Neuwagen-Rabatte

Die Zeit ist günstig: Rabatte, Rabatte, Rabatte

Die Zeit ist günstig – wer den Kauf eines neuen Autos plant, sollte jetzt zuschlagen. Denn nicht nur die Umweltprämie lockt. Alle Hersteller versuchen mit einer Rabattschlacht ohne Gleichen, die Produktion in Schwung zu bringen.

Schlechte Zeiten für Verkäufer sind gute Zeiten für Käufer. Viele Hersteller versuchen den Schwung der Abwrackprämie zu nutzen und legen den gleichen Betrag von 2.500 Euro noch einmal drauf, um Käufer zu ködern. Doch es geht noch mehr: Das zeigt der Überblick über die aktuellen Rabatte. Die beste Verhandlungsposition hat, wer sich das Geld bei einer Hersteller-unabhängigen Bank borgt. Denn dann tritt er dem Autohändler gegenüber als Barzahler auf.

Die günstigsten effektiven Zinssätze liegen derzeit beispielsweise bei einem 20.000 Euro-Kredit für drei Jahre beim Testsieger Citibank bei 4,88 Prozent (Quelle: www.geld.de). Man sich jedoch auch vom Händler ein Finanzierungsangebot machen lassen. Denn häufig sind die Verkaufsförderungsrabatte in den Finanzierungskonditionen der Hersteller versteckt – und die ändern sich manchmal täglich. So bieten derzeit Alfa, Citroën, Honda, Mazda, Mitsubishi, Opel, Peugeot und Saab zinslose Kredite an.

Von Alfa Romeo bis VW – mobile.de stellt die radikalsten Rabatte der Hersteller vor:

Alfa Romeo
Gut 15 Prozent Rabatt sind drin. Wer eine Tageszulassung akzeptiert, kann sogar noch etwas mehr herausholen.
Audi
Mit einer Reihe von Aktionen (Treue-Prämie, Eroberungsprämie) versucht Audi derzeit das Geschäft anzukurbeln. Besonders der A3 wird unterstützt. Bis zu knapp 20 Prozent Rabatt sind möglich.
BMW
Die Münchner haben Probleme. Neben üblichen Rabatten von bis zu 15 Prozent lohnt sich besonders das Leasing. So sind teilweise Gesamtrabatte über 20 Prozent möglich.
Chevrolet
Bevorstehende Modellwechsel bei Matiz (es kommt der Spark) und Lacetti/Nubira (neu: Cruze) sorgen dafür, dass Kunden rund 20 Prozent herunterhandeln können. Besonders attraktiv: Die speziellen Autogas-Angebote.
Citroën
Die Franzosen sind schon lange als Rabattmeister auf dem Markt unterwegs. Durch geschicktes Verhandeln sollten nun bis zu 30 Prozent gegenüber dem Listenpreis drin sein.
Fiat
Die Italiener kommen bislang ganz gut durch die Krise. Bei Modellen wie dem Bravo sind dennoch 20 Prozent drin – zur Not per Tageszulassung.
Ford
Die Kölner wollen mit ihrer modernen Modellpalette Marktanteile in der Krise gewinnen. So ist selbst der neue Fiesta mit Tageszulassung schon 20 Prozent billiger zu haben, bei anderen Modellen ist sogar noch mehr drin.
Hyundai
Günstige Grundpreise und moderne Modelle hindern die Koreaner nicht daran, auf die Rabatttube zu drücken: Je nach Modell gut 20 Prozent.
Kia
Die Hyundai-Schwestermarke versucht, bei der Rabattschlacht nicht ganz vorn zu sein. Dennoch sollten 15 Prozent verhandelbar sein – bei Tageszulassungen auch deutlich mehr.
Mazda
Alles muss raus – die Händler geben rund 16 Prozent auf alle Modelle – und bei Lagerwagen noch deutlich mehr.
Mercedes-Benz
Auf den ersten Blick hält sich die Marke mit dem Stern zurück und begrenzt die Rabatte auf etwa zehn Prozent. Deutlich anders sieht die Sache aus, wenn es um Lagerwagen (bei Mercedes Vorratsfahrzeuge genannt), etwa der auslaufenden E-Klasse, geht: Unter Ausschöpfung aller Möglichkeiten sind plötzlich bis zu 30 Prozent drin.

Mini
Die BMW-Tochter hält sich mit Rabatten zurück: Mehr als zehn Prozent sind selten drin.
Mitsubishi
Durchweg sind über 17 Prozent möglich, bei Lagerwagen auch mehr.
Nissan
Ein Bonus von 20 Prozent ist realistisch.
Opel
Es ist kein Geheimnis: Opel und seine Händler sind in Not. Damit Geld ins Haus kommt, gibt es Rabatte bis zu 25 Prozent, etwa für den auslaufenden Astra. Eine besondere Rabattvariante ist „jetzt kaufen, die zweite Hälfte des Kaufpreises erst 2010 bezahlen“.
Peugeot
Mit Sondermodellen und Rabattaktionen war Peugeot noch nie besonders zimperlich. So sind rund 20 Prozent fast normal.
Porsche
Auch bei Porsche wachsen die Bäume nicht mehr in den Himmel. Dennoch beschützen die Zuffenhausener ihre Preise: Mehr als fünf Prozent sind selten drin.
Renault
Es ist wie bei allen Franzosen – der Absatz wird um jeden Preis angekurbelt. So können Schnäppchenjäger bei vielen Modellen mit bis zu 25 Prozent Nachlass rechnen.
Seat
Auch wenn die Grundpreise ohnehin günstig sind – Rabatt muss sein. In vielen Fällen sind 18 Prozent möglich.
Skoda
Gut 15 Prozent sollten auch bei der tschechischen VW-Tochter möglich sein.
Smart
Kleines Auto, kleiner Nachlass: Wer acht Prozent erreicht, hat gut verhandelt.
Toyota
Der Boom beim Weltmarktführer ist vorbei. Neuwagenverkäufer lassen daher über bis zu 15 Prozent mit sich reden.
Volvo
Die Marke steht zum Verkauf, das drückt die Preise: Knapp zwanzig Prozent sind bei der schwedischen Marke drin.
Volkswagen
Deutschlands größter Hersteller ist der aktuelle Rabatt-Weltmeister: Für bestimmte Modelle, etwa Sharan und Touareg, sind derzeit durch Bar- und Eroberungsprämien deutlich über 30 Prozent Rabatt möglich. Aber selbst für den neuen Golf beträgt der Verhandlungsspielraum schon gut 20 Prozent.