Mazda CX-5

Mazda CX-5

Abenteuerland

Seit 30.000 Kilometern läuft der Mazda CX-5 bislang als Dauertestwagen. Zeit, eine erste Zwischenbilanz zu ziehen.

10. August 2013

Der CX-5 ist hierzulande das mit weitem Abstand erfolgreichste Modell im Programm von Mazda. Das kommt nicht von ungefähr, zeigen die bisher gut 30.000 gefahrenen Kilometer im Dauertest: Der Mazda CX-5 ist ein Allrounder mit hohem Alltagsnutzen und schier unkaputtbar.

Beispiel Reisefahrzeug: Locker und souverän rollt das SUV über Autobahn und Landstraße. Ohne Stress geht es selbst mit 200 km/h voran, weite Strecken sind zügig geschafft.

Der solide wirkende Innenraum vermittelt ein Gefühl von Sicherheit. Platz ist reichlich, auch in der zweiten Reihe. Assistenzsysteme wie Tempomat oder Fernlichtassistent nehmen dem Fahrer lästigen Kleinkram ab.

Hinten im Laderaum ist mit 503 Litern Volumen genug Raum, um selbst üppiges Reisegepäck problemlos zu verstauen.

Ordentliches Fahrwerk

Souverän bügelt die Federung Unebenheiten in der Straße weg. Ab und an allerdings poltert die Hinterachse mittlerweile unwillig, wenn es zu ruppig wird.

Seitenwind dagegen beeindruckt das hoch gebaute SUV nur mäßig. Dank Allradantrieb gibt es auch keine Traktionsprobleme.

Auf der Landstraße folgt der Mazda willig und präzise den Anweisungen, die ihm der Fahrer übers Lenkrad gibt. Das könnte allerdings etwas direkter und weniger leichtgängig sein.

Abenteuer Navigation

Wirkliche Kritik gibt es allenfalls an Kleinigkeiten. An der Heckklappe zum Beispiel, die nicht hoch genug aufschwingt. Oder am Geräuschpegel: So richtig laut wird es zwar nie - aber bei hohen Geschwindigkeiten wird es doch gelegentlich etwas plärrig.

So richtig verlassen mag man sich auf den Fernlichtassistenten auch bald nicht mehr. Nicht immer erkennen die Sensoren rechtzeitig, dass Gegenverkehr kommt.

Für gelegentliches Abenteurer-Feeling sorgt das Navigationssystem. So manche Wegweisung ist, nun ja, eher etwas ungewöhnlich. Aber: Am Ende sind wir immer angekommen.

Städtetauglichkeit

So gut der CX-5 einen über lange Strecken bringt, so agil kann er in der Stadt sein. Mit 4,56 Metern Länge ist er genauso lang wie ein VW Golf Variant und nur ein paar Zentimeter breiter.

Der Wendekreis von 11,7 Metern ist dabei gerade noch innenstadtkompatibel.

Die Ladekante ist relativ niedrig und man muss die Einkaufstüten nicht erst über eine Bordwand hieven.

Bei 207 km/h ist Schluss

Der kultivierte Skyactiv-Motor unter der Fronthaube des knapp 35.000 Euro teuren Testwagens passt mit seinen 129 kW/175 PS und einem maximalen Drehmoment von 420 Nm sehr gut zu dem voll beladen immerhin bis zu 2,1 Tonnen schweren CX-5.

8,8 Sekunden braucht er offiziell von 0 auf Tempo 100, bei 207 km/h ist Schluss. Man fühlt sich zu keiner Zeit untermotorisiert.

Wer es lieber etwas preiswerter hätte: Mit Frontantrieb und 165-PS-Benzinmotor ist der CX-5 schon ab 23.890 Euro zu haben.

Dezenter Diesel

Dass da ein Diesel arbeitet, merkt man akustisch und an den Vibrationen nur kurz nach einem Kaltstart. Ist der Motor erst mal warm gelaufen, hält er sich die meiste Zeit angenehm im Hintergrund.

Die 6-stufige Wandlerautomatik kommt zwar an ein modernes Doppelkupplungsgetriebe nicht heran, geht aber in Ordnung.

Sehr akzeptabel auch der Verbrauch: Statt der offiziell avisierten 5,5 Liter Durchschnittsverbrauch lag der reale Durst auch nach 30.000 Kilometern im Schnitt bei 6,5 Litern - die meisten Konkurrenten brauchen bei vergleichbarer Leistung mehr.

Stärken 

  • viel Platz vorne und hinten
  • großzügiger Laderaum
  • durchzugsstarker und kultivierter Dieselmotor
  • sichere Fahreigenschaften
  • ordentlicher Federungskomfort

Schwächen 

  • Heckklappe schwingt nicht weit genug auf
  • eingeschränkte Rundumsicht
Text: Press-Inform / Jürgen Wolff