VW eco up!, VW120

VW eco up!, VW120

Erdgas-Stadtflitzer

Etwa seit einem Jahr belebt der VW up! die Kleinwagen-Szene. Nun gibt es den Stadtflitzer auch als Erdgas-Version.

8. Dezember 2012

VW setzt in Zukunft mehr auf erdgasgetriebene Autos. Im September nächsten Jahres wird voraussichtlich eine Erdgas-Version des Golfs erscheinen. Auch der Audi A3 wird dieses Antriebskonzept bekommen. Den Anfang macht der eco up!. Auf den ersten Blick erkennt man keinen Unterschied zum Serienmodell. Nur die fehlende Reserveradmulde weist auf das Vorhandensein zusätzlicher Behälter hin.

Die beiden Gastanks fassen insgesamt 72 Liter (11 kg) Gas. Bei einem Durchschnittsverbrauch von 2,9 Kilogramm Erdgas pro 100 Kilometer ergibt das eine Reichweite von 380 Kilometern. Zusammen mit dem Zehn-Liter-Benzintank trägt das den Eco Up etwa 600 Kilometer weit. Mit 79 g/km CO2 bleibt der up! deutlich unter der Steuergrenze. Damit betragen die Kosten nur etwa drei Euro pro 100 Kilometer.

Zusatzballast

Allerdings sind Gastanks nicht gerade leicht, aber dem 68-PS-eco-up! merkt man das Mehrgewicht von 100 Kilogramm kaum an. Der Zusatzballast wird durch ein etwas straffer abgestimmtes Fahrwerk und Federn mit progressiver Rate ausgeglichen. Unebenheiten bügelt das Fahrwerk weg.

Auch der Dreizylinder-Motor wurde für den Gasbetrieb modifiziert: Zündkerzen, Nockenwellenverstellung und Ventile wurden überarbeitet. Neu ist der elektronische Gasdruckregler. Der garantiert bis zu bei 4 bar Druck im Tank die Versorgung mit Gas. Bisher war bei 9 bar mit dem Erdgasbetrieb Schluss.

Motor will gedreht werden

Nach jedem Tankvorgang überprüft die Sensorik die Gasqualität und kalibriert den Motor neu. Währenddessen läuft das Aggregat kurzzeitig mit Benzin. Auch bei Temperaturen unter zehn Grad wird mit Benzin begonnen, um die Temperatur des Gasdruckreglers zu erhöhen.

Einmal im Bewegung macht sich das Ein-Liter-Aggregat durchaus bemerkbar und verlangt nach Drehzahlen, um etwas Temperament zu versprühen.

Teuerstes Modell

Mit einem Preis von 12.950 Euro ist der eco up! das teuerste Modell der Baureihe. Doch bei den aktuellen Spritpreisen hat sich der Aufpreis von rund 2.400 Euro zu den Benzin-Versionen nach etwa 55.000 Kilometer gelohnt.

Das dürfte vor allem Pizza-Lieferanten und Pflegedienste freuen, die den up! im Stadtverkehr einsetzen.

Stärken 

  • gute Verarbeitung
  • günstige Fahrkosten
  • Platz

Schwächen 

  • relativ hoher Grundpreis
  • Motor präsent
Text: Press-Inform / Wolfgang Gomoll