Import aus dem Ausland

Im Zweifel helfen die Profis

Ein Auto aus Nordamerika zu importieren, ist sehr aufwendig. Professionelle Dienstleister bieten Komplettpakete an, die den Import deutlich bequemer machen – mitunter sogar billiger!

Die in Nordamerika traditionell niedrigen Neuwagenpreise lassen zusammen mit einem guten Dollarkurs immer mehr Autokäufer von einem Schnäppchen aus den USA oder Kanada träumen. Bis ein importierter Neuwagen aber zugelassen und mit deutschem Kennzeichen vor dem Haus parkt, ist es ein langer und komplizierter Weg.

Die bessere – und vor allem sicherere – Alternative zum Import auf eigene Faust ist zumeist die Beauftragung von Speditionen oder Händlern, die sich auf den Auto-Import spezialisiert haben und Komplettpakete anbieten. Bei den Händlern kann man häufig auch bereits importierte und zulassungsfertige US-Modelle kaufen – sowohl Neuwagen als auch Oldtimer. Wie hoch die Kosten letztlich sind und was ein Auto aus den USA unter dem Strich kostet, muss individuell berechnet werden. Auf einigen Internetseiten der Dienstleister gibt es dafür einen Online-Rechner; zum Beispiel bei dem Amerika-Spezialisten USCars 24.

Bessere Konditionen sind möglich

Einige Händler haben sich auf den Import von Neuwagen und Oldtimern aus Nordamerika spezialisiert und bieten ihr Know-how auch Kunden an, die auf eigene Faust ein Auto importieren wollen. Der Vorteil: Die Anbieter kennen sich bestens aus und verfügen über wichtige Kontakte. Außerdem arbeiten sie mit Speditionen zusammen und kennen deren Qualität, haben oft Mitarbeiter vor Ort und kennen die deutschen TÜV-Vorschriften.

Das alles spart nicht nur Zeit und vermeidet Probleme, sondern kann sich sogar in barer Münze auszahlen. Zwar berechnen die Importeure selbstverständlich ihre Dienstleistung, aber da sie fast täglich und in großer Menge Autos importieren, bekommen sie bessere Konditionen bei Händlern und Reedereien – davon können auch deutsche Kunden profitieren.

Manche Dienstleister holen das Traumauto zum Pauschalpreis

Die Firma USCars24.de etwa bietet ein Komplettpaket an, das dem Käufer alle bürokratischen Hürden von der Kontaktaufnahme zum Verkäufer, dem Schriftverkehr, der Erstellung der Zolldokumente, der Organisation des Lkw-Transports in den USA und den Modalitäten in den Häfen abnimmt. Beim Paketpreis von 950 Euro gibt der Anbieter zudem nach eigenen Angaben die eigenen Händlerrabatte (für Autokauf in den USA) weiter.

Zusätzlich zum Paketpreis muss der Kunde neben dem Transport in den USA dann noch die Seefracht, eine Transportversicherung sowie die TÜV-Umrüstung tragen, die je nach Fahrzeugtyp und Transportstrecke individuell berechnet werden. So kostet zum Beispiel der Lkw-Transport innerhalb der USA je nach Strecke zwischen 250 und 950 Dollar (umgerechnet rund 200 bis 750 Euro), die Seefracht zwischen 1100 und 2000 Dollar (rund 900 bis 1600 Euro) und eine TÜV-Umrüstung etwa ab 1000 Euro.

Ausgewählte Anbieter für den Klassiker-Import

Folgende Spezialisten bieten zum Beispiel den Importservice an. Die Liste erhebt selbstverständlich keinen Anspruch auf Vollständigkeit und kann lediglich eine Auswahl darstellen:

  • USCars 24 (www.uscars24.de): Die Firma USCars24.de in Wuppertal bietet sowohl ein Angebot an bereits importierten Neu- und Gebrauchtwagen an, als auch den gesamten Service rund um den Eigenimport. Hier kann der Kunde ein Komplettpaket buchen, das bis zur TÜV-Abnahme reicht. Außerdem findet sich auf der Internetseite ein Online-Rechner, mit dem die tatsächlichen Komplettkosten eines Imports kalkuliert werden können.
  • Westsidecars (www.westsidecars.eu): Neben einer großen Auswahl an bereits importierten oder noch in den USA befindlichen Oldtimern und Gebrauchtwagen setzt westsidecars.de in Hamburg auf Service. Man kann dem Unternehmen einen Suchauftrag übermitteln. Daraufhin versuchen die Mitarbeiter in den USA oder auch Japan das persönliche Traumauto zu finden. Auch die komplette Abwicklung des Imports sowie TÜV-Umbauten und -Abnahmen werden angeboten.
  • US Classic Cars (www.usclassic-cars.com): Auch US Classic Cars in München bietet alles rund um den Import von US-Fahrzeugen an. Man findet dort eine Auswahl an bereits zum Verkauf stehenden klassischen und neueren Fahrzeugen. Außerdem übernimmt die Firma mit Sitz im Meilenwerk Berlin die Fahrzeugsuche in den USA, importiert die Autos auf Wunsch und sorgt für die TÜV-Abnahme.
  • GeigerCars (www.geigercars.de): GeigerCars hat fast alle neuen US-Modelle von Cadillac bis Pontiac im Angebot. Außerdem importiert GeigerCars auf Wunsch das persönliche Traumauto – vom Neuwagen bis zum Oldtimer. Wie die anderen aufgeführten Re-Importeure bietet auch die Münchener Firma GeigerCars eine Garantie für US-Neuwagen an.
  • Verband der Auto-Importeure (www.bfi-ev.de): In Deutschland haben sich bereits vor einigen Jahren zahlreiche Re-Importhändler im „Bundesverband freier KFZ-Importeure e.V.“ zusammengeschlossen. Die dort derzeit rund 150 organisierten Re-Importhändler unterziehen sich einer Prüfung für ein Gütesiegel, das dem Kunden seriöses Verkaufsverhalten garantieren soll. Eine Liste aller Mitglieder finden Sie auf der Website des Verbandes.