Erschwingliche Cabrios

Sommerfrische für kleines Geld

Die Freiheit des offenen Fahrens ist für alle da: mobile.de zeigt die Top 10 der Neuwagen-Cabrios unter 25.000 Euro.

20. Mai 2010

Frühlingszeit ist Cabriozeit – an allen Ampeln mustern jetzt Limousinenfahrer mit sehnsüchtigen Blicken die Glücklichen, die im offenen Auto die Sonne genießen können. Dabei kann jeder dem Club der Cabriofahrer beitreten. Wie? Reich müssen Sie nicht sein: Schon für 25.000 Euro gibt es eine ordentliche Auswahl an offenen Neuwagen.

Zum Vergleich: Für dieses hübsche Sümmchen erhalten Sie bereits einen neuen Passat TSI mit 122 PS und Sechs-Gang-Schaltgetriebe. Aber der hat nicht einmal ein Schiebedach, das kostet stets 1000 Euro Aufpreis.

Natürlich können Sie das Geld auch nehmen und einen offenen Gebrauchtwagen kaufen. Dafür gibt es zum Beispiel einen 20 bis 25 Jahre alten Porsche 911 Cabrio. Macht Eindruck, kann aber in der Werkstatt schnell zum Geldgrab werden. Wer lieber einen Neuwagen fährt, kann für 25.000 Euro Listenpreis wählen zwischen Spaß-Roadster, Familien-Cabrio oder Frischluft-Coupé ...

Das billigste Cabrio ist ein Smart

Noch Wünsche offen? Der billigste der vierrädrigen Haartrockner ist ein waschechter Zweisitzer – allerdings klingt der Begriff "Roadster" doch eher unangemessen für dieses gedrungene Vehikel: Der Smart Fortwo Cabrio führt die Liste an. Die Benziner-Ausführung mit 71 PS kostet ab 13.700 Euro. Nach Norm verbraucht er dann 4,5 Liter Super auf 100 Kilometer.

Nur der Drehzahlmesser fehlt

Als Diesel mit 54 PS und Diät-verdächtigem Verbrauch von 3,4 Liter auf 100 Kilometer kostet das Smart-Cabriolet bereits 14.960 Euro. Das Stoffverdeck wird bereits in der Serienversion elektrisch zurückgeklappt, und das bei Bedarf sogar während der Fahrt. Um das Roadster-Feeling zu vervollständigen, fehlt dann nur noch der Drehzahlmesser – gegen 150 Euro Aufpreis ist auch dieses Sport-Accessoire erhältlich. Damit überholt der Zweisitzer preislich seinen italienischen Nebenbuhler: den Fiat 500 C. Wie sein kurzer Konkurrent ist auch der offene Cinquecento kein reines Cabrio, sondern eine Cabrio-Limousine. Das heißt, Seitenscheiben und Teile des Dachs lassen sich nicht entfernen, allenfalls mit Gewalt.

Beim Fiat sind das die kompletten Seitenflächen, lediglich das Dach ist ein Faltschiebedach und lässt sich mit einem Handgriff nach hinten werfen – wie ein Befreiungsschlag... Die kleine Fiat-Freiheit kostet ab 14.000 Euro, dann treibt ein 69 PS starker Benziner den Viersitzer. Der Verbrauch liegt laut EU-Norm bei 5,1 Liter je 100 Kilometer. Problematisch: Das Anti-Schleuder-System ESP, beim Smart Serie, kostet beim Fiat 350 Euro Aufpreis. Diese Sicherheits-Technik sollte gerade bei einem neuen Cabriolet an Bord sein. Doch selbst dann bleibt der Fiat 500 C, zumal die ganze Familie mitfahren kann, immer noch sehr günstig.

Mini-Roadster mit Mini-Kofferraum

Auf dem dritten Platz der billigsten Cabrios parkt ein echter Roadster: Der Daihatsu Copen wird seit sieben Jahren nahezu unverändert angeboten, ist also fast schon ein Klassiker. Diesen Anspruch hat der niedliche Zweisitzer auch: "So viel Fahrspaß wie möglich, so wenig Auto wie nötig", formuliert Daihatu den Anspruch.

Nur 3,38 Meter lang ist der Copen, und er hat sogar ein Stahldach, das sich bei Bedarf halbautomatisch in den Kofferraum zurückzieht. Dieses Ladeabteil ist danach wegen Überfüllung geschlossen. Das spricht gegen den Copen: seine Kompromisslosigkeit, die zu Platzproblemen führt. Dafür kostet er nur 17.990 Euro und ist im Straßenbild ein echter Hingucker. Einziger echter Mangel: Der Schleuder-Schutz ESP, bei Daihatsu VSC genannt, ist überhaupt nicht verfügbar.

Günstiger Stoffdach-Cabriolet: der offene VW Beetle

Doch damit fängt das Angebot erst an: Wer vier Sitze unter freiem Himmel wünscht, kann noch schnell zugreifen und den offenen VW New Beetle 1. Generation kaufen – voraussichtlich das letzte Modelljahr, 2011 soll ein neuer Neu-Käfer kommen. Nach zwölf Jahren haben wir uns an das Grinse-Gesicht des Retro-VW gewöhnt, die Technik ist ausgereift; und der Preis attraktiv: Für ab 21.875 Euro gibt's den VW New Beetle Cabrio, angetrieben von einem 75 PS starken Benziner.

Einen sparsamen Turbodiesel bietet VW für 25.175 Euro an, er hat 105 PS und verbraucht nach EU-Norm 5,5 Liter je 100 Kilometer. Serienmäßig ist ein Stoffverdeck, das von Hand aufgeschoben werden muss. Wer die Dose elektrisch öffnen möchte, zahlt 815 Euro drauf.

Mini: Dach elektrisch auf und zu

Auch das Mini Cabrio erlaubt einer vierköpfigen Besatzung ungestörte Rundumsicht auf den umgebenden Verkehr, und das seit dem Frühjahr zum günstigen Einstiegspreis von ab 20.700 Euro. Das Mini-Cabrio hat überdies den Vorteil, das Auto mit dem höchsten Wiederverkaufswert nach drei Jahren zu sein: Immerhin noch 60 Prozent des Anschaffungspreises ermittelte das Fachmagazin "Autobild" für den Trend-Kleinwagen. Doch wer wird das Mini-Cabrio schon nach drei Jahren wieder abstoßen ...?

Der Grundpreis beim neuen Modell Mini One Cabrio beinhaltet einen 98 PS starken Benziner, dessen Verbrauch dank Spritsparmaßnahmen im Schnitt nur 5,7 Liter auf 100 Kilometer betragen soll, sowie ein elektrisches Stoffverdeck, das sogar in Fahrt (bis Tempo 30) auf- und zugemacht werden kann. Ist das Wetter mal nur halb so gut, kann ein Schiebedach, das im Verdeck integriert ist, genutzt werden.

Renault Mégane: offener Neuzugang

Ganz knapp hinter den Top 10 landet auf Platz 11 ein Neuzugang, der mit Blechdach und vier Sitzen (hinten allerdings nur für kleinere Personen) ganz auf der Höhe der Zeit ist: der neue Renault Mégane CC, das heißt Cabrio-Coupé. Schon beim Grundmodell für 24.950 Euro sind serienmäßig Klimaanlage, 16-Zoll-Alufelgen, elektrisch höhenverstellbare Vordersitze sowie ein Windschott hinter den Rücksitzen dabei. Es schützt die gesamte Besatzung vor Fahrtwind bis zu einer Geschwindigkeit von 90 km/h, versichert Renault. Dieses Tempo erreicht der eingebaute 110-PS-Benziner bereits in weniger als zwölf Sekunden.

Verbrauch: 7,6 Liter auf 100 Kilometer nach EU-Norm. Wer knapp 1000 Euro mehr investiert, erhält für 25.850 Euro in der Version "Dynamique" Tempomat, Einparkhilfe sowie Licht- und Regensensor dazu – überdies legt Renault als "Frühbucherrabatt" bis 30. Juni 2010 noch beheizbare Frontsitze in Teilleder kostenlos dazu. Danach kostet das so genannte "Lederpaket" 1290 Euro extra.