VW Golf II

VW Golf II

Maß der Dinge

Der VW Golf II muss in große Fußstapfen treten. Schließlich legte die erste Generation den Grundstein zur Erfolgsgeschichte des Kompaktklassen-Modells aus Wolfsburg. Diese Aufgabe meistert er mit Bravour.

25. März 2012

Evolution statt Revolution hieß die Maxime der VW-Designer, als sie den Nachfolger des VW Golf kreierten. Schließlich soll der Golf eine breite Käuferschicht ansprechen. Trotzdem wirkt der neue Golf deutlich erwachsener. Das liegt zum einem an dem Längenplus von 28 Zentimeter (3,98 Meter) und zum anderen an der Verarbeitung. Die ist noch einmal hochwertiger. Jetzt sind alle Blechteile verkleidet und das übersichtliche Cockpit noch exakter und sauberer verarbeitet.

Mehr Raum

Beim Raum für die Insassen hat die zweite Generation logischerweise auch zugelegt: Fahrer und Beifahrer sitzen in gemütlichem Gestühl und bemerken die luftigere Umgebung. Auch in der zweiten Reihe reist es sich jetzt deutlich entspannter. Wählt man die viertürige Variante (1.250 DM Aufpreis), fällt auch der Einstieg leichter. Der Kofferraum ist mit einem Fassungsvermögen von 345 bis 1.145 Liter (bei umgelegter Rückbank) auch zum Transport größerer Gegenstände geeignet.

Nur wenig Serienausstattung

Der Golf hat Scheibenbremsen vorne und Trommelbremsen hinten, die sich im Test als standfest und die CL-Version hat einen von innen verstellbaren Seitenspiegel serienmäßig (Beifahrer 52 DM). Gegen Aufpreis gibt es eine Klimaanlage (2.490 DM), elektrische Fensterheber (1.454) und eine Servolenkung (1.186 DM).

Angemessene Beschleunigung

Der 75-PS-Motor hat mit dem neuen Golf wenig Probleme: Bis die 100 km/h- Marke erreicht ist, vergehen 14 Sekunden und mit einer Top-Geschwindigkeit von 162 km/h ist man auch auf der Autobahn zügig unterwegs. Das Drehmoment von 125 Nm sorgt auch in der Stadt für angemessene Beschleunigung. Der Durchschnittsverbrauch liegt bei 10,5 Litern Normalbenzin.

Gutmütiges Fahrverhalten

Auf der Straße vermittelt der Golf weiter das solide Bild, das seine Optik verspricht. Das Fahrwerk ist komfortabel und bügelt Querfugen und Schläge gelassen weg, lässt aber auch schnelle Kurvenfahrten zu. Dabei verzeiht der neue Golf einiges und kündigt den Grenzbereich langsam an, indem er zunehmend zur Kurvenaußenseite drängt.

Fazit: Der Golf II ist ein deutlicher Fortschritt im Vergleich zur ersten Generation. Der hat aber auch seinen Preis, da man für 15.525 DM nur wenig Ausstattung bekommt.

Stärken

 
  • mehr Platz
  • gutmütiges Fahrverhalten

Schwächen

 
  • wenig Serienausstattung
Text: Press-Inform / Hans-Jürgen Peters