Mazda2, Typ DE

Mazda2, Typ DE

Kleiner Dynamiker

Der Mazda 2 bietet Fahrspaß in der City und ist mit 84 PS auch auf der Autobahn nicht verloren. Die Motoren sind jedoch nicht mehr taufrisch und der Verbrauch nicht die Stärke des Japaners.

25. Februar 2012

Der VW Polo gibt den Ton an in seiner Fahrzeugklasse, doch sein Design ist ziemlich altbacken. Der Mazda präsentiert sich als frisch-dynamische Alternative. Sein Design spricht nicht nur, aber besonders die Damenwelt an. Im Paket mit japanischer Zuverlässigkeit ist das die perfekte Zweitwagenformel.

Viel Platz auf wenig Fläche

Trotz seiner kompakten Abmessungen (3,9 mal 1,7 Meter) bietet der Mazda 2 gute Platzverhältnisse, auch im Fond kommen Erwachsene recht bequem unter. Der Kofferraum allerdings ist mit seinen 250 Litern etwas kleiner als bei vielen Konkurrenten, außerdem stört die hohe Ladekante. Das Cockpit ist tadellos verarbeitet, zeigt den Kleinwagen-üblichen hohen Plastikanteil und hat genügend Ablagen. Weniger schön: Der Radioempfang ist mangelhaft, außerdem fehlt ein USB-Anschluss. Den gibt es nur in Verbindung mit einem Nachrüst-Radio beim Händler. Positiv sind die straffen und auch auf Langstrecken bequemen Sitze.

Zügig, aber etwas durstig

Der 1,3-Liter Motor mit 84 PS / 62 kW ist die mittlere Motorisierung in der Benziner-Palette. Im Verbund mit der knackigen Fünfgangschaltung legt der Motor eine hohe Drehfreude an den Tag, was er aber auch muss - kleine Turbobenziner fehlen bei Mazda, für flottes Vorankommen ist schon etwas mehr Gaseinsatz nötig. Der Mazda beschleunigt in 13,6 Sekunden von 0 auf 100 km/h. Auf der Autobahn reicht es immerhin zum Mitschwimmen. Der Durchschnittsverbrauch des Testwagens lag in der Praxis bei knapp sieben Litern pro 100 km, das sind fast zwei Liter mehr als vom Hersteller angegeben. Eine Sprit sparende Start-Stopp-Automatik hat der Wagen nicht.

Fahrwerk: Top

Der Japaner hat ein ausgezeichnet abgestimmtes Fahrwerk und sprintet dank seines geringen Leergewichts von weniger als 1000 kg flott und schneidig durch die Kurven. Der Federungskomfort ist ebenfalls sehr gut. ESP ist serienmäßig an Bord.

Japanische Polo-Alternative

Mit 14.690 Euro ist der 84 PS-Mazda (das Basismodell mit 75 PS kostet 11.690 Euro) nicht die billigste Alternative im Kleinwagensegment, er überzeugt aber in der Summe seiner Eigenschaften. Bei den Motoren allerdings muss Mazda nachlegen, der kleine Japaner könnte etwas sparsamer sein.

Stärken

 
  • gutes Platzangebot
  • Fahrwerk und Fahrverhalten ausgezeichnet
  • kräftiger Benziner
  • gute Verarbeitung im Innenraum
  • geringes Wagengewicht

Schwächen

 
  • hohe Ladekante
  • relativ hoher Einstiegspreis
  • schlechter Radioempfang
  • keine Start-Stopp-Automatik
Text: Press-Inform / Sebastian Viehmann