Mini Cooper SD Countryman, R60

Mini Cooper SD Countryman, R60

Zwei plus zwei

Wem der normale Mini zu klein ist, der ist beim Countryman genau richtig. Dessen Idealbesetzung ist der 143 PS starke Cooper SD - am besten mit Allradantrieb.

5. Juli 2012

Ist ein Mini mit einer Länge von 4,10 Metern und Platz für vier bzw. Personen noch wirlich ein Mini? Absolut. Bester Beweis ist der schmucke Mini Countryman.

Während bei den anderen Mini-Modellen von Erwachsenen ernsthaft nur in der ersten Reihe Platz genommen werden kann, bietet der Countryman deutlich mehr Möglichkeiten. Am schicksten und dazu noch besonders praktisch zeigt sich der Mini Countryman in der serienmäßigen 2+2-Bestuhlung.

Platz für vier

Der Mini Countryman ist kein Fünfsitzer. Doch mit zwei Sitzen vorn, zwei Sitzen hinten und der durchgehenden Centerrail sieht der Innenraum nicht nur lässig aus; er ist richtig bequem, weil sich die Einzelsitze im Fond verschieben und in der Höhe verstellen lassen.

Vorne sitzt es sich auf den angenehm konturierten Sportsitzen überaus bequem, auch wenn diese durchaus etwas mehr Oberschenkelauflage vertragen könnten und eine elektrische Sitzverstellung nicht einmal gegen Aufpreis zu bekommen ist.

Wem die 350 Liter Stauraum bei normaler Sitzkonfiguration nicht reichen, kann diese durch verschieben der Sitze (450 Liter) oder umlegen der Rückbank auf 1.170 Liter erweitern. Die Zuladung liegt bei 470 Kilogramm.

90 bis 218 PS

Auch wenn das Motorenangebot von 90 Diesel-PS des Countryman One D bis zu 218 Power-PS des John Cooper Works reicht, bieten sich insbesondere die beiden Versionen Cooper S mit 184 PS und Cooper SD mit 143 PS an.

Wer sparsam unterwegs sein will, kommt beim Mini Cooper SD Countryman auf seine Kosten. Der zwei Liter große Vierzylinder-Diesel aus dem Hause BMW leistet 103 kW / 143 PS und ein maximales Drehmoment von 305 Nm ab 1.750 U/min. Die Fahrleistungen könnten für einen derart sportlich positionierten SUV durchaus etwas dynamischer sein, denn 0 auf 100 km/h in 9,3 Sekunden sind ebenso wenig eindrucksvoll wie eine Höchstgeschwindigkeit von 198 km/h.

Gegen Aufpreis gibt es dann nur die sechsstufige Getriebeautomatik von Aisin oder den empfehlenswerten Allradantrieb. Auch wenn gerade bei höheren Autobahngeschwindigkeiten etwas Dampf unter der bauchigen Mini-Haube fehlt, glänzt der Mini Cooper SD Countryman mit einem angenehm niedrigen Verbrauch.

Zwar liegt der Normdurst von 4,6 Litern Diesel auf 100 Kilometern im Alltagsgebrauch in weiter Ferne. Doch mit 6,5 Litern lässt sich der Fronttriebler allemal bewegen.

Straffer Kurvenspaß

Auch wenn der 1,4 Tonnen schwere Countryman deutlich größer als seine Brüder dimensioniert ist, trägt er ihre fahrdynamischen Gene. Die direkte Lenkung gefällt dabei ebenso wie die straffe straffe Abstimmung.

Schnelle Lastwechsel oder engen Kehren bringen ihn erst im spät auffindbaren Grenzbereich spürbar zum Untersteuern; ansonsten zieht er ruhig und stramm gefedert seine Bahnen.

Sinnvollerweise sollte man sich gleich für die Allradversion All4 entscheiden, die 1.700 Euro extra kostet. Fahrdynamik und Vortrieb bei rutschigem Untergrund danken es einem, und der nächste Winter kommt bestimmt.

Der Basispreis für den nur dünn ausstaffierten Mini Cooper SD Countryman liegt bei 27.300 Euro. Mit Komfortextras wie beheizten Ledersitzen, Xenonlicht, Bildschirmnavigation oder Klimaautomatik drückt sich der Countryman-Preis deutlich Richtung 40.000-Euro-Marke.

Nicht viel zu bieten hat der Mini Countryman derweil in Sachen Fahrerassistenzsystemen. So sind Sicherheitsdetails wie Abstandstempomat, Spurhalte- / Spurwechselassistent oder eine Rückfahrkamera nicht einmal gegen Aufpreis zu bekommen.

Stärken 

  • variabler Innenraum
  • zahlreiche Individualisierungsmöglicheiten
  • präzise Lenkung
  • gute Handschaltung
  • straffes Fahrwerk

Schwächen 

  • mäßige Fahrleistungen
  • zerklüftetes Armaturenbrett
  • mäßige Serienausstattung
  • kaum Assistenzsysteme
Text: Press-Inform / Patrick Solberg