VW Sharan II

VW Sharan II

Auf die Tür gekommen

Nach 15 Jahren bringt Volkswagen einen neuen Sharan auf den Markt. Der Familienlaster bietet vieles Neues unter anderem zwei Schiebetüren, auf Wunsch einen fast vollautomatischen Parkassistenten und jede Menge Platz.

25. März 2012

Groß ist er geworden der Sharan. Richtig groß. Stolze 4,85 misst der Neue und damit 22 Zentimeter mehr als der keineswegs kleine Vorgänger. Soviel Platz wissen Familien gut zu nutzen. Optional kann auch eine dritte Sitzreihe für 1.535 Euro installiert werden, dann ist die Klimaautomatik serienmäßig. Der Platz ganz hinten ist aber nur Kindern unter 1,50 Metern Größe zuzumuten. Wogegen man auf den vorderen beiden Reihen genug Platz hat. Der Kofferraum fasst bei Voll-Bestuhlung 300 Liter, legt man alle Rücksitze um, werden sogar 2.430 Liter daraus und bis zu den Vordersitzen können Gegenstände bis zu 2,10 Meter Länge eingeladen werden. Dabei helfen die praktischen Schiebetüren.

Feine Materialien

Im VW-typischen Innenraum findet sich jeder schnell zurecht. Alles ist da, wo man es erwartet. Die Materialien sind erstklassig, vom unterschäumten Kunststoff des Armaturenträgers bis hin zu Alu-Applikationen. Serienmäßig bietet der Sharan schon einiges: unter anderem sieben Airbags (inklusive Knie-Airbag), ESP, ein CD-Radio und eine (manuelle) Klimaanlage. Aufpreispflichtige Extras gibt es genug, zum Beispiel einen Parkassistenten für 840 Euro, der die Lenkarbeit beim seitlichen oder Längs-Einparken übernimmt oder einen Tempomaten für 210 Euro.

Überforderter TSI-Motor

Obwohl der Sharan 30 Kilo leichter als sein Vorgänger ist, ist er mit 1723 Kilogramm kein Leichtgewicht. Deswegen müht sich der 150-PS-starke TSI- Motor etwas. Trotz des Drehmoments von 240 Nm, das schon bei 1.750 U/min zur Verfügung steht, muss der Familienvater viel schalten, um einigermaßen flott unterwegs zu sein. So wird der Sprint auf 100 km/h in 10,7 Sekunden absolviert und mit 197 km/h Höchstgeschwindigkeit die 200-km/h-Marke knapp verfehlt. Der Normverbrauch von 7,2 Liter pro 100 Kilometer ist völlig in Ordnung.

Leises Gleiten

Das Längenplus hat dem Sharan gut getan. Er gleitet leise dahin und fährt sich buchstäblich wie auf Schienen, solange es geradeaus geht. In Kurven muss man mit leichten Wankbewegungen leben. Die leichtgängige und elektromechanische Lenkung hilft beim Zirkeln und die optionalen variablen Dämpfer (1.055 Euro) verbessern den Komfort.

Fazit: Das Warten hat sich gelohnt. Für 28.875 Euro bekommt man einen gut ausgestatteten geräumigen Familien Van, wer aber etwas Luxus will, knackt locker die 30.000-Euro-Marke.

Stärken

 
  • gute Sicherheitsausstattung
  • genug Raum
  • gute Verarbeitung

Schwächen

 
  • überforderter TSI-Motor
  • leichte Wankbewegungen in schnellenKurven
Text: Press-Inform / Hans-Jürgen Peters