Porsche 911 Turbo, 997

Porsche 911 Turbo, 997

Sprintrennen

Der beste Sportwagen auf dem Markt? Wer hier nicht an den 911 Turbo denkt, hat das Beste verpasst.

31. März 2012

Ein Porsche 911 ist das eine - ein 911 Turbo etwas völlig anderes. Das allradgetriebene und zwangsbeatmete Topmodell der Elfer-Reihe kennt auf der Autobahn ebenso wenig Grenzen wie auf der Landstraße oder auf der Rennstrecke. Wer man's mag: Der 911 Turbo glänzt auch in der City.

Einer für jeden Tag

Der Alltagsnutzen des ehemaligen Spartensportlers ist bei jeder Fahrt aufs Neue beeindruckend. Dabei hat die Modellzeichnung "911 Turbo" über die Jahrzehnte nichts von ihrer Mystik verloren. Die meisten Autofans bekommen schon bei der Produktnennung nasse Hände und trockene Münder. Und wer sagt schon, er fährt einen Porsche 911, wenn er in der Realität einen Turbo bewegt? Ein automobiler Automatismus erhebt den 911er durch den Namensannex "Turbo" in eine andere Liga.

Supersportwagen, Luxuscruiser , Rennschlitten und Imagebolide - der 911 Turbo ist all das - und selbstredend ein Objekt der zumeist männlichen Begierde. Natürlich ist der Elfer als Turbo etwas Besonderes. Um allein sportlich und imageträchtig unterwegs zu sein, reicht ein Saug-Elfer allemal aus. Der läuft als Targa, 4S oder Cabrio knapp 300 km/h und schafft den Spurt 0 auf 100 km/h in unter fünf Sekunden. Wo ist da noch Spielraum für einen 500 PS starken Turbo?

500 PS - 325 km/h Spitze

Bei der aktuellen Generation des 997 gab es Dank variabler Turboschaufeln nicht nur einen Leistungszuwachs auf 480 und dann 500 PS, sondern auch eine Leistungsentfaltung, die man von einem Porsche 911 erwartet, der ein "Turbo" im Namen trägt und mit seinem wenig schmucken Doppelflügel polarisiert. 0 auf 100 km/h in 3,4 Sekunden und 325 km/h Spitze sind grandios; ein Verbrauch von 13,5 Litern vertretbar.

Was für ein Auto!

Wer der Ansicht ist, dass ein 911 Turbo allein ein besonders starker Elfer ist, hat noch keinen gefahren. Wenn sich der Turbolader erst einmal des potenten Boxertriebwerks bemächtigt hat, gibt es für Fahrer und Passagier kein Halten mehr. Das typische Rauschen im Heck und brachiale Vortrieb lassen einem kurzzeitig fast die Gesichtszüge entgleiten.

Der Zuffenhausener Sprinter wird für einen Augenblick zur Zeitmaschine. Es ist so etwas wie eine zeitlose Stille, die den eng geschnittenen Innenraum des Boliden durchflutet, der bei Porsche tatsächlich als 2+2-Sitzer als geführt wird. Wie bei allen Elfern können auch beim aktuellen Turbo nur zwei Personen Platz nehmen. Die beiden Notsitzsitzschalen im Fond dienen allein der Vergrößerung des kargen Laderaums über der ebenfalls angetriebenen Vorderachse.

Es geht auch entspannt

Der Porsche 911 Turbo kann sich mit den Besten der Besten messen und brilliert bei aller Lust an Fahrleistungen mit einem imposanten Alltagsnutzen. Tempo 70 cruisend im siebten Gang bei 1.500 Touren - der Turbo kann auch lässig. Dazu trägt nicht nur die variable Dämpferabstimmung, sondern auch das optionale Doppelkupplungs-Getriebe PDK bei. Das muss einem jedoch 150.000 Euro wert sein.

Stärken

 
  • grandiose Fahrleistungen
  • exzellentes Fahrverhalten
  • serienmäßiger Allradantrieb
  • sehr gute Lenkung
  • große Alltagstauglichkeit

Schwächen

 
  • hoher Preis
  • schwache Serienausstattung
  • wenig Assistenzsysteme
Text: Press-Inform / Stefan Grundhoff