Hyundai ix35

Hyundai ix35

Keine Schwächen

Der Nachfolger des Hyundai Tucson fügt sich als ix35 in die neue Nomenklatur der Koreaner. Er ist größer, stärker, komfortabler.

28. März 2012

Echte Schwächen sucht man vergeblich. Der Nachfolger des zuletzt etwas altbackenen Tucson bietet kaum Gründe zur Kritik. Ein bisschen zu viel Hartplastik innen, eine fummelige Einstellung der Sitze, wenig präzise Lenkung - man muss schon ziemlich suchen. Platz zum bequemen Ein- und Aussteigen bieten schon die großen und weit öffnenden Türen. Keyless-Go gibt es als Option, gestartet wird per Knopfdruck. Beim Laderaum kommkt der Hyundai nicht ganz so gut weg. Ins Heck passen 465 Liter, nach dem Umklappen der Rückbank sind es bis zu 1436 Liter. Die Ladeöffnung ist üppig, eine Ladebordwand gibt es nicht.

Etwas viel Hartplastik

Im Passagierabteil gibt es ein wenig viel Hartplastik, aber ansonsten angenehme Materialien und dezente Farben. Und eine ausgezeichnete Verarbeitung. Das Lenkrad lässt sich in zwei Achsen verstellen, auch große Passagiere haben keine Mühe, eine passende Sitzposition zu finden. Generell ist der ix35 intuitiv bedienbar. Die Sicht nach hinten ist eher bescheiden. Ansonsten aber hat man durch die SUV-typisch hohe Sitzposition eine ausgezeichnete Übersicht.

Hyundai ix35 im Video

 

Schnell genug für den Alltag

Der kleinere der beiden verfügbaren Dieselmotoren reicht völlig, um mit dem gut 1,6 Tonnen schweren SUV flott voran zu kommen. Der vibrationsarme Selbstzünder liefert aus vier Zylindern ein Drehmoment von 320 Nm und eine Leistung von 100 kW/136 PS. Der permanent über alle vier Räder angetriebene ix35 kommt damit aus dem Stand auf 100 km/h in 11,3 Sekunden. Auch 181 km/h Höchstgeschwindigkeit reichen für den Alltag. Der Diesel läßt sich schaltfaul fahren und kommt mit 6,5 Litern Diesel je 100 km klar.

Sichere Bank

Das handgeschaltete 6-Gang-Getriebe passt gut zum Motor. Gewöhnungsbedürftig ist die Schaltanzeige. Sie ist vor allem auf Spritsparen getrimmt. Vom Fahrverhalten her zeigt sich das Hyundai-SUV als sichere Bank. Es ist spurstabil und läuft auch folgsam um die Kurven.

Kein Schnäppchen mehr

Ab 27.090 Euro kostet der Hyundai ix35 in der bereits gut ausgestatteten vierradgetriebenen Basisversion. Mehr geht auch: Nebelscheinwerfer kosten extra (190 Euro), ein Navigationssystem sowieso (1720 Euro), Parkassistent (820 Euro) oder Klimaautomatik (ab Style-Paket). Damit ist der ix35 kein Schnäppchen mehr.

Stärken

 
  • viel Platz
  • einfache Bedienung
  • gute Verarbeitung und Serienausstattung
  • leiser elastischer Motor
  • viele Ablagen
  • niedriges Innengeräusch
  • sicheres Fahrverhalten

Schwächen

 
  • eingeschränkte Sicht nach hinten
Text: Press-Inform / Jürgen Wolff