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Leasing: Mieten statt Kaufen

Autokauf für Profis: Wer sich nicht verschulden will, kann sein Auto auch leasen. Zinsen und Tilgung zahlen Sie zwar auch – aber die können Sie beim Leasing komplett steuerlich geltend machen.

20. Oktober 2010

     

  • Auto Leasing ist bequem
    Sie fahren einen ansehnlichen Neuwagen, zahlen dafür monatliche Raten und eventuell eine variable Anzahlung, die Sonderzahlung. Leasing dauert zwischen zwei und fünf Jahren. Nach Ende der Laufzeit können Sie das Leasingauto einfach zurückgeben oder auch zum Restwert erwerben.
     
  • Auto Leasing schont die Brieftasche
    Wer seinen Kreditrahmen bereits durch Hausbau oder Traumreise ausgeschöpft hat, bekommt per Auto Leasing für relativ kleines Geld garantiert ein neues und zuverlässiges Auto vor die Haustür gestellt. Allerdings werden Sie nie der Eigentümer sein, denn das Leasing-Auto geht nach Vertragsende zurück zum Händler. Das bedeutet auch, dass Sie mit dem Fahrzeug möglichst pfleglich umgehen müssen. Und natürlich zahlen Sie wie beim Kredit Zinsen: Die sind in den monatlichen Raten enthalten.
  • Kilometer- oder Restwert-Leasing
    Als Sicherheit verlangt der Leasinggeber neben einer Bonitätsprüfung entweder eine zuvor festgelegte Kilometerleistung bei Rückgabe des Leasingfahrzeugs, oder er legt zu Beginn einen Restwert fest, den das Auto am Ende haben darf. Wird der jeweilige Wert nicht eingehalten, müssen Sie zusätzliche Gebühren zahlen.
     
  • Pflicht zu Pflege und Wartung
    Auch Wartung und Reparaturen müssen beim Auto Leasing sehr genau genommen werden: Zumeist fordert der Leasing-Vertrag die genaue Einhaltung der Inspektionstermine bei Vertragswerkstätten und den Abschluss eine Vollkaskoversicherung. Selbst kleine Kratzer müssen umgehend entfernt werden. Das erhöht die Kosten beim Auto Leasing und macht es für Privatpersonen, die mit jedem Euro rechnen müssen, unattraktiv.
     
  • Steuerliche Vorteile
    Für Selbstständige ist Auto Leasing zusätzlich attraktiv, weil die Raten steuerlich absetzbar sind. Außerdem erleichtert es die Budgetierung, weil über einen längeren Zeitraum die Kosten sehr genau vorauskalkuliert werden können – anders etwa als bei einem Gebrauchtwagen, an dem irgendwann ein Reparaturstau entstehen kann.

Vertragswerkstatt und Vollkasko sind Pflicht

Auto-Leasing funktioniert wie eine Autovermietung über einen längeren Zeitraum, wobei Unterhalts- und Reparaturkosten der Leasingnehmer zu zahlen hat. Das betrifft Versicherung, Inspektionen und Instandsetzungen. Bei Neuwagen-Leasing werden die meisten Reparaturen jedoch von der Garantie bzw. Kulanz des Herstellers abgedeckt. Unfallschäden übernimmt stets die Vollkaskoversicherung, denn die ist bei Leasing obligatorisch.

Die Schadensbehebung muss umgehend und, ebenso wie die Inspektionen, in Vertragswerkstätten durchgeführt werden. Gezahlt wird in einheitlichen Monatsraten, bei Firmengründern und Privatkunden ist zumeist noch eine Sonderzahlung zu Beginn fällig, die aber auch die Rate reduziert. Nach Ablauf des Leasingvertrags kann der Leasingnehmer das Auto zurückgeben oder kaufen.

Grundsätzlich gilt: Leasing ist eine Dienstleistung wie andere auch, für die stets zusätzliche Kosten anfallen. Wenn Sie Auto-Leasing nutzen, „entsorgen“ Sie persönlichen Aufwand, in diesem Fall den Stress eines Autoverkaufs oder umfangreicher Reparaturen am Altfahrzeug. Diese Bequemlichkeit kostet – wie jede Dienstleistung – immer etwas mehr.

Auch beim Leasing ist alles Verhandlungssache

Für das Auto-Leasing gelten im Prinzip die gleichen Grundregeln wie für den Kauf: Verhandeln ist alles! Mit dem Unterschied, dass Sie nicht um den Kaufpreis, sondern um die Höhe der Rate feilschen. Also ist vor allem der potenzielle Wiederverkaufswert wichtig: Gängige Modelle, gute Ausstattung, gedeckte Farben und Wertbeständigkeit sind Trumpf. Idealerweise hat das Auto nach Ende des Vertrages auch noch keinen Modellwechsel hinter sich, dann wirkt es jünger und lässt sich besser verkaufen.

Mit Leasing Steuern sparen

Für Selbstständige und Unternehmer bietet das Leasing den zusätzlichen Vorteil eines Abschreibungs-Instruments: Sie können die beiden Stellschrauben "Sonderzahlung" und "Rate" so justieren, wie es zu Ihrer aktuellen Bilanz passt. Haben Sie in diesem Jahr überdurchschnittlich gut verdient, müssen also Ihren Gewinn vor Steuern verringern, um weniger an den Fiskus zu verlieren, so vereinbaren Sie eine möglichst hohe Sonderzahlung. Umgekehrt vereinbaren Sie eine niedrige Sonderzahlung und hohe Raten, wenn in den kommenden Jahren steigende Gewinne zu erwarten sind.