ohne jegliche Probleme." Der schwarze BMW 2002-6 von 1973 ist der beste Beweis dafür, dass die Old- und Youngtimerszene in den USA anders als in Europa funktioniert.

Während in Deutschland die meisten Besitzer eines historischen Fahrzeugs größtmöglichen Wert auf Originalität legen und damit in das Horn des grünen Mercedes 230 der Baureihe W 123 stoßen, sehen das die meisten US-Sammler ganz anders.

Der einzige BMW M8

BMW selbst zeigt, dass ein Auto nicht immer absolut original sein muss, um die nötige Aufmerksamkeit zu bekommen. Im Gegenteil.

So ist in Carmel bei "The Legends" das Einzelstück des BMW M8 zu sehen, der Anfang der 90er Jahre in Handarbeit entstand. Das rote Luxuscoupé wurde umfangreich modifiziert. Unter der behutzten Motorhaube befindet sich der 550 PS starke Rennmotor, der später den McLaren F1 befeuerte. Türen und Kotflügel sind ebenso wie die Haube und weitere Module aus ebenso leichter wie hochfester Kohlefaser.

Jedes Jahr aufs Neue

Man versteht sich, tauscht Erfahrungen sowie Kontakte aus und präsentiert sein automobiles Schmuckstück bei Treffen und Veranstaltungen mit entsprechendem Stolz. Die "Legends of the Autobahn" haben sich so einen festen Platz im Terminkalender vieler Youngtimerfreude gemacht.

Text: Press-Inform / Stefan Grundhoff