Mercedes-Benz B 200 CDI, T245

Mercedes-Benz B 200 CDI, T245

Kompakt und geräumig

Auf den ersten Blick wirkt die Mercedes-B-Klasse wie eine A-Klasse, die mit Steroiden aufgepäppelt wurde. Obwohl Teile der Technik vom kleinen Bruder stammen, ist der Kompaktvan ein geräumiges Auto mit viel Beinfreiheit.

15. Januar 2012

Die Mercedes-B-Klasse ist eine ehrliche Haut: Schon die äußere Form des Kompaktvans mit dem hohen Dach und dem markanten Kühlergrill, der dem der S-Klasse ähnelt, macht klar, dass dieses Auto auf Praktikabilität wert legt. Die Sandwichbauweise bei der Motor und Getriebe teils vor und teils unter der Fahrgastzelle platziert wurden, stammt von der A-Klasse. Genauso hoch sitzt man in der B-Klasse, die mit Die 4,27 Meter 44 Zentimeter länger ist als der kleine Bruder. Beeindruckend ist das Platzangebot im Fond. Angesichts der üppigen Kopf-, Schulter- und Beinfreiheit kommen fast S-Klassen-Gefühle auf. Die werden auch beim Gepäckteil nicht getrübt. Der Kofferraum schluckt zwischen 544 und 2.245 Litern (bei ausgebauter Rückbank und Beifahrersitz). Die niedrige Ladekante schont den Rücken und die weitaufschwingende Heckklappe die Frisur bei Regen. Das dürfte der weiblichen Klientel gefallen.

Fein unterschäumte Kunststoffe

Ältere Mitbürger werden den komfortablen Einstieg zu schätzen wissen. Sobald man in dem bequemen Fahrersitz Platz genommen hat, genießt man den guten Überblick, der nur durch die etwas zu groß geratene C-Säule etwas behindert wird und freut sich über die großen Verstellwege des Gestühls. Allerdings könnte die Beinauflage etwas länger sein. Das Cockpit ist sehr gut verarbeitet: Die fein unterschäumten Kunststoffe und die Aluminium Applikationen versprüht Premium-Ambiente. Die Mittelkonsole könnte etwas schmaler sein, bisweilen stört sie den Gasfuß des Fahrers. Die Basisausstattung verdient ihren Namen: ESP, Airbags vorne, ASR, elektrische Spiegel, Multifunktionslenkrad, Reifendruck-Sensor, der Partikelfilter und doppelter Laderaumboden sind serienmäßig, nicht so Seitenairbags hinten (389 Euro) und Windowairbags (261 Euro). Selbst das längsverstellbare Lenkrad kostet 157 Euro Aufpreis, genauso die Klimaautomatik (574 Euro) oder Leder (ab 1166 Euro).

Mercedes B-Klasse im Video

 

Harmonischer Motor

Der Zweiliter-Commonrail-Diesel passt sich der komfortablen Ausrichtung des Fahrzeugs an. Die angenehm ruhige Laufkultur und die gleichmäßige Kraftentfaltung der 300 Nm Drehmoment ergeben ein sehr harmonisches Fahrgefühl. Wenn es einmal schnell gehen soll, reichen die 140 PS des Aggregates für 200 km/h Spitze und 9,6 Sekunden von null auf hundert. Das Handschaltgetriebe lässt sich exakt schalten.

Ausgewogenes Fahrverhalten

Das Fahrverhalten passt sich dem ausgewogenen Fahrzeugkonzept an. Lange Bodenwellen und kurze Schläge, die gerne einmal ins Kreuz fahren, werden zuverlässig weggefedert. Die Agilität ist für die B-Klasse-Klientel sicher ausreichend. Selbst in schnell gefahrenen Kurven ist die Seitenneigung recht gering. Wie für Frontriebler üblich, kündigt die B-Klasse den Grenzbereich durch ein Schieben über die Vorderräder an, was das ESP früh unterbindet. Auch die elektromechanische Servolenkung (passt sich der Geschwindigkeit an), ist ein gut gelungener Kompromiss zwischen Direktheit und Komfort.

Die B-Klasse bietet viel, kostet aber mit einem Basispreis von 28.768 Euro auch dementsprechend.

Text: Press-Inform / Hans-Jürgen Peters