Volkswagen cross up!

Volkswagen cross up!

up!-gerüstet

Fürs Gelände taugt auch dieser VW up! recht wenig - trotz ein bisschen mehr Bodenfreiheit. Aber immerhin soll der cross up! so aussehen.

25. September 2013

Man nehme einen ganz normalen Golf oder Polo, klebe links und rechts ein paar Plastikteile an und verkleide Motor und Ölwanne nach unten mit einem Schutzblech - fertig ist der rustikal anmutende Crosser.

Jetzt ist der Kleinste aus Wolfsburg dran: VW präsentiert den cross up!.

Die Seitenansicht zieren eine schwarze Beplankung an Radhäusern und Schwellern sowie rundum laufende, schmale Türschutzleisten mit cross up!-Schriftzug. Dazu kommen eine silbereloxierte Dachreling, silber metallic lackierte Außenspiegel und Stoßfänger mit silberfarbenen Aufsätzen. Dazu ist der cross up! um 15 mm höher gebaut als ein normaler up! und hat 185/50er Reifen auf 16-Zoll-Leichtmetallfelgen in den Radkästen.

Wuselige Agilität

Auch im Inneren hat VW den Kleinen etwas veredelt: Ein kleines Lederpaket mit farbigen Nähten gehört ebenso dazu wie Chrom an den Rändern von Lüftung und Tacho oder der cross up!-Schriftzug auf den Einstiegsleisten.

Ansonsten unterscheidet den viertürigen cross up! nur wenig von einem der hochwertiger ausgestatteten normalen up!-Modelle: Auch er hat ein gutes Raumangebot vorne und Sitze, die für einen Kleinwagen bequem sind.

Lenken lässt sich der cross up! präzise, auch die leichtgängige Schaltung mit ihren fünf Gängen macht Freude. Unterwegs lernt man den kleinen Wendekreis zu schätzen, die wuselige Agilität und die gute Übersichtlichkeit.

Dass man den Geradeauslauf häufig mit dem Lenkrad nachkorrigieren muss, ist dem relativ kurzen Radstand geschuldet.

Bekannte Nachlässigkeiten

Der Kofferraum schafft wie gehabt 251 Liter und lässt sich bis 951 Liter erweitern. An Bord ist optional auch die City-Notbremsfunktion.

Negativ schlägt zu Buche, dass sich beispielsweise die Fenster im Fond nicht herunterkurbeln, sondern nur ausstellen lassen. Oder der fehlende Schalter auf der Fahrerseite für den Fensterheber auf Beifahrerseite. Und zumindest aus dem fünften Gang heraus lässt sich nicht mehr wirklich beschleunigen.

Nicht gerade billig

Unter der Haube steckt der VW-Standard-Motor mit einem Liter Hubraum, drei Zylindern und in dieser Version 55 kW/75 PS Leistung. Das maximale Drehmoment von 95 Nm schafft es aus dem Stand auf Tempo 100 in 14,2 Sekunden, bei Tempo 167 ist Schluss.

Offiziell schluckt der cross up! auf 100 Kilometer 4,7 Liter Super, real dürfte man mit einem Liter mehr gut auskommen.

Billig ist der rustikalere Look bei alledem nicht gerade. Den cross up! gibt es ab 13.950 Euro.

Stärken 

  • gutes Platzangebot vorne
  • ordentliche Verarbeitung
  • agiles Handling
  • kleiner Wendekreis
  • übersichtlich
  • viele Ablagen
  • präzise Lenkung

Schwächen 

  • Geländefähigkeit nur vorgetäuscht
  • Beifahrerfenster nicht von der Fahrerseite aus bedienbar
Text: Press-Inform / Jürgen Wolff