VW Golf GTD, Golf VII

VW Golf GTD, Golf VII

Nachbrenner

Er ist die dieselnde Alternative zum Golf-Sportler GTI: Volkswagen bietet in der aktuellen Modellreihe seines Erfolgsmodells wieder einen GTD an.

11. Juni 2013

Mehr Leistung und weniger Verbrauch: Der Common-Rail-Turbodiesel im GTD wurde komplett neu konstruiert. Aus zwei Litern Hubraum schöpft er 135 kW/184 PS - das sind 14 PS mehr als sein Vorgänger. Dazu kommen bis zu 380 Nm Drehmoment.

Genug, um ihn in 7,5 Sekunden auf 100 km/h zu bringen, und für eine Höchstgeschwindigkeit von 230 km/h.

Trotz der Mehrleistung hat der neue GTD weniger Durst. Er schluckt mit 4,2 Liter Diesel auf 100 Kilometern fast einen Liter weniger als bisher. Mit Doppelkupplungsgetriebe kommt er auf immer noch sehr gute 4,5 Liter. Damit ist in den Zulassungspapieren beim Handschalt-GTD ein CO2-Wert von ganzen 109 g/km eingetragen.

Auch hier sieht die Realität allerdings nicht ganz so günstig aus: Unter normalen Fahrbedingungen verbraucht auch der Wolfsburger Vorzeige-Diesel deutlich mehr. 6,6 Liter je 100 Kilometer weist der Bordcomputer nach ein paar Hundert Kilometern aus.

Drei Modi zur Wahl

Auf sportliches Fahren muss man dennoch nicht verzichten. Das Sport-Fahrwerk ist um 15 mm abgesenkt. Serienmäßig hat er unter anderem eine frisch überarbeitete Fahrdynamikfunktion, direkte Lenkung und 17-Zoll-Felgen mit 225er Reifen an Bord.

Das Fahrwerk lässt sich individuell konfigurieren und bietet auch drei voreingestellte Modi an: Komfort, Sport, Eco. Bemerkbar macht sich das vor allem bei der Federung.

Dazu kommen fast schon rabiat griffige Bremsen. Das Fahrwerk hält den Golf GTD selbst in forsch angegangenen Kurven stoisch ruhig in der Spur.

VW Golf VII im Video

 

Sound für die Passagiere

Ein speziell für den GTD entwickelter "Soundaktor" untermalt den Fahrspaß mit der entsprechenden Geräuschkulisse. Elektronisch erzeugt er je nach Motordrehzahl und eingestelltem Modus den passenden Sound.

Das Motorengeräusch wird dabei über den im Motorraum montierten Aktor via Windschutzscheibe in den Innenraum geleitet. So ganz perfekt ist das System allerdings noch nicht. Zum einen klingt es immer noch wenig kernig nach "Diesel" und zum anderen scheppert das Armaturenbrett, wenn man richtig aufdreht.

Viele elektronische Helfer im Angebot

Der GTD hat viel mit dem GTI gemeinsam. Die bequemen und auch für große Fahrer sehr gut einstellbaren Sportsitze mit dem klassischem Karomuster, die knackige Handschaltung, den stilisierten Golfball als Knauf und mehr.

Statt auf die roten GTI-Designelemente setzt der GTD mehr auf schwarze, graue und weiße Farbtöne.

Üppig ist das Paket an aufpreispflichtigen Helferlein. Serienmäßig an Bord sind die Bi-Xenonscheinwerfer samt Abbiegelicht und LED-Tagfahrlicht, optional unter anderem Abstandsradar, diverse Einparkhilfen sowie das ausgezeichnete Navigationssystem.

Die Preise: mindestens 29.700 Euro, mit DSG-Getriebe 31.250 Euro.

Stärken 

  • kräftiger Motor
  • geringer Verbrauch
  • agiles Fahrverhalten
  • knackige Schaltung
  • gutes Platzangebot vorne
  • ausgezeichnete Sitze

Schwächen 

  • hoher Preis
Text: Press-Inform / Jürgen Wolff