Themen-Spezial Familienautos

Pimp my Pampers-Bomber

Ein Geländewagen ist fürs Gelände da, ein Sportwagen fürs sportliche Fahren. Und ein Familienauto für die Familie. Eigentlich ganz einfach. Aber was genau macht denn nun ein Familienauto zum Familienauto?

„Pampers-Bomber“ war gestern. Moderne Familienautos bieten nicht nur viel Platz, sondern kommen im sportlichem Design und beachtlichen Fahrleistungen daher. Aber worauf kommt es bei Familienautos wirklich an?

Viel Platz: Zu zweit, nur mit der Kreditkarte und dem Kosmetiktäschchen ins verlängerte Wochenende – das war einmal. Jetzt sind Kids, Lieblingsteddy, Malsachen plus mehrere Koffer unterzubringen. Ein geräumiges Auto mit viel Platz in Kofferraum und der hinteren Sitzreihe muss also her. Als Alternative zu einem klassischen Kombi kommen Vans und SUVs in Frage. Neben viel Raum punkten sie meist bei der Variabilität.

Gut zu nutzen: Viel Platz allein genügt nicht, er muss auch gut zugänglich sein. Eine niedrige Ladekante erleichtert es, den Kinderwagen in den Kofferraum zu wuchten. Weit öffnende Türen – oder besser noch Schiebetüren – machen es einfacher, den Nachwuchs im Kindersitz anzuschnallen. Eine geteilt umlegbare Rücksitzbank ist inzwischen fast Standard. Noch mehr Variabilität bieten Vans mit veränderbaren Sitzen. Ein wichtiges Kriterium sind auch Ablagen und Cup-Holder (Becherhalter), von denen ein Auto nie genug haben kann.

Viel Sicherheit: Das ideale Familienauto muss sicher sein. Das heißt, das Fahrverhalten muss (auch bei voller Beladung) narrensicher und die Karosserie für den schlimmsten Fall ausgelegt sein. Hinzu kommen Schutzvorkehrungen wie Airbags und Gurtstraffer. Ein familienspezifisches Sicherheitsdetail sind Isofix-Vorrüstungen. Mit Hilfe dieser Ösen lassen sich entsprechende Kindersitze sicher und bequem auf der Rücksitzbank montieren. Sinnvoll ist ein abschaltbarer Airbag, wenn das Baby auf dem Beifahrersitz in einer Schale entgegen der Fahrtrichtung reist.

Strapazierfähig: Schokolade schmeckt, aber leider klebt sie auch ziemlich gut: und zwar auf den Sitzbezügen im Auto. Wer mit kleinen Kindern reist, sollte also beim Autokauf auf ein strapazierfähiges Interieur achten. Neben Material und Farbe der Innenausstattung kommt es auf Details an: Ein Ladekantenschutz verhindert das Verkratzen der Kofferraumkante; ein robuster Cup-Holder hält Kinderhänden auch beim x-ten Herauszieh-Versuch stand; und bei einem seitlichen Rammschutz darf auch mal das Tretauto des Nachwuchses in der heimischen Garage auf Tuchfühlung gehen.

Praktische Details: Ein separater Kopfhöreranschluss für die zweite Reihe ermöglicht es, dass die Kleinen stundenlang den Abenteuern von Benjamin Blümchen lauschen können, während die Erwachsenen beim Verkehrsfunk auf dem Laufenden bleiben. Klapptische an den Rücklehnen der Vordersitze bieten Platz für Malbücher oder werden zum Parcours für Spielzeugautos. Wärmedämmendes Glas in den hinteren Seitenscheiben und der Heckscheibe sowie eine Klimaanlage verhindern, dass im Sommer tropische Temperaturen im Fond herrschen.