Ratgeber Wintercamping

Ratgeber Wintercamping

Weiße Campingfreuden

Echte Caravaning-Fans scheuen auch Temperaturen unter dem Gefrierpunkt nicht. Zum Skifahren mit dem Wohnwagen oder Reisemobil? Kein Problem. Es kommt nur auf die richtige Vorbereitung an.

25. Januar 2013

"Frühstück gibt es zwischen acht und zehn, Mittag von 12 bis 14 Uhr und das Abendessen servieren wir ab 20 Uhr", heißt es in so manchem Hotel. Und was, wenn der skifahrende Gast nach einem anstrengenden Pistentag gern länger schläft? Pech gehabt.

Da loben sich Caravaning-Fans doch ihre eigenen Essenszeiten. Aufstehen, Frühstücken oder auch Frühstücken vor dem Aufstehen - und das alles in den eigenen, rollenden vier Wänden. Doch bevor der Camping-Skiurlaub zum Erfolg wird, muss sich gut vorbereitet werden. Denn Kälte und Luftfeuchtigkeit stellen eine große Beanspruchung für jedes Reisemobil oder Caravan-Gespann dar.

 

 
 

Winterreifen-Pflicht

Noch vor dem ersten Handanlegen sollte geprüft werden, ob überhaupt am Zielort ein Wintercampingplatz vorhanden und frei ist. Nicht jeder Campingplatz, der sich im Sommer kaum vor Bergwander-Touristen retten kann, öffnet seine Tore auch in der kältesten Jahreszeit. Hier lohnt sich ein kurzer Blick auf die Homepage des Platzes oder ein Anruf.

Ein etwas genauerer Blick muss auf die Reifen des Zugfahrzeugs, Caravans oder Reisemobils geworfen werden. Winterreifen sind Pflicht, Schneeketten sollten ebenfalls im Fahrzeug mitgeführt werden. Die Winterreifen sollten zudem eine Mindestprofiltiefe von 1,6 Millimeter , um auf der ganz sicheren Seite zu sein, sogar vier Millimeter aufweisen.

Finger weg von Butan

Vor dem ersten Anlassen des Zugfahrzeugs müssen die Batterien vollständig aufgeladen werden. Auf ein Starterkabel und ein Abschleppseil sollte ebenfalls nicht verzichtet werden. Eine Prüfung der Heizung und des Gebläses sowie des Frostschutzmittels für Scheibenwischer und Kühler sowie eine Leiter, ein Schneeschieber und Besen gehören wie die Pflege von Tür- und Fensterdichtungen zu einer guten Vorbereitung.

Damit der Heizung im Urlaub nicht die Luft beziehungsweise das Gas ausgeht, sollten mindestens zwei Gasflaschen mitgeführt werden. Ganz wichtig: Die Gasanlage darf im Winter nur mit Propangas betrieben werden, da Butangas bei Temperaturen unter null Grad Celsius flüssig und somit unbrauchbar bleibt. Zudem ist zu beachten, dass im Innenraum weder mit Katalytheizungen oder mit Infrarot- Gasstrahlern geheizt werden darf, da sie der Luft Sauerstoff entziehen.

Gummikabel verwenden

Auf dem Campingplatz angekommen steht nun die Wahl des Stellplatzes auf dem Plan. Eis- und schneefrei muss er sein. Gegen das Rutschen, Kippen oder Einsinken helfen Bretter unter den Rädern, dem Deichselrad und den Stützen. Für die Verkabelung mit dem nächsten Stromkasten sind Kabel aus Gummi und nicht aus Plastik zu verwenden, da die Plastikversionen brechen könnten.

Nachdem einfach verglaste Fenster mit Isoliermatten abgedeckt, eine Kaminverlängerung und die Winterabdeckung des Kühlschrank-Lüftungsgittersinstalliert wurden, kann es fast schon losgehen.

Jetzt gilt es nur noch, die Heizung auf die gewünschte Temperatur zu stellen, bei starkem Schneefall die Dächer von Wohnmobil, Wohnwagen und Vorzelt mit Hilfe von Leiter und Besen zu reinigen und den Skiurlaub zu genießen.

Text: Press-Inform / Marcel Sommer