VW Passat 2.0 TDI Alltrack, Passat B7

VW Passat 2.0 TDI Alltrack, Passat B7

Mehr Schein als Sein

Volkswagen weitet seine wenig tiefgründigen, aber umso erfolgreicheren Cross-Modelle aus. Die Wolfsburger kombinieren die Stärken von Cross Polo oder Tiguan und bringen diese in den Passat. Fertig ist der Alltrack.

21. Februar 2012

Was Audi mit den Allroad-Versionen von A4 und A6 bereits seit längerem erfolgreich in Mittel- und Oberklasse anbietet, gibt es ab sofort auch im Passat. Der VW Passat Alltrack bietet einen rustikalen Auftritt, hohen Reisekomfort und viel Platz. Abgesehen vom Blender-Einstiegsmodell Passat Alltrack 1.8 TSI mit 160 PS gibt es nicht nur mehr Bodenfreiheit und Unterfahrschutz, sondern auch einen standesgemäßen Allradantrieb.

Kraftvoller Diesel

Am Wochenende zum Skifahren in die Berge, mit Freunden zum Radeln oder ab auf den Reiterhof. Nicht nur die Marketingverantwortlichen im Hause Volkswagen setzen beim Passat Alltrack auf eine nennenswert hohe Kombination aus Allradantrieb, Doppelkupplungs-Getriebe und Anhängerkupplung. Kein Wunder, denn mit 4x4-Vortrieb können die Alltrack-Modelle bis zu 2,2 Tonnen an den Haken nehmen. Die beiden Benziner mit 160 und 210 PS dürften sich kaum nennenswerter Nachfrage erfreuen. Das sieht beim 2.0 TDI, der wahlweise mit 140 oder besser gleich mit 170 PS zu bekommen ist, schon besser aus. 0 auf Tempo 100 in etwas zähen 8,9 Sekunden und eine Höchstgeschwindigkeit von 211 km/h sind im Rahmen des üblichen.

VW Passat im Video

 

Offroad-Modus

Den Normverbrauch gibt VW mit 5,9 Litern Diesel an. Das maximale Drehmoment von 350 Nm lässt den über 1,7 Tonnen schweren Allradler mit oder ohne Anhänger kraftvoll anziehen. Die Motorleistung wird über die gewohnt souveräne Doppelkupplung dabei je nach Fahrweise und Untergrund nahezu vollvariabel auf beide Achsen verteilt. Wer wirklich einmal auf Eis und Schnee im sehr leichten Gelände unterwegs sein sollte, kann mit dem Offroadmodus die Regelsysteme beeinflussen. Die Anti-Schlupfregelung lässt dem Fahrer mehr Freiheit, weil die Räder nicht vorschnell abgebremst werden.

Viele Assistenzsysteme

Im Fahrbetrieb unterscheidet sich der 4,77 Meter lange VW Passat Alltrack abgesehen von der etwas höheren Bodenfreiheit kaum von seinem zahmen Serienbruder. Die optionale Dämpfereinstellung mit ihren drei Modi sollte man sich gönnen. Überzeugen können die zahlreichen - wenn auch zumeist aufpreispflichtigen - Assistenzsysteme für Spurwechsel, Überholen oder Verkehrszeichenerkennung. Der Innenraum des Alltrack zeigt sich im bekannt wertigen Look. Bedienung, Sitze und Haptik - hier passt alles. Das Laderaumvolumen liegt zwischen 603 und 1.716 Litern.

Der Alltrack bietet kaum mehr als der normale VW Passat 4Motion. Doch der Kunde kann sich zumindest etwas vom normalen Mittelklasse-Bestseller abheben. Er ist praktisch, bequem, langstreckentauglich und lässt sich zu einem echten Luxuskombi ausstaffieren. Günstig ist jedoch anders, denn mäßig ausgestattet kostet der empfehlenswerte VW Passat Alltrack 2.0 TDI mit 170 PS mindestens 40.075 Euro.

Stärken

 
  • ordentliche Fahrleistungen
  • sehr gutes Platzangebot
  • Allradantrieb

Schwächen

 
  • mäßige Serienausstattung
  • hoher Preis
Text: Press-Inform / Stefan Grundhoff